(fm) Am Samstag wurde die zweite Mannschaft des LC Brühl von der SG Yverdon & Crissier in Yverdon empfangen. Die Brühlerinnen spielten ohne Druck und nicht als Team. Somit entschied SG Yverdon & Crissier die Partie mit 22:20 für sich.

Jedes Spiel in Yverdon gegen diesen Gegner ist ein hartes Stück Arbeit. Bereits beim Aufwärmen kristallisierten sich erste Unstimmigkeiten bei den Gästen, da die jungen Spielerinnen nicht in den Spielrhythmus finden konnten. Weder die Körperspannung noch eine aufmunternde Stimmung waren vorhanden. In der ersten Halbzeit war das Spiel dann geprägt von vielen Unachtsamkeiten und vergebenen Torchancen, wobei sich die Gäste die Zähne an der gegnerischen Torhüterin ausbissen. So war es kein Wunder, dass der Punktestand relativ ausgeglichen blieb. Zu den vergebenen Torchancen kamen Abspracheschwierigkeiten in der Brühler Verteidigung hinzu, denn das träge Angriffsspiel der Heimmannschaft und den plötzlichen abrupten Tempowechsel waren für die St. Gallerinnen schwierig zu antizipieren. Eine harzige und langsame Halbzeit endete somit bei wenig getroffenen Toren mit einem Unentschieden (9:9).

Während der Pause war den Ostschweizerinnen klar, dass die Steigerung im Abschluss kommen musste. Die Wurfquote müsse deutlich erhöht werden, so die Anweisungen des Brühltrainers Martin Gerstenecker. Mit neuem Elan und dem Ziel, im Abschluss konsequent durchzuziehen, startete die zweite Halbzeit. Die Gedanken schienen aber an einem anderen Ort zu weilen, denn nicht mal mehr einfache Spielkonzepte funktionierten. Der Ball fand keinen Weg mehr in die Hände der Spielerinnen. Diese Flaute nutze die SG Yverdon & Crissier gnadenlos aus. Mit den anfeuernden Rufen des Publikums im Rücken und einer Torhüterin, die ihr Tor zunagelte, gelang es ihnen, davonzuziehen. Trotz einer Mann- bzw. Fraudeckung am Ende des Spieles war es den Ostschweizerinnen nicht mehr möglich den Vorsprung aufzuholen. Sie mussten sich mit 20:22 geschlagen geben. Nach dieser Niederlage ist klar: Die Spielerinnen müssen an ihrer Wurfpräzision arbeiten, um bereits nächsten Samstag gegen Goldach-Rorschach gewinnen zu können. Auf geht’s!

SG Yverdon & Crissier – LC Brühl II 22:20 (9:9)
Yverdon Léon Michaud – Desbois Jean-Luc / Razak Abdelmouttalib – 120 Zuschauer
Strafen: 1 mal 2 Minuten gegen SG Yverdon & Crisiier, 3 mal 2 Minuten gegen den LC Brühl 2.

SG Yverdon & Crissier: Khatova (19 Paraden); Asticher (4), Cuny (2), Daran (2), Goumaz (6), Langellotti (2) Le Gallo, Le Men (3), Leimer (2), Sauty (1), Strub

LC Brühl II: Fässler (6 Paraden); Ackermann, F. Albrecht (4), S. Albrecht (4/3), Hohl, Marksteiner (3/1), Müller (2), Roth (2), Schnyder (3), Stacher (2)