(Corina Bürgi) Das fünfte Saisonspiel führte die zweite Mannschaft des LC Brühl am Sonntag nach Crissier. Trotz hart umkämpften 60 Minuten konnten die St. Gallerinnen einen 24:20 Sieg mit nach Hause nehmen.

Das Duell gegen die zweitletztplatzierte SG Yverdon & Crissier startete sehr ausgeglichen. Die St. Gallerinnen hatten Mühe, die grossgewachsene Cécile Bouchard sowie das gegnerische Spiel mit zwei Kreisläuferinnen, in den Griff zu bekommen. Auf der anderen Seite konnten die St. Gallerinnen dafür besonders über Fabienne Inauen Gegenstösse erlaufen. Der Vorsprung der Ostschweizerinnen konnte aber nie mehr als auf zwei Tore ausgebaut werden. Zur 23. Spielminute konnte die Heimmannschaft sogar wieder zum 8:8 ausgleichen. Zur Pause trennten sich die Mannschaften mit einem 11:9 für den LC Brühl.

Die Ansage von Vroni Keller war klar: Das Spiel kann nur über den Kampf für die St. Gallerinnen entschieden werden. Die technischen Fehler sollten minimiert und die Konzentration und Aggressivität hochgehalten werden.
Die zweite Hälfte gestaltete sich dann jedoch ähnlich wie die erste. Durch die gegnerische Nummer 14 konnten die Westschweizerinnen nicht abgeschüttelt werden. Dem Team von Vroni Keller und Beata Kulcsar fehlte es an der letzten Überzeugung, das Tor erzielen zu wollen. Obwohl die Anzahl der technischen Fehler verringert werden konnte, war die Quote immer noch relativ hoch. Erstmals in der 56. Minute gelang es den Ostschweizerinnen, sich mit einem vier-Tore-Vorsprung abzusetzen. Trotzdem war den Gästen bewusst, dass der Match keinesfalls entscheiden war. Erinnerten sie sich doch zu gut an das Spiel vom letzten Freitag, wo die St. Gallerinnen ebenfalls mit vier Toren gegen den HSC Kreuzlingen führten und dann ein Unentschieden hinnehmen mussten. Und so war es auch in diesem Spiel: Die Westschweizerinnen kamen in der 58. Minute nochmals auf zwei Tore ran, die Partie wurde aber schlussendlich bei einem 24:20 Spielstand abgepfiffen.

Der LC Brühl konnte in den letzten Schlussminuten im Gegensatz zu der SG Yverdon & Crissier nochmals einen Zahn zulegen, wozu auch die Torhüterin Zoé Fässler einen wichtigen Anteil beigetragen hatte, und durfte so die Zitterpartie für sich entscheiden.

SG Yverdon & Crissier – LC Brühl II 20:24 (9:11)
Crissier Marcolet – 100 Zuschauer – Schmid René / Walther Philipp

Strafen: Vier mal 2 Minuten gegen die SG Yverdon & Crissier, einmal 2 Minuten gegen den LC Brühl II.

SG Yverdon & Crissier: Couraudon (3 Paraden) / Leuthold (6 Paraden): Bouchard (8), Daran (3), Juriens (1), Langelotti (1), Le Gallo (5), Leimer, Pantet, Sauty (1), Truchot, Werro (1)

LC Brühl II: 1 Fässler (17 Paraden) / Giger (nicht eingesetzt): Ackermann (2), Altherr M. (5), Bürgi (5), Gambino, Hjaij, Inauen (9), Müller (2), Phoung, Schnider (1)