Der Wecker ruft, 07.00 Uhr Samstagmorgen! Normalerweise keine Zeit, bei der man sich gerne aus dem Bett kämpft, doch an einem solchen Morgen, freuen sich sogar die müdesten Augen über das frühe Licht und den Tag, den es mit sich gebracht hat.

08.00 Uhr: Besammlung am Hauptbahnhof St. Gallen. Ok, noch nicht alle sind wirklich erfreut über den frühen Start, doch das Lachen hat dieses Team trotzdem noch lange nicht verlernt. Gestärkt mit feinen Buttergipfel (Thx Alessia), machen wir uns auf den langen Weg nach Lausanne, unsere Gegner im Aufstiegskampf in die U18 Inter.

11.40 Uhr: Ankunft in Lausanne. Etwas träge von der langen Zugfahrt machen wir uns auf die Suche nach der Halle in Lausanne Bergières. Zuerst Zug, dann Bus, jetzt noch laufen, doch niemand stört sich daran, denn all dies gehört zu unserem Weg, zur Möglichkeit, in die U18 Inter aufzusteigen.

12.20 Uhr: Die Halle ist gefunden: Etwa 10 Minuten Auskundschaften und einige (klägliche) Versuche auf Französisch die Gegner zu begrüssen später, gibt es eine kurze Ablaufbesprechung und das Team zieht sich um. Eine gewisse Nervosität und Unruhe ist zu spüren. Recht so!

13.30 Uhr: Matchstart: Die Mannschaft steht bereit. Der Schiedsrichter pfeift zum gemeinsamen Gang in die Mitte der Halle. Handshake, «bon match, bon match, bon match…» und los geht’s.

Wir starten stark in die Partie und gehen gleich mit 0:3 in Führung und versuchen dem Gegner unseren Spielstil aufzudrücken. Dies gelingt uns in den ersten Minuten gut, bis die Kreisläuferin der Gegner vermehrt angespielt wird. Wir haben unsere Mühe mit der kräftigen Gegnerin und Lausanne kommt zu einigen Chancen, die Partie zu einem ausgeglichenen Spielstand zu bringen. Der Spielstart ist gut überstanden, einige neue Kräfte werden aufs Feld geschickt und der Plan geht auf. Wir erkämpfen uns in einer ruppigen ersten Halbzeit einen 5 Tore Vorsprung.

Die zweite Hälfte beginnt und was uns erwartet ist klar. Ein Schiedsrichter der viel zu viel übersieht, ein Lausanne, dass nur darauf wartet, uns körperlich einiges mitzugeben und ein Vorsprung der nicht nur verwaltet, sondern dringend ausgebaut werden will.

…was kann man noch sagen: Sämtliche Erwartungen wurden erfüllt!

Annina wird in letzter Sekunde im Gegenstoss brutal gefoult. Der Schiedsrichter scheint dies kaum gesehen zu haben. «In der Westschweiz scheint Handball doch nochmals anders ausgerichtet zu sein»

Unsere Spielerinnen haben einiges ausgeteilt, doch mussten alle dasselbe auch einstecken. «Was einem nicht umbringt…»

Der Vorsprung wurde von 5 auf 9 Tore ausgebaut! «Ihr könnt verdammt stolz sein auf diese Leistung»

…der Aufstieg ist zum Greifen nah… HOLEN WIR IHN UNS!