SPL: Europacup Russland – Spieltag 2

(jw) Der Sonntag begann für die Brühlerinnen mit einem späten Frühstück um 9 Uhr. Anschliessend machte sich das Team auf den Weg, um ein Kloster in der Nähe zu besichtigen. Nach rund einer Stunde Sightseeing und drei Tüten mit Süssgebäck in der Hand fuhren die Ostschweizerinnen zurück, da das Mittagessen schon wartete.

Anschliessend hatten die Spielerinnen Zeit, sich individuell auf das Spiel vorzubereiten, ehe Werner Bösch die Mannschaft zur gemeinsamen Besprechung aufbot. Nach dem kurzen Snack machte sich das Team auf den Weg zum alles entscheidenden Spiel.

Die Brühlerinnen starteten erneut nervös in die Partie, steigerten sich aber von Minute zu Minute, spielte stark auf und vertedigten hart. So stand es nach 30 Minuten 8:16 zu Gunsten der Brühlerinnen.
Die Trainer Crew fand in der Pause die richtigen Worte, denn auch in der zweiten Halbzeit spielten die St.Gallerinnen stark auf und führten zeitweise mit bis zu 11 Toren. Die Sensation lag in der Luft.

Zvenigorod blieb allerdings sehr hartnäckig, stellte auf eine offensive Verteidigung um und konnte die Tordifferenz nach und nach verkleinern. Die Dramatik in dieser Partie zeigte sich in der Schlussminute von ihrer besten Seite. Im Angriff verpassten die Brühlerinnen das Tor zur sechs Tore Führung und kassierten in der Schlusssekunde eine sehr harte direkt Rote Karte, welche zu einem direkten Penalty führte. Die russische Topskorerin verwertete den 7m souverän, was zu einem vier Tore Sieg zu Gunsten der Brühlerinnen führte, gleichzeitig aber auch das bittere Ausscheiden im Europacup bedeutete. Die Enttäuschung war den St.Gallerinnen nach Spielende ins Gesicht geschrieben, war man doch nur so knapp einer Sensation entgangen. Trotzdem können die Spielerinnen mit erhobenen Hauptes die Rückreise antreten. Sie haben zwei Top Spiele auf internationalem Parkett abgeliefert und als Amateure fast eine Profimannschaft aus dem Wettbewerb katapultiert.

Nun geht es nächste Woche weiter in der Meisterschaft, wo die Brühlerinnen auswärts auf den Aufsteiger aus Herzogenbuchsee treffen.