Brühl wieder auf der Erfolgsstrasse: 1987 – 1997

Der Weg ganz zurück zur Spitze war hart, doch 1987 zahlte sich dann die seriöse Arbeit, die der LC Brühl in den vergangenen Jahren auf allen Stufen betrieben hatte, wieder aus. Der lang ersehnte zwölfte Titel wurde Tatsache, wobei den Brühlerinnen einmal mehr das Kunststück gelang, eine ganze Saison ohne einen einzigen Punktverlust zu bleiben. Der zwölfte Titel war der Auftakt zu einer weiteren Brühler Siegesserie. Der LC Brühl war in den nächsten zehn Jahren das Mass aller Dinge. Den Gegnerinnen blieb fast immer nur das Nachsehen und sie mussten die Überlegenheit der St. Gallerinnen neidlos anerkennen. 1990 und 1992 – 1994 konnten die Titel gar wieder verlustpunktlos erspielt werden.

Aber auch in der Euphorie der erneuten grossen Erfolge wurde beim LC Brühl die Nachwuchsarbeit konsequent auf höchstem Niveau weiter betrieben. Man war sich der Tatsache bewusst, dass es zwar vor allem die erste Mannschaft ist, die im Rampenlicht steht, dass die Basis der Erfolge aber im Nachwuchsbereich gelegt wird. Mittlerweilen war auch der Ansturm bei den Schülern und Junioren so gross, dass man die Grundsatzentscheidung fällen musste, das Schwergewicht ausschiesslich auf den weiblichen Bereich zu legen.

Die erneute Dominanz des LC Brühl hatte aber auch seine Kehrseiten. Die Meisterschaften verkamen beinahe zur Farce, so dass das Interesse daran je länger je mehr nachliess. Was zählten, waren nur noch internationale Erfolge. Auf internationalem Parkett konnte und kann aber nur bestehen, wer immer wieder gefordert wird und Spiele auf hohem Niveau austragen kann. Trotzdem gelangen den Brühlerinnen an internationalen Turnieren, aber auch im Europacup immer wieder sehr beachtliche Resultate.