Dronninglund 2012 in Dänemark

(jp) Am Sonntag, den 8 Juli, machte sich eine kleine Gruppe junger und älterer Brühlerinnen um 6 Uhr abends auf den Weg um Dänemark zu erobern. Dazu bewaffnete man sich mit Esswaren und einigen DVDs für die lange Carreise nach Dronninglund. Endlich angekommen bezogen wir unsere Unterkunft in einer Turnhalle und verbrachten den Nachmittag in der Umgebung. Nach dem Nachtessen fand die Eröffnungsfeier statt bei welcher alle Nationen vorgestellt wurden und jede Nation den Cup auf die eigene Sprache eröffnete. Die kleine Schweiz wurde zuerst sogar vergessen, doch die werden sich noch gewundert haben (mehr dazu später). Anschliessend schauten wir das U21 Eröffnungspiel und gingen in die Unterkunft zurück. Alle schliefen sofort ein und am nächsten Morgen waren mehr oder weniger alle fit für den Tag. Nach dem Frühstück und der Einteilung der 2 Mannschaften (U16 und U18) hielten wir ein erstes Training auf dem Rasen ab um uns erstens an den Rasen und den nassen Ball zu gewöhnen und zweitens um uns einander etwas kennenzulernen, da wir eine sehr zusammengewürfelte Truppe waren. 

Unser U16 

Am Dienstag ging es dann für unsere U16 Mädels in die ersten Spiele der Vorrunde. Im ersten Spiel traten wir gegen Faxe/Lyngby an. Wir taten uns mit dem ungewohnten Untergrund (Rasen) und den Däninnen sehr schwer und so mussten wir uns, trotz ansprechender Leistung mit 5-8 geschlagen geben. Im zweiten Spiel und letzten Spiel am Dienstag durften wir dann gegen Norwegerinnen von dem Verein Bones HB spielen. Der Gegner lag uns um einiges mehr, wir hatten uns nun auch an den Rasen gewöhnt und auch das ungewohnte Zusammenspiel in der buntgemischten Mannschaft (U17 Inter, U17 Bodensee, U15 Deutschland und U15 Inter) klappte auch sehr gut. Endstand 17:0 für Brühl. Nach dem doch sehr gelungenen ersten Spieltag, vergnügten sich einige Spielerinnen in der alkoholfreien Disco, die jeden Abend stattfand.

Am zweiten Spieltag, der Mittwoch, traten wir zu unserem dritten Spiel gegen das dänische Team aus der Nachbargemeinde Hjallerup an. Die Spielerinnen waren uns körperlich und spielerisch weit überlegen, doch wir konnten mit viel Kampf und grossen Einsatz das Spiel lange offen gestalten was uns sehr viel Lob von den Zuschauern einbrachte. Am Ende reichte es aber leider nicht und so verloren wir mit 5:3. Im letzten Gruppenspiel ging es gegen das Team Storjnan von den Färöer Inseln.

Beide Teams hatten noch die Chance in die A-Finalrunde einzuziehen und so begann ein sehr spannendes Spiel, dass bei gemütlichem Regenwetter absolviert wurde. Es gab die erwartete Wasserschlacht wo wir am Ende das glücklichere Ende erwischt hatten und mit einem 5:4 Sieg in die A-Finalrunde einziehen konnten.

Diese begann dann am Donnerstag auch schon in der Frühe gegen eine norwegische Mannschaft aus Ankenes. Das war die Mannschaft die zum Schluss auch den Dronninglund-Cup gewinnen sollte. Diese sehr gut ausgebildeten Spielerinnen überzeugten nicht durch ihr Zusammenspiel, sondern eher durch Einzelkünstler. Trotz grossem Kampf reichte es am Ende nur zu einer 4:15 Niederlage.

Im zweiten Spiel der Finalrunde trafen wir auf den zweiten Finalteilnehmer aus Chile. Dort erlebten wir das krasse Gegenteil als gegen die Norwegerinnen. Keine starken Einzelspielerinnen aber eine geschlossene Gemeinschaft mit vielen Auslösehandlungen, die unseren Abwehr einfach auseinander spielte. Gegen die schnellen wendigen Spielerinnen fanden wir kein Rezept, konnten aber einige Male unsere körperlichen Vorteile ausnutzen und zu schnellen Toren kommen. Am stand eine 12:8 Niederlage. Wenn man bedenkt, dass die Chileninnen am Ende im Finale standen, ein sehr gutes Ergebnis.

Am Freitagmorgen erwartete uns das Spiel, das wohl keiner von uns so schnelle vergessen sollte. Strömender Regen und ein Platz, der den Namen Schlachtfeld verdient hatte, empfing uns und die Gegnerinnen, die wir aus der Vorrunden schon kannten. Hjallerup mit ihren starken Spielerinnen wollten es uns nochmal zeigen. Nur haben sie nicht mit unserer Manndeckung gerechnet, die wir über die ganze Spielzeit durchziehen sollten. So waren die körperlichen Vorteile für die Däninnen pfutsch! Keine Spielerin konnte den Matschball richtig fangen, geschweige denn werfen. So vielen auch wenige Tore. Frustriert von der Manndeckung, verloren die Spielerinnen aus Hjallerup immer mehr die Nerven und fingen an zu schlagen, schubsen, kneifen oder sich mit anderen Dingen zu helfen. Darauf folgte eine direkte rote Karte und mehrere 2 Minutenstrafen. Zum Ende verloren wir mit 7:2 Toren und genehmigten uns eine kleine Schlammpackung. Vor dem letzten Spiel nahmen wir uns vor, nicht ohne einen Sieg aus der Finalrunde zu gehen. Der Gegner sollte aus Norwegen kommen und wir warteten pünktlich zum Anpfiff auf dem Platz auf die Gegnerinnen. Die Turnierleitung teilte uns dann mit, dass die Norwegerinnen keine Spielerinnen mehr haben und nicht antreten werden.

So gewannen wir das letzte Spiel kampflos mit 5:0 und freuten uns.

In der U16 spielten: Schlachter Fabia, Lelaurain Viviane, Maahsen Lisa, Rüttimann Ramona, Meli Martina, Ackermann Mirijam, Wirth Selma, Halder Luna, Sturzenegger Serena, Civitillo Jessica, Farner Raffaella, Huber Angela

Unser U18

Nach dem Mittagessen machte sich das U18 bereit für den ersten Match des Turniers. Diesen gewannen wir mühelos mit 14:0. Das zweite Spiel, wieder war unser Gegner ein skandinavisches Team, gewannen wir mit 11:7. Am nächsten Tag spielten wir früh gegen eine dänische Topmannschaft. Wir verloren den Match mit 12:8. Erstens weil wir nicht voll da waren und noch ein wenig geschlafen haben und zweitens weil sie wirklich stark waren. Es war der spätere Finalteilnehmer. Das nächste Spiel des Tages spielten wir gegen eine deutsche Mannschaft. Auch das gewannen wir problemlos mit 6 Torem Unterschied. Danach stand noch das letzte Spiel des strengen Tages auf dem Programm. Unser Gegner war eine brasilianische Mannschaft. Es regnete aber und somit waren der Rasen und der Ball ziemlich rutschig. Wir konnten besser damit umgehen wie die Brasilianerinnen und gewannen das Spiel klar. Somit hatten wir als Gruppenzweite für die A-Hauptrunde qualifiziert. Wir freuten uns und wollten nochmals Vollgas geben. Am nächsten Morgen trafen wir nochmals auf die gleiche Mannschaft. Doch da es nicht mehr nass und rutschig war, wussten wir, dass es schwieriger werden wird. Schlussendlich gewannen wir knapp mit 10:9. Nach einer langen Pause mussten wir nochmals gegen ein Topteam ran. Diese kamen aus Frankreich. Wir spielten nicht das, was wir eigentlich könnten, haben die Anweisungen der Trainer nicht umgesetzt und nicht gekämpft. Somit lag es nahe, dass wir diesen Match verloren. Somit konnten wir das Halbfinale nicht mehr mit eigener Kraft erreichen. Wir mussten das nächste Spiel gewinnen und die Franzosen auch. Somit war unser Ziel klar. So nah am Halbfinal wollten wir dieses auch unbedingt erreichen. Mit viel Kampf und einem super Zusammenspiel fegten wir die keinesfalls schwache Heimmannschaft vom Platz. Nun mussten nur noch die Franzosen ihren Teil erledigen und wir feuerten sie lautstark an. Sie gewannen knapp. Somit standen wir im Halbfinal. Wir waren der klare Aussenseiter dieses Spiels, da unser Gegner aus einem bekannten dänischem Sportinternat kam. Wir hatten nichts zu verlieren. Mit dieser Einstellung gingen wir ins Spiel. Doch man merkte schnell, dass sie körperlich sehr überlegen waren. Schnell fielen wir mit 2 Toren zurück. Doch wir kämpften und kämpften bis zum Schluss und brachten immerhin noch eine gute Leistung hin. Wir verloren “nur” mit 6 Toren. Unsere Trainer, Werner und Marina, waren im Allgemeinen sehr zufrieden mit unserer Leistung. Unsere zusammengewürfelte Truppe aus den Jahrgängen 97 bis 94, musste sich in jedem Spiel gegen körperlich überlegene Gegnerinnen der Jahrgänge 95/94 durchsetzen. Niemand hätte gedacht, dass wir an diesem Turnier so weit kommen und wir waren mega zufrieden und stolz.

In der U18 spielten: Sophie Zaugg, Silvia Popp, Divina Hansjakob, Patrizia Brunner, Valentina Samiric, Laura Kleinheinz, Tatjana Schaich, Zerin Özcelik und Seline Stacher

 

Nach einem schönen Feuerwerk, einem Spiel in dem wir Jens und Patrick als Spieler anfeuern konnten und einem lustigen letzten Abend, machten wir uns am Samstag Mittag wieder auf den Weg in die Schweiz. Glücklich und zufrieden kamen wir dort auch am Sonntag Morgen an. Ein tolles Turnier ging so zu Ende und wir waren um einige Erfahrungen reicher, die uns in der neuen Saison mit Sicherheit weiterbringen werden. Alle zusammen hatten mega Spass und im gesamten haben wir die Schweiz sicherlich würdig vertreten.

Ein herzliches Dankeschön an die Trainerinnen.

Mange tak for alt.