(pb) Am vergangenen Mittwoch gastierte nach dem Herren-Länderspiel die Spono Eagles in der St. Galler Kreuzbleiche. Die Brühlerinnen und die Luzernerinnen schenkten sich nichts im Spitzenspiel der SPL. Schlussendlich durfte die Brühler Mannschaft mit 27:26 als Siegerinnen vom Platz gehen.

Dass die Partie gegen die Eagles kein Zuckerschlecken werden würde, war der Equipe um Werner Bösch und Marco von Ow von Beginn weg klar. In solchen Spitzenspielen entscheidet meist nicht nur handballerisches Können sondern auch noch ein gewisses Quäntchen Glück über Sieg oder Niederlage. Dieses war im Hinspiel im Oktober den Luzernerinnen zugeteilt, damals mussten sich die Brühlerinnen knapp mit 27:26 geschlagen geben. Am Mittwoch sollte es aber anders aussehen.

Davon war aber zu Beginn der ersten Halbzeit nichts zu sehen. Die Brühler Equipe verschlief den Start völlig und lag nach acht Spielminuten 2:6 im Hintertreffen. Danach rafften sich die Brühlerinnen etwas zusammen, schafften es aber nicht, mit mehr als einem Tor Rückstand auf Spono aufzuschliessen. Bis zur Pause pendelte sich dieser Ein-Tore-Rückstand ein und so wechselten die beiden Teams beim Stand von 14:15 die Seiten.

Die Halbzeitpause schien der Heimmannschaft gut getan zu haben, denn nun bot sich den 700 Zuschauern, die nach dem Länderspiel in der Halle geblieben waren, ein regelrechter Handballkrimi. Bereits in der 32. Minute gelang den Brühlerinnen der Ausgleichstreffer und kurz darauf der Führungstreffer zum 16:15. Die Eagles schienen zu diesem Zeitpunkt etwas ratlos, das Team-Timeout der Gäste kehrte das Spiel allerdings wieder um. So wechselte die Führung hin und her, keines der Teams konnte sich entsprechend absetzen. Einige technische Fehler auf Seiten der Brühlerinnen wussten die Luzernerinnen aber gekonnt auszunutzen und ermöglichte es ihnen, auf 22:26 davonzuziehen.

Wer nun dachte, dass dies bereits die Vorentscheidung war, musste sich im Folgenden eines Besseren belehren lassen. Die Brühlerinnen kämpften sich konzentriert zurück und standen in der Verteidigung kompakt. In der 59. Minute, beim Stand von 26:26, musste Spono eine Zeitstrafe einfahren und verpasste kurz darauf die Möglichkeit des Siegertreffers. Brühls Azra Mustafoska war es schliesslich, die ihre Equipe jubeln liess. Die St. Galler Topscorerin verwertete drei Sekunden vor Schluss zum 27:26.