LCB4: Und ewig lockt die Finalrunde

F4 teamfoto 20131. Akt: Die nackten Tatsachen

(tk) Letzte Saison kamen die ersten Vier der beiden Qualifikationsgruppen in die Finalrunde, wir wurden Fünfte unserer Gruppe mit einem Punkt Rückstand auf den Viertplazierten!
Dieses Jahr kommen nur noch die ersten Drei in die Finalrunde, wir sind Vierte in unserer Gruppe mit wieder einem Punkt Rückstand auf den Drittplazierten!

2. Akt: Die Rückschau

Einmal mehr hatte der HRVOst den LCB4 wieder in die stärkere „St. Galler-Gruppe“ eingeteilt. Gegnerinnen, teilweise gespickt mit altgedienten, ehemaligen 2.- und 3. Liga –Handballerinnen, erwarteten uns zum Schlagabtausch an sporthistorischen Stätten wie der Kreuzbleiche, dem AZ, Oberzil, Steig oder dem Sportzentrum Herisau.
Trotzdem, mit viel Mumm starteten wir in die neue Saison. Zum Auftakt gleich mit einem Punktegewinn gegen den favorisierten Aufsteiger Romanshorn, welcher sich danach nur noch Siege erspielte. War das nun der goldene Punkt im Rennen um die Finalrundenqualifikation? Die Patzer gegen Bruggen und Wittenbach warfen uns dann aber wieder etwas zurück, so dass der dazwischen liegende Sieg gegen Herisau etwas an Bedeutung verlor. 

3. Akt: Das Finale

Drei Siege aus den letzten drei Begegnungen beförderten uns am 1. Advent dann aber auf den dritten finalrundenberechtigten Platz, einen Punkt vor Wittenbach. In der allerletzten Partie dieser Quali-Runde sollte dann Bruggen eben dieses Wittenbach bezwingen, und dadurch Brühls Beteiligung im Konzert der Grossen besiegeln. Unsere Nachbarn, schon vor diesem Spiel zur Finalrunde berechtigt, liessen sich dann, aufgrund einer Durchschnitts – Darbietung, von Wittenbach in den letzten Minuten des Spiels noch den Schneid abkaufen, verloren mit einem Tor Unterschied und so platzten alle unsere Hoffnungen wie eine Seifenblase auf einem Hallenboden. Warum hätte aber ausgerechnet gerade der HC Bruggen uns die Hand zur Finalrunde reichen sollen? Dieses Drama verkäme ja zu einer schnulzigen Romanze. 🙂

4. Akt: Die Voraus-Schau

Es erwarten uns nun halt wieder gemütliche Kleinbus – Fahrten nach Stammheim, Thayngen oder Turbenthal. Handballplausch statt Adrenalinschübe, Freundschaftsspiele statt Rivalenderbies und der Kampf um die „goldene Ananas“ statt dem zähen Ringen um Titelehren. Nach zwei, drei Gläsern Glühwein bei unserm kürzlichen gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuch, konnten wir aber auch dieser Konstellation schon wieder einen gewissen Charme nicht mehr absprechen.

5. Akt: Freude herrscht!

Mit einem Leibchensponsor werden wir in neuem Hummel – Outfit in den Frühling starten.

Ein Grossteil der Spielerinnen wird nächste Saison wieder für einen erneuten Finalrunden – Anlauf in die Hosen steigen. Auch die werdenden Mamis werden voraussichtlich auf nächste Saison wieder aktiv mitmachen. Sogar eine Rückkehrerin dürfen wir begrüssen.
Sollte überhaupt jemand diese Zeilen bis hierhin gelesen haben, dieses Jemand weiblich und etwa ab Mitte Zwanzig ist, das Gefühl hat, handballerisch und menschlich zu uns zu passen, 1 – 2 neuen Teammitgliedern würden wir noch gerne ein Plätzli anbieten. 

6. Das Resumée

Wir sind als Team nochmals näher zusammen gerückt, spielen hinten und vorne variabler, sind ballsicherer und bewegen uns noch mehr als vorher. Sichtbare Fortschritte eines Teams, welches nur einmal trainiert und dies noch in einer kleinen Quartierschulhaus-Turnhalle. Wir werden auch weiterhin versuchen das Optimum aus diesen Rahmenbedingungen zu holen, viel mit dem Ball zu arbeiten, den guten Geist in der Mannschaft weiterzupflegen und einfach Spass an unserm geliebten Sport und der damit verbundenen Gemeinschaft zu haben.

Mir als Teambetreuer ist es weiterhin wichtig, dass wir auch innerhalb des Vereins vom etwas allseits belächelten „Plausch-Mannschafts-Status“ wegkommen und als, in unserm Rahmen, durchaus ambitioniertes Team gesehen werden.

Darum kein Grund zum Drama – die nächste Finalrunde lockt schon aus der Ferne!