And the winner is...

Bisherige Meister im schweizer Frauenhandball

29xlcbMit Stolz kann der LC Brühl Handball auf seine Geschichte zurück blicken. Auch wenn es zwischendurch Durststrecken gab, überwiegen die erfolgreichen Jahre bei weitem. LC Brühl Handball ist zum Begriff geworden für einen erfolgreichen, gut geführten Handballverein, der sich nie scheut, neue Wege zu beschreiten. Sowohl im Leistungs-, wie im Breitensportbereich können Juniorinnen und Aktive in einem intakten Umfeld ihrem Lieblingssport frönen.

Hall of fame: alle Brühler Meisterteams auf einen Blick.

1LC Brühl St. Gallen30
2ATV Basel-Stadt4
3LK Zug4
4Spono Nottwil4
5TSV St. Otmar St. Gallen3
6RTV 1879 Basel2
7ZMC Amicitia Zürich1

 

2016/17LC Brühl HandballLC Brühl – LK Zug2:1
2015/16Spono NottwilLC Brühl – Spono Nottwil1:2
2014/15LK ZugLK Zug – Spono Nottwil2:0 (Playoff-Final)
2013/14LK ZugLK Zug – Spono Nottwil3:0 (Playoff-Final)
2012/13LK ZugLK Zug – LC Brühl3:0 (Playoff-Final)
2011/12LC Brühl HandballLC Brühl – Spono Nottwil3:2 (Playoff-Final)
2010/11LC Brühl HandballLC Brühl – Spono Nottwil3:1
2009/10LK Zug
2008/09LC Brühl Handball
2007/08LC Brühl Handball
2006/07LC Brühl Handball
2005/06Spono Nottwil
2004/05TSV St. Otmar St. Gallen
2003/04ZMC Amicitia Zürich
2002/03LC Brühl Handball
2001/02LC Brühl Handball
2000/01Spono Nottwil
1999/00Spono Nottwil
1998/99TSV St. Otmar St. Gallen
1997/98TSV St. Otmar St. Gallen
1996/97LC Brühl St. Gallen
1995/96LC Brühl St. Gallen
1994/95LC Brühl St. Gallen
1993/94LC Brühl St. Gallen
1992/93LC Brühl St. Gallen
1991/92LC Brühl St. Gallen
1990/91LC Brühl St. Gallen
1989/90LC Brühl St. Gallen
1988/89LC Brühl St. Gallen
1987/88LC Brühl St. Gallen
1986/87LC Brühl St. Gallen
1985/86ATV Basel-Stadt
1984/85ATV Basel-Stadt
1983/84RTV 1879 Basel
1982/83ATV Basel-Stadt
1981/82ATV Basel-Stadt
1980/81RTV 1879 Basel
1979/80LC Brühl St. Gallen
1978/79LC Brühl St. Gallen
1977/78LC Brühl St. Gallen
1976/77LC Brühl St. Gallen
1975/76LC Brühl St. Gallen
1974/75LC Brühl St. Gallen
1973/74LC Brühl St. Gallen
1972/73LC Brühl St. Gallen
1971/72LC Brühl St. Gallen
1970/71LC Brühl St. Gallen
1969/70LC Brühl St. Gallen

Bisherige Cupsieger

Cupsiegerinnen nach Anzahl Titel

1LC Brühl St. Gallen10Schweizer Cup
2Spono Nottwil3
LK Zug3
4TSV St. Otmar St. Gallen2
5ZMC Amicitia Zürich1

 

2013/14LK ZugLK Zug – TV Zofingen27:17
2012/13Spono NottwilSpono Nottwil – Basel Regio23:21
2011/12LC Brühl St. GallenLC Brühl – Yellow Winterthur30:24
2010/11Spono NottwilSpono Nottwil – LC Brühl25:24
2009/10LC Brühl St. GallenLC Brühl St. Gallen – SG Basel Regio29:16
2008/09LC Brühl St. GallenLC Brühl St. Gallen – TSV ST. Otmar St. Gallen35:16
2007/08LC Brühl St. GallenLC Brühl St. Gallen – TSV St. Otmar St. Gallen31:23
2006/07TSV St. Otmar St. GallenTSV St. Otmar St. Gallen – LK Zug24:23
2005/06LC Brühl St. GallenLC Brühl St. Gallen – Spono Nottwil24:21
2004/05ZMC Amicitia ZürichZMC Amicitia Zürich – LK Zug31:30
2003/04LC Brühl St. GallenLC Brühl St. Gallen – LK Zug26:21
2002/03LC Brühl St. GallenLC Brühl St. Gallen – LK Zug31:15
2001/02LC Brühl St. GallenLC Brühl St. Gallen – TSV St. Otmar St. Gallen27:23
2000/01Spono NottwilSpono Nottwil – TSV St. Otmar St. Gallen35:26
1999/00TSV St. Otmar St. GallenTSV St. Otmar St. Gallen – Spono Nottwil27:25

Die Brühler Geschichte

Die Anfänge des Frauenhandballs

Kaum jemand weiss, dass Handball ursprünglich ein Spiel war, das zuerst von Frauen gespielt wurde. Neben einigen Ballspielen in grauer Vorzeit, u.a bei den Chinesen, kann man als Vorläufer das „Heisersche Torballspiel“ bezeichnen, welches bereits 1907 in Deutschland gespielt wurde. 1917, drei Jahre früher als bei den Herren, wurde Handball in seiner heutigen Form in Berlin durch Frauenmannschaften ausgetragen. Lange, sehr lange dauerte es, bis dieses Spiel für Frauen auch in der Schweiz eingeführt wurde. 1947 erfolgte die Gründung des DHC Zürich und 1952 entstand als zweiter Verein in der Schweiz aus den Reihen der LAS Brühl der DHC St. Gallen, wie zuerst der Name lautete. Spielgelegenheiten waren anfangs rar. Ausser Freundschaftsspielen und Turnierbesuchen – meist im benachbarten Ausland – waren keine Möglichkeiten vorhanden.

1968/69 wurde erstmals eine inoffizielle Schweizer Meisterschaft gestartet. Acht Mannschaften nahmen daran teil. Mit der Einführung des offiziellen Meisterschaftsbetriebes im Jahre 1969 wurde der Frauenhandball in unserem Verein ernsthaft betrieben und regelmässig trainiert. Damit begann eine geradezu beispiellose Siegesserie. Die erste Mannschaft blieb 8 Jahre in der Meisterschaft unbesiegt und gewann in der Schweiz alles, was es zu gewinnen gab. Ab 1969 bis 1977 wurde in ununterbrochener Reihenfolge der Schweizermeistertitel errungen: 8x in der Halle, 3x im Kleinfeld, 3x im Sommerpokal.

In der Saison 1970/71 wurde dann erstmals im Europacup mitgespielt. Der Gegner hiess Dimitrov Sofia. Auch in den Saisons 1973/74 (gegen Spartak Kiew) und 1976/77 (gegen Idem Hellas Den Haag) beteiligten sich die Brühlerinnen am Europacup. Trotz der hohen Niederlagen lohnte sich das Abenteuer, zumal die Publizistik für den Frauenhandball in der Schweiz ausserordentlich gross war. So sahen z.B. 1000 ZuschauerInnen das Spiel gegen die Russinnen, welches in der Steinachhalle ausgetragen wurde.

Paul Spiess, Pionier des Frauenhandballs

Spricht man vom Brühler Frauenhandball, ja vom Schweizer Frauenhandball allgemein, so ist ein Name nicht wegzudenken: Paul Spiess. Hier ein Kurzabriss von Paul\\\\\\\\\\\\\\\’s Laufbahn im LC Brühl:

  • 1950 beteiligte sich Paul an einem Handballspiel der damaligen Leichtathletik-Sektion Brühl (LAS) auf dem Grosssfeld
  • 1951 erfolgte Pauls Eintritt in die LAS des SC Brühl
  • 1952 – 61 war er Spielertrainer des Herrenhandballteams und zugleich Trainer des Damenhandballclubs St. Gallen (DHC)
  • 1960 – 65 war er Vizepräsident
  • 1965 – 70 hatte er das Amt des Präsidenten inne
  • 1970 wurde Paul zum Ehrenmitglied gewählt
  • 1969 – 1979 gewann er als Trainer der ersten Damenmannschaft 11mal den Meistertitel
  • 1978 – 86 war er Präsident der Handballabteilung und zugleich Trainer von Juniorinnenteams
  • 1982 – 86 war er Mitglied des Zentralvorstandes des Schweizerischen Handballverbandes (SHV)
  • 1986 wird er zum Ehrenmitglied des SHV

In den verschiedenen Funktionen, die Paul ausübte, hat er immer wieder wegweisende Projekte initiert, wie z.B. das Klubblatt Kontakt, die Gönnervereinigung, de schnällscht Sanggaller und den LCB-Cup.

Paul Spiess war nicht nur der eigentliche Vater des Brühler Frauenhandballs, sondern des Schweizer Frauenhandballs generell. Was 1952 als Nebenjob mit dem DHC St. Gallen begann, sollte ihn bis zum Lebensende nicht mehr loslassen. In dieser Zeit wuchs die Zahl handballspielender Mädchen und Frauen von 100 auf fast 6000 an. Für Paul Spiess waren schon damals unkonventionelle Lösungen kein Problem. So spielte er z.B. mit der ersten Mannschaft eine Saison lang mit einer Spezialbewilligung an der südbadischen Kleinfeldmeisterschaft mit. 1968 wurde dann auf seine Initiative hin die erste inoffizelle Schweizer Meisterschaft durchgeführt. Ab jetzt nannte sich das Team LC Brühl. In der ersten Mannschaft spielten fast ausschiesslich Leichtathletinnen. Paul setzte auf die gute körperliche Ausbildung und vor allem auch auf den Brühler Geist.

Die Erfolge liessen nicht lange auf sich warten. Meistertitel reihte sich an Meistertitel. Doch auch in den Zeiten der grössten Erfolge blieb Paul immer realistisch. Ihm war bewusst, dass Erfolge auch zur Gewohnheit werden können und Gewohnheit stumpft ja bekanntlich ab. Deshalb suchte er immer wieder nach neuen Wegen, um die Spielerinnen zu motivieren.

1986 wurde auf Pauls Initiative der LCB-Cup, das internationale Frauenhandballturnier zwischen Weihnachten und Neujahr, ins Leben gerufen.

Paul galt aber auch als Initiator der Frauennationalmannschaft, die 1971 ihre ersten Spiele austrug. Trotz Schwierigkeiten und Rückschlägen liess er sich nie vom Weg abbringen, den Frauenhandball konsequent zur fördern.

Auch der Begriff des «Brühler-Geistes» ist untrennbar mit Paul verbunden. «Brühler-Geist» ist jene Haltung, jene Sportphilosophie, die von einem tiefen Menschenverständnis ausgeht. Kernpunkt ist dabei die Erkenntnis, dass der Mensch, insbesondere die Jungen, ihr Leistungspotential nur optimal entfalten können, wenn sie in eine solidarische Gemeinschaft eingebunden sind. Die sportliche Leistung ist dabei ein wichtiger Motivator. Der Sport allein ist aber nie in der Lage, ein Leben auszufüllen. Ebenso wichtig wie nackte Zahlen und Erfolgsmeldungen sind zwischenmenschliche Kontakte, ist der Mensch, der nicht zu kurz kommen darf.

Der LC Brühl Handball stände ohne Paul Spiess , der im Juni 2001 verstorben ist, nicht da, wo er heute noch steht, nämlich an der Spitze des Schweizer Frauenhandballs.

Erfolgreiche Jahre: 1978 - 1980

Die Erfolgsserie der Brühler Handballerinnen riss nicht ab. Zu den bereits errungenen acht Schweizer Meistertitel kamen drei weitere dazu. wobei es den Brühlerinnen 1978 zum siebten Male gelang, den Titel ohne Punktverlust zu holen. Die Titel neun und zehn konnte man wohl noch voraussagen und sie kamen somit auch nicht unerwartet. Eher überraschend, dafür aber um so erfreulicher war der elfte Titelgewinn. Im Zuge eines Neuaufbaus hatte man diesen im Vorfeld der Meisterschaft keineswegs erwarten können. Die Abgänge einiger routinierter Spielerinnen schienen zu schwer zu wiegen. Doch eine hervorragende Rückrunde brachte den Brühlerinnen doch noch den kaum für möglich gehaltenen Titel.

Mittlerweilen umfasste die Handballabteilung etwa 200 Mitglieder, davon 150 Mädchen. Diese Zahlen bringen wohl deutlich genug zum Ausdruck, dass die Förderung des Nachwuchses seit jeher ein Hauptanliegen war. So schafften auch immer wieder junge, talentierte Spielerinnen den Sprung in die erste Mannschaft.

Brühl muss Vormachtstellung an Basel abtreten: 1981 - 1986

1981 war es erstmals an der Brühler Konkurrenz zu jubeln. Nach einer hart umkämpften Meisterschaft musste sich Brühl dem RTV Basel geschlagen geben. Mit ein Grund dafür dürfte auch die Tatsache gewesen sein, dass die Brühlerinnen insgesamt vier Europacupeinsätze hatten. Nicht nur die Spiele selber, sondern auch das ganze Drum und Dran hatten einiges an Substanz gekostet. Nach elf Titel musste man somit erstmals einem Konkurrenten den Vorrang lassen. Entsprechend gross war natürlich die Enttäuschung, auch wenn man sich fairerweise eingestehen musste, dass die Baslerinnen den Titel verdient gewonnen hatten, da sie unter anderem auch die Direktbegegnungen gewannen. Trotz der Tatsache des verpassten Meistertitels konnte die Handballabteilung aber ein positives Jahresfazit ziehen, da die übrigen zehn Teams mit zum Teil sehr guten Leistungen aufwarteten.

Basel behielt die Vormachtstellung noch weitere fünf Jahre, wobei der RTV Basel auf total zwei, der ATV Basel auf total vier Titel kam.

Brühl wieder auf der Erfolgsstrasse: 1987 - 1997

Der Weg ganz zurück zur Spitze war hart, doch 1987 zahlte sich dann die seriöse Arbeit, die der LC Brühl in den vergangenen Jahren auf allen Stufen betrieben hatte, wieder aus. Der lang ersehnte zwölfte Titel wurde Tatsache, wobei den Brühlerinnen einmal mehr das Kunststück gelang, eine ganze Saison ohne einen einzigen Punktverlust zu bleiben. Der zwölfte Titel war der Auftakt zu einer weiteren Brühler Siegesserie. Der LC Brühl war in den nächsten zehn Jahren das Mass aller Dinge. Den Gegnerinnen blieb fast immer nur das Nachsehen und sie mussten die Überlegenheit der St. Gallerinnen neidlos anerkennen. 1990 und 1992 – 1994 konnten die Titel gar wieder verlustpunktlos erspielt werden.

Aber auch in der Euphorie der erneuten grossen Erfolge wurde beim LC Brühl die Nachwuchsarbeit konsequent auf höchstem Niveau weiter betrieben. Man war sich der Tatsache bewusst, dass es zwar vor allem die erste Mannschaft ist, die im Rampenlicht steht, dass die Basis der Erfolge aber im Nachwuchsbereich gelegt wird. Mittlerweilen war auch der Ansturm bei den Schülern und Junioren so gross, dass man die Grundsatzentscheidung fällen musste, das Schwergewicht ausschiesslich auf den weiblichen Bereich zu legen.

Die erneute Dominanz des LC Brühl hatte aber auch seine Kehrseiten. Die Meisterschaften verkamen beinahe zur Farce, so dass das Interesse daran je länger je mehr nachliess. Was zählten, waren nur noch internationale Erfolge. Auf internationalem Parkett konnte und kann aber nur bestehen, wer immer wieder gefordert wird und Spiele auf hohem Niveau austragen kann. Trotzdem gelangen den Brühlerinnen an internationalen Turnieren, aber auch im Europacup immer wieder sehr beachtliche Resultate.

Brühl in der Rolle des Verfolgers: 1998 - 2001

Nach insgsamt 22 Meitertiteln brachen für de LC Brühl dann wieder härtere Zeiten an. Aufgrund interner Differenzen kam es 1997 zu einigen Abgängen. Der TSV St. Otmar konnte davon profitieren und kam 1998 zu seinem ersten Meistertitel bei den Frauen. Auch in den folgenden drei Jahren gelang es den Brühlerinnen nicht, den Titel wieder in die eigenen Reihen zurück zu holen. Obwohl sie immer im Titelrennen mit dabei waren, mussten sie nochmals dem TSV St. Otmar und dann noch zweimal Spono Nottwil den Vorrang lassen.

Erfolgreiches Jubiläumsjahr: 2002

Captain Katja Rombach mit dem Cupsieger Pokal
Captain Katja Rombach mit dem Cupsieger Pokal

Das Timing für die Rückkehr auf die Erfolgsstrasse hätte nicht idealer sein können. Pünktlich zum 75-Jahr Jubiläum holte sich die erste Mannschaft nicht nur den Meistertitel, sondern zugleich auch noch den Sieg im Schweizercup.

Aber auch bei den Juniorinnen konnten die Früchte der intensiven Arbeit geerntet werden. In allen Juniorinnenkategorien gingen nämlich die Meisterpokale in die Hände der Brühler Teams. So kann die Saison 2001/02 getrost als die mit Abstand erfolgreichste in der Geschichte der Handballerinnen des LC Brühl bezeichnet werden.

Trotz dieser Erfolge ist sich der LC Brühl aber nach wie vor bewusst, dass es fatal wäre, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Nur bei einer Weiterführung der konsequenten Arbeit im Leistungs-, Nachwuchs- und Breitenbereich ist es möglich, dass der Erfolgsgeschichte der Brühler Handballerinnen weitere Kapitel hinzugefügt werden können.

Ein weiteres Kapitel der Erfolgsgeschichte 2003

Gehofft hatten es viele, doch Erfolge sind bekanntlich nicht programmierbar. Auch im Jahre eins nach dem 75-Jahr Jubiläum konnten die Handballerinnen der Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen.

Der ersten Mannschaft gelang dabei das Kunststück, gleiche beide Titel erfolgreich zu verteidigen, d.h. der LC Brühl gewann erneut die Meisterschaft und den Schweizer Cup.

 

In der ältesten Juniorinnenkategorie (U19) war der Titel umkämpft wie noch selten. Nach Beendigung der offiziellen Meisterschaftsspiele standen der LC Brühl und Spono Nottwil punktgleich an der Tabellenspitze. Der Titel wurde deshalb in zwei Entscheidungsspielen zwischen diesen beiden Teams ausgemacht. Für einmal zogen die Brühlerinnen den Kürzeren und mussten mit dem Vizemeister vorlieb nehmen.

Eine klare Angelegenheit war hingegen der Titel bei den U17 Juniorinnen. Die Brühlerinnen gaben während der gesamten Saison keinen einzigen Punkt ab und hatten am Schluss ein Torverhältnis von plus 400. Souveräner ist wahrscheinlich noch keine Mannschaft Schweizer Meister geworden.

Bei den U15 Juniorinnen spielte die beste Mannschaft aufgrund ihrer Spielstärke in der deutschen Meisterschaft mit. Sie hätte in der Schweiz wohl kaum einen ebenbürtigen Gegner gefunden.

Das Jahr der Veränderungen 2004

Auch die Saison 2003/04 war eine durchwegs gelungene Saison. Im Vergleich zum Vorjahr kam es innerhalb der Mannschaft zu einigen Veränderungen und die Mannschaft wurde stark verjüngt. Auch im Trainerbereich kam es zu einem Wechsel. Vroni Keller übernahm das Traineramt, Marc Iten konnte als Assistenztrainer gewonnen werden.

Aufgrund der Veränderungen wurden die Ziele weniger hoch angesetzt als im Vorjahr. Doch siehe da, die Mannschaft zeigte schnell einmal, dass sie das Potential hatte ganz vorne mit zu spielen. Am Ende stand sie als Vizemeister da – und dies nach zwei überaus attraktiven und spannenden Finalpartien gegen den erstmaligen Meister ZMC Amicitia Zürich – und konnte der Saison mit der erfolgreichen Verteidigung des Schweizer Cups noch das Sahnehäubchen aufsetzen.Aber auch im Nachwuchsbereich konnte man erneut die Früchte seriöser Arbeit ernten. Die U19 Inter Juniorinnen holten sich den auf souveräne Art und Weise den Schweizer Meistertitel. In den Alterskategorien U17 und U15 nahm man mit den besten Teams wieder an der deutschen Meisterschaft teil. Vor allem die U17 Juniorinnen zeigten dabei auf, dass sie im Stande waren auch mit den stärksten Teams mitzuhalten.

Brühler Nachwuchs ist Top 2005

Tamara Knöpfel, U19I CH-Meister
Tamara Knöpfel, U19I CH-Meister

Die Saison 2004/05 wurde mit einer extrem jungen Mannschaft angegangen. Und das junge Team mußte zu Beginn der Saison gewaltig Lehrgeld bezahlen. Einsatz und Wille stimmte zwar und auch die spielerischen Fortschritte waren erkennbar, aber die mangelnde Routine machte sich in einigen äußerst knappen Niederlagen bemerkbar. Doch Trainerstab und Vereinsführung behielten die Ruhe und gaben so der Mannschaft den notwendigen Rückhalt. Das Vertrauen zahlte sich dann in der zweiten Saisonhälfte aus. Der LC Brühl startete zu einer eindrücklichen Aufholjagd und konnte sich zum Schluß der Qualifikationsrunde noch den letzten Playoff-Platz sichern. In den Playoffs mußte man sich dann aber in zwei spannenden und hart umkämpften Partien dem späteren Meister TSV St. Otmar geschlagen geben. Im Cup scheiterte das Team von Vroni Keller / Marc Iten im Viertelfinale am amtierenden Meister ZMC Amicitia Zürich.

Im Nachwuchsbereich konnten einmal mehr Medaillen gesammelt werden. Die U19 Inter Juniorinnen verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Die U17 Inter Juniorinnen durften sich am Ende der Saison über die Silbermedaillen, bzw. den Vizeschweizer Meister freuen. Und einmal mehr zeigte die stärkste U15 Mannschaft, die an der deutschen Meisterschaft teilnahm, gute Leistungen und holte sich den Titel eines Landesmeisters.

Das Jahr der Bewährung 2006

Vicky Theodoridis, Captain mit dem Cup-Pokal

Bei den Juniorinnen holte sich das U17-Inter verdient den Schweizer Meistertitel.

Bei den Aktiven gab es zudem noch einen Aufstieg zu bejubeln. Das 2. Liga Team setzte sich erfolgreich gegen alle Mitkonkurrentinnen durch und schaffte souverän den Aufstieg in die 1. Liga.

Der 25. Meistertitel 2007

Meisterinnen unter sich: Luzia Bühler, Vicky Theodoridis, Saksia Lang
Meisterinnen unter sich: Luzia Bühler, Vicky Theodoridis, Saksia Lang

Vor der Saison 2006/07 wurde der LC Brühl als hoher Meisterschaftsfavorit gehandelt. Doch der Saisonbeginn verlief alles andere als optimal. Die Mannschaft und das Umfeld liessen sich aber nicht beirren und gingen den eingeschlagenen Weg konsequent weiter.

Im Cup musste man sich im Achtelfinale dem späteren Sieger TSV St. Otmar nach einer ausgeglichenen Partie mit nur einem einzigen Tor geschlagen geben. Diesen Titel musste man also frühzeitig abschreiben.

Bereits am LCB-Cup, der traditionsgemäss zwischen Weihnacht und Neujahr statt fand, konnte die Mannschaft dann aber ihre Fans mit hervorragendem Handball überzeugen. In der Folge gelang es dem Team diesen Schwung mit in die Meisterschaft zu nehmen. Die Playoff-Teilnahme war schon bald einmal gesichert. In den Halbfinals traf man auf den LK Zug, gegen den man aus dem Vorjahr noch eine offene Rechnung zu begleichen hatte. Ein gutes Spiel in St. Gallen, eine schwache Leistung in Zug und eine Superleistung in der entscheidenden dritten Partie vor heimischer Kulisse: die Finalteilnahme war der verdiente Lohn.

Gegen Nottwil mussten die Brühlerinnen auch wieder zuerst auswärts antreten. Zur grossen Freude der vielen mitgereisten Fans konnte Brühl mit 1:0 in Führung gehen. Im Heimspiel war alles vorbereitet für die grosse Meisterfeier. Die Kulisse und alles stimmte: doch der Druck war dann wohl zu gross. Spono konnte zum 1:1 ausgleichen und hatte nun alle Vorteile auf seiner Seite. Doch im dritten Spiel, welches wiederum in Nottwil statt fand, liessen die Brühlerinnen ihre Anhänger, die erneut in grossen Scharen mitgereist waren, nicht lange zittern.

Es wurde – aus Brühler Sicht – ein Handballfest sondergleichen. Der LC Brühl holte sich auf souveräne Art und Weise den 25. Titel in der Vereinsgeschichte, der nach der Saison auf dem Marktplatz in St. Gallen nochmals gebührend gefeiert wurde.

U19 Inter: Überlegener Schweizermeister 2007

Im Nachwuchsbereich konnten die U19 Inter Juniorinnen den Schweizer
Meistertitel holen und das U17 Inter konnte sich über die
Bronzemedaille freuen.

Grosse Ziele 2008

Von allen gejagt und doch nicht zu bremsen - Brühl holt den Cup und Meistertitel nach St.Gallen
Von allen gejagt und doch nicht zu bremsen – Brühl holt den Cup und Meistertitel nach St.Gallen

Mit grossen Zielen ging die erste Mannschaft in die Saison 2007/2008. „Double“ hiess nämlich das Losungswort. Wie ernst es dem Team mit diesem Ziel war, erfuhren die Gegnerinnen schon bald. Brühl startete einen Siegeszug und schien fast unbezwingbar.
Auch am Stadtwerk-Cup vermochten die Grün-Weissen zu überzeugen. Dann aber kam ein kleines Tief mit zwei Niederlagen in Folge. Doch dadurch liess sich kaum jemand aus dem Konzept bringen.

Bereits Ende März konnten die Brühlerinnen den ersten Teil ihres Traums wahr machen. Beim Final Four besiegten sie im Halbfinal Spono Nottwil nach einem hochstehenden und spannenden Spiel und auch der Finalgegner TSV St. Otmar Handball Frauen musste die Überlegenheit des LC Brühl anerkennen.

Zeit zum Feiern blieb jedoch nicht viel, denn bereits eine Woche später stand das erste Playoff-Halbfinalspiel auf dem Programm, wobei es wie im Cupfinal zum Stadtderby kam. Im ersten Spiel hatten die Brühlerinnen noch einige Probleme und mussten über die Verlängerung gehen, doch in der zweiten Begegnung zeigten sie ihre wahre Stärke und siegten souverän. Im anderen Halbfinal setzte sich Spono Nottwil gegen den LK Zug durch, so dass es im Finale zur gleichen Paarung wie schon im Vorjahr kam. Und die beiden Teams machten da weiter, wo sie vor einer Saison in den Finalspielen aufgehört hatten, nämlich mit Auswärtssiegen. Spono gewann das erste Spiel in St. Gallen, Brühl gelang in Nottwil – knapp, aber verdient – der Ausgleich. Um Meister zu werden musste der LC Brühl also die Serie der Auswärtssiege durchbrechen. Und dies gelang dem Team von Vroni Keller und Jürgen Fleischmann auf eindrückliche Art und Weise. Der LC Brühl holte sich somit den 26. Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Auch im Nachwuchsbereich trumpfte der LC Brühl auf. Die U19 Inter Juniorinnen wurden Schweizer Meisterinnen und die U17 Inter Juniorinnen konnten sich über die Bronzemedaille freuen. Bei der erstmals ausgetragenen U15 Inter Meisterschaft liess sich der LC Brühl als erster Meister in die Geschichtsbücher eintragen und die U15 Regio Juniorinnen holten sich den Ostschweizer Meistertitel. Die U15 Deutschland Juniorinnen rundeten die Erfolgsbilanz mit einer hervorragenden Klassierung ab.

Immerhin der Cup 2010

Brühl holt in dieser Saison den Cupsieg...

Aufgrund der Einsätze in der Champions League Qualifikation Anfang September musste der Saisonaufbau anders geplant werden als normal. Auf europäischer Ebene vermochte der LC Brühl dann auch zu überzeugen und erreichte die zweite Runde in der Champions League Qualifikation, doch auf nationaler Ebene lief es alles andere als rund. Und so kam es, dass die Saison für den LC Brühl schon früh beendet war, machten doch die beiden Innerschweizer Vereine LK Zug und Spono Nottwil im Playoff-Final den Titel unter sich aus. Immerhin konnten sich die Brühlerinnen über den Sieg im Schweizer Cup freuen.

Auch bei den Juniorinnen mischte der LC Brühl einmal mehr ganz vorne mit. Am erfolgreichsten waren die U19 Inter Juniorinnen, die verdient den Schweizer Meistertitel holten.

Zurück im Geschäft 2011

Mit einer hohen Erwartungshaltung ging die erste Mannschaft in die Saison 2010/11. Man wollte den Titel wieder in die Ostschweiz holen und den Cup verteidigen. Das Team liess den Worten denn auch entsprechende Taten folgen und dominierte die Meisterschaft geradezu. Dem Double schien nichts im Wege zu stehen. Doch beim Final Four um den Schweizer Cup fand die Mannschaft im Finale nie so richtig ins Spiel und musste völlig überraschend den Titel Spono Nottwil überlassen. Um so motivierter war das Team dann im Playoff-Finale gegen den gleichen Gegner. Auf souveräne Art und Weise holte sich der LC Brühl den Schweizer Meistertitel, den 28. in der Verereinsgeschichte!

Meisterbild mit prominentem Gratulant: Victor RöthlinFür einmal blieben die Juniorinnen ohne Titel. Die U19 Inter Juniorinnen mussten sich nach zwei ausgeglichenen Partien nur aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore mit dem Vizemeister begnügen. Die U17 Inter Juniorinnen holten sich die Bronzemedaille.

International

Die Geschichte des Europacups

Erstmals nahm der LC Brühl in der Saison 1970/71 am Europacup teil. Zwei klare Niederlagen gegen Wif Georgij Dimitrov Sofia (Bul) bedeuteten bereits nach der ersten Runde das erwartete Ausscheiden.

In den folgenden Jahren nahmen die Brühlerinnen nicht mehr am Europacup teil. Den Verantwortlichen fiel die jeweilige Entscheidung immer wieder schwer, doch schon damals war das finanzielle Risiko einfach zu gross.

1974/75 wurde das Abenteuer Europacup erneut gewagt. Gegen Spartak Kiew (UdSSR) war das Brühler Team chancenlos und unterlag zweimal klar.

Den ersten Punkt im Europacup holten sich die Brühlerinnen in der Saison 1976/77. Gegen Idem Hellas Den Haag NL) resultierte ein 12:12 Unentschieden. Da das zweite Spiel aber mit sieben Toren verloren ging, bedeutete das niederländische Team trotzdem Endstation.

1980/81 kam der LC Brühl im Europacup erstmals eine Runde weiter. Das belgische Team HC Tongeren konnte zweimal knapp besiegt werden, so dass der Einzug in Runde zwei perfekt wurde. Dort fanden die Brühlerinnen in der Mannschaft von Radnicki Belgrad (Yug) aber einen klaren Bezwinger.

In der Saison 1986/87 nahmen die Brühlerinnen dann zum fünften mal am Europacup teil. War es bis anhin der Meister-Cup gewesen, so wollten sie sich nun im Cupsieger-Cup bewähren. In der ersten Runde wurde das luxemburgische Team HC Espérance Rumelange zweimal klar besiegt. Im Achtelfinal traf der LC Brühl auf den schwedischen Vertreter Tyresö Handballsförening Stockholm. Dem ungeheuren Tempospiel der Schwedinnen war man dann aber nicht gewachsen und schied mit zwei klaren Niederlagen aus.

Die belgische Mannschaft von Initia Hasselt beendete in der Saison1987/88 bereits in der ersten Runde alle Brühler Europacupträume. Zwar wurde das Heimspiel klar mit sechs Toren Differenz gewonnen, doch die Hypothek der Auswärtsniederlage (neun Tore Differenz) wog zu schwer.

Ein Jahr später scheiterte der LC Brühl in der ersten Runde nach zwei ausgeglichenen Spielen am italienischen Vertreter Cassano Magnago.

Europacup-Geschichte schrieb der LC Brühl dann aber in der Saison 1989/90. Als erste Schweizer Mannschaft überhaupt konnte er das Halbfinale in einem europäischen Wettbewerb erreichen. Ausschlaggebend für den Weg bis ins Halbfinale war die Heimstärke der Brühlerinnen. Die tolle Europacupstimmung und der grosse Publikumsaufmarsch schien die Brühler Handballerinnen jeweils doppelt zu motivieren. So mussten sie sich auswärts den Gegnerinnen von Union Hollabrunn (A), Zeeman Vastgoed (NL) und Cassano Magnago jeweils geschlagen geben, doch konnten diese Niederlagen vor heimischer Kulisse mehr als wettgemacht werden. Im Halbfinale kam dann gegen den haushohen Favoriten Hypobank Südstadt (A) das Europacup-Aus.

Aufgrund der erfolgreichen Saison 1989/90 erhielten die Brühlerinnen im nächsten Jahr in der ersten Runde ein Freilos. Gegen AZS Wroclaw aus Polen kam es in der folgenden Runde zu zwei hart umkämpften Partien, wobei die Polinnen beide Male knapp das bessere Ende für sich behielten.

Mit zwei klaren Siegen gegen HBC Bascharage (LUX) erreichten die Brühlerinnen in der Saison 1991/92 die zweite Runde, wo sie sich dem deutschen Team TUS Walle Bremen zweimal geschlagen geben mussten, wobei das eine Spiel nur gerade mit einem Tor Unterschied verloren ging.

Auch in der folgenden Saison gelang dem Brühler Team der Einzug in die zweite Runde (zwei klare Siege gegen Hapoel Rishon Le Zion aus Israel). EKS Start Elblag aus Polen erwies sich dann aber als zu stark für die St. Gallerinnen.

Trotz zum Teil beachtlicher Leistungen kamen die Brühlerinnen in den nächsten fünf Saisons nicht mehr über die erste Runde hinaus. Vasas Budapest (H), zweimal Podravka Koprivnica (CRO), Viborg HK (DK) und Larvik HK (N) waren die starken Gegnerinnen, an denen der LC Brühl jeweils scheiterte.

1998/99 gelang dann endlich wieder der Einzug in die zweite Runde. Nach zwei klaren Siegen gegen HB Dudelange (LUX) verlor man dann aber gegen das russische Team Kuban Krasnodar zweimal mit sechs Toren Differenz.

Auch in der nächsten Saison beendete Kuban Krasnodar die Brühler Europacup-Träume, nachdem die Brühlerinnen in der ersten Runde RK Skopje (MAZ) ausgeschaltet hatten.

In der folgenden Saison verzichtete der LC Brühl auf eine Europacup-Teilnahme, da sich die Mannschaft im Neuaufbau befand.

Doch bereits ein Jahr später hatte sich das Team so gefunden, dass man sich wieder zu einer Teilnahme entschloss. Einmal mehr konnte die zweite Runde erreicht werden. Initia Hasselt aus Belgien war den Brühlerinnen in Runde eins alles andere als ein ebenbürtiger Gegner, während sich in Runde zwei die kroatische Mannschaft von Podravka Vegeta einmal mehr als zu stark erwies.

In der Saison 2002/03 konnten sich die Brühlerinnen in der ersten Runde gegen das holländische Team Zeeman Vastgoed SEW durchsetzen. Das starke deutsche Team von Bayer Leverkusen bedeutete dann aber Endstation in Runde 2.

Kaum zu glauben, aber wahr! In der Saison 2003/04 hiess der Gegner in der Qualifikation zur Champions League einmal mehr Podravka Vegeta. Das Ausscheiden war also einmal mehr vorprogrammiert. Als Verlierer wurde man dann noch dem EHF-Cup zugeteilt, wo man knapp gegen ZRK Knjaz Milos ausschied.

Auch in der Saison 2004/05 war das Abenteuer Europacup für den LC Brühl schnell beendet. Im Cup der Cupsieger kam das Aus in der ersten Runde. Das türkische Team Avelsan Ankara erwies sich als zu stark für das extrem junge Brühler Team.

Einen starken Europacup-Auftritt zeigte das junge Brühler Team in der Saison 2005/06. In der ersten Runde konnte das kroatische Team von RK Lipovac Vranjic ausgeschaltet werden und auch in der zweiten Runde behielten die Brühlerinnen gegen RK Olimpik Aerodrom Skopie aus Mazedonien klar die Oberhand. Im Viertelfinale traf man auf das isländische Team von Valur Reykjavik, wobei aus Kostengründen beide Spiele in Island ausgetragen wurden. Der Traum vom Halbfinale sollte sich nicht erfüllen, wobei vor allem die mangelnde Routine die Ursache für das Ausscheiden war.

In der Saison 2006/07 starteten die Brühlerinnen im Europacup der Cupsiegerinnen. Gegen das italienische Team HC Teramo 2002 Femminile resultierten zwei Siege (24:18 und 22:18). Doch in der nächsten Runde bedeutete das spanische Team von Akaba BeraBera Endstation für den LC Brühl. Wie schon gegen Teramo wurden aus Kostengründen beide Spiele auswärts ausgetragen, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die Spanierinnen war. Besonders im ersten Spiel waren die Brühlerinnen einer Überraschung sehr nahe und verloren nur mit 30:33. Das zweite Spiel ging dann klar an die Spanierinnen und zwar mit 25:16.

In der Saison 2007/08 nahm der LC Brühl aus Kostengründen nicht an der Champions League teil, sondern am EHF-Cup. In der ersten Runde bekam er das Team von Spes Kefalovrisos aus Zypern zugelost. Es sollte eine Runde werden, die bei den Verantworlichen wohl in die Geschichte eingehen wird, und dies nicht etwa aus sportlicher Sicht. Da man (auch von umliegenden Flughäfen aus) keinen Flug nach Zypern mehr bekam (Herbstferien), schlug man dem Gegner vor, beide Spiele in der Schweiz auszutragen, was dieser ablehnte. Schlussendlich musste dann gar der Europäische Handballverband einschreiten. So fanden dann doch beide Spiele in St. Gallen statt. Eine teure Lösung und eine undankbare Aufgabe für die Teambetreuer, da sich das zypriotische Team neben dem Spielfeld als sehr anspruchsvoll und unangenehm erwies. Auf dem Spielfeld hatte der Gast dann keine Chance gegen die Brühlerinnen. In der zweiten Runde wurde die Mannschaft mit dem „Traumlos“ Byasen HB Elite entschädigt. Die Reise nach Norwegen war für alle ein tolles Erlebnis, auch wenn man gegen die starken Norwegerinnen erwartungsgemäss keine Chance hatte.

In der Saison 2008/09 nahm der LC Brühl an der Champions-League Qualifikation teil. Aufgrund der Gegner, die in der Vierergruppe eingeteilt waren, durfte man sich kleine, aber durchaus berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Doch es war nicht das Turnier des LC Brühl. Mehr noch als mit den Gegnern kämpfte man mit einem Grippevirus, der etliche Leistungsträgerinnen schwächte oder ganz ausser Gefecht setzte. So konnte die Mannschaft ihr wahres Leistungspotential nicht abrufen und musste sich in allen Spielen geschlagen geben. Das bedeutete, dass man im EHF-Cup weiter spielen musste. In der zweiten Runde traf man dort auf das niederländische Team DHW Antwerpen, welches man klar ausschaltete. In der dritten Runde bedeutete das starke polnische Team SPR Asseco BS Lublin Endstation.

In der Saison 2009/10 setzte der LC Brühl einmal mehr einen Meilenstein. Im Champions League Qualifikationsturnier setzte er sich in der ersten Runde durch und zog so in die zweite Qualifikationsrunde, welche dann Endstation bedeutete. Die Brühlerinnen schieden gegen dieVertreterinnen so starker Handballnationen wie Dänemark, Ungarn und Ukraine aus. Weiter ging es in der dritten Runde des EHF-Cup, in welcher der starke schwedische Vertreter IK Sävehof aber eine Nummer zu gross war für den LC Brühl.

In der Saison 2010/11 war das Europacupabenteuer des LC Brühl schnell zu Ende. Im Cup der Cupsieger traf er auf den isländischen Vertreter Fram, gegen den er sich sehr beachtlich schlug, der am Ende aber doch die Oberhand behielt und in die nächste Runde zog.

Für die Saison 2011/12 hatte man sich – wie schon zwei Jahre zuvor – vorgenommen, in die 2. Champions League Qualifikationsrunde vorzustossen. Mit einer unnötig knappen Niederlage im Auftaktspiel gegen Gastgeber Patras und einer allerdings nicht so hoch budgetierten Niederlage gegen den holländischen Meister Dalfsen konnte man sich schliesslich mittels kämpferischer Leistung und Sieg über Lagos aus Portugal auf den 3. Gruppenrang retten. Der vierte Rang hätte im Cup Winner Cup gegen den LK Zug geführt, was aus verständlichen Gründen nicht angestrebt wurde. Die beiden Begegnungen in der 2. Runde des Cup Winner Cups wurden in St. Gallen gegen den Cupsieger Weissrusslands, Gorodnichanka ausgetragen. Leider konnten in beiden Spielen die individuellen Möglichkeiten zu wenig abgerufen werden, weshalb diese Begegnungen das Ende der internationalen Wettbewerbe bedeutet haben.

Obwohl der LC Brühl immer wieder mit ausgezeichneten Spielen und Resultaten im Europacup aufwartet, bedeutet die Teilnahme an den europäischen Wettbewerben für die Handballabteilung auch immer wieder eine Gratwanderung. Denn in all den Jahren hat sich nichts an der Tatsache geändert, dass eine Europacup-Teilnahme ein grosses finanzielles Risiko in sich birgt. Die Verantwortlichen stehen jedes Jahr wieder vor der gleichen schweren Entscheidung. Und trotzdem, die vielen unvergesslichen sportlichen und persönlichen Erlebnisse, die der Europacup immer wieder beschert, sind mit nichts aufzuwiegen.

Die Europacup-Resultate im Überblick

Pogon Baltica Szcezin

JahrGegnerHinspielRückspielBemerkung
1970/71Dimitrov Sofia (BUL)6:138:23
1972/73Spartak Kiew (UdSSR)7:236:19
1976/77Idem Hellas (NL)12:1210:17
1980/81HC Tongeren (BEL)
Radnicki Belgrad (YUG)
10:8
6:28
10:8
10:22
1986/87HC Rumelange (LUX)
Tyresö IF (S)
28:5
12:18
27:13
12:24
1987/88Initia Hasselt (BEL)20:1412:21
1988/89Casano Magnago (I)23:1911:16
1989/90Union Hollabrunn (A)
Zeeman Vastgoed (NL)
Cassano Magnago (I)
Hypobank Südstadt (A)
30:19
22:19
27:19
17:32
21:23
18:20
18:23
14:37
1990/91Freilos
AZS Wroclaw (POL)
19:2219:20
1991/92HBC Bascharage (LUX)
TUS Walle Bremen (D)
34:5
18:19
27:8
18:27
1992/93Hapoel Rishon Le Zion (ISR)
EKS „Start“ Elblag (POL)
32:12
13:21
36:9
25:17
1993/94Vasas Budapest (H)15:3324:26
1994/95Podravka Koprivnica (CRO)18:1918:25
1995/96Podravka Koprivnica (CRO)14:3119:26
1996/97Viborg HK (DK)14:2922:22
1997/98Larvik HK (NOR)25:3021:32
1998/99HB Dudelange (LUX)
Kuban Krasnodar (RUS)
41:19
22:28
32:10
28:34
1999/00RK Skopje (MAZ)
Kuban Krasnodar (RUS)
28:13
24:35
35:15
18:34
2001/02Initia Hasselt (BEL)
Prodravka Vegeta (CRO)
34:17
20:30
32:21
19:29
2002/03Zeeman Vastgoed SEW
TSV Bayer 04 Leverkusen
31:29
19:31
29:20
25:32
2003/04Podravka Koprivnica
ZRK Knjaz Milos
18:42
24:31
22:33
32:31
2004/05Havelsan Ankara (Türkei)40:2935:23
2005/06RK Lipovac Vranjic
RK Olimpik Aerodrom Skopje
Valur Reykjavik
29:16
27:17
21:25
25:24
19:19
27:32
2006/07HC Teramo 02 Femminile (I)
Akaba BeraBera (E)
24:18
30:33
22:18
16:25
2007/08Spes Kefalovrisos (Cyp)
Byasen HB Elite (N)
53:16
40:25
40:26
38:20
2008/09Milli Piyango SK (Türkei)
SKP Bratislava (Slowakei)
HC Sassari (I)
19:36
24:30
19:25
CL Qualifikation
DHW Antwertpen
SPR Asseco BS Lublin (Polen)
40:26
28:34
35:17
19:32
2009/10HC Sassari (I)
ORK Vrnjacka Banja (SRB)
FCK Handbold (DEN)
FTC RightPhone (HUN)
HC Smart (IKR)
29:28
29:21
19:34
21:34
21:30
CL Qualifikation 1CL Qualifikation 2
IK Sävehof (SWE)29:2529:17
2010/11Fram (ISL)25:2625:31
2011/12Ormi Lux Patras (GR)
MizuWaAI Dalfsen (NL)
Gil Eanes Lagos
27 : 26
25 : 40
32 : 30
CL Qualifikation
Gorodnichanka (BLR)36 : 3024 : 27Cup Winners Cup Runde 2
2012/13Viborg (DEN)
Bera Bera Balonmano(Esp)
30:14
23:33
CL Qualifikation 2
HC Gomel (BLR)32:3033:28Cup Winners Cup Runde 2
2013/14Dinamo Volgograd36:2215:36EHF Cup
2014/15Banik Most21:2725:25EHF Cup Runde 2
2015/16Pogon Baltica Szczecin31:2328:19EHF Cup Runde 2
2016/17Issy Paris Hand (FRA)29:2030:23EHF Cup Runde 1

 

 

 

CL = Champions League

Unser eigenes Turnier: Internationaler LCB-Cup

Die Geschichte des LCB Cups

1986 wurde auf Initiative von Paul Spiess der LCB-Cup ins Leben gerufen. Ziel dieses internationalen Handballturniers für Frauenmannschaften war, den Frauenhandball in der Schweiz populärer zu machen. Darüber hinaus war das Turnier, welches zwischen Weihnacht und Neujahr stattfand, eine ideale Gelegenheit für die eigene Mannschaft, sich auf die Rückrunde der Meisterschaft und auf den Europacup-Achtelfinal vorzubereiten. Der erste LCB-Cup wartete mit einem äusserst attraktiven Teilnehmerfeld auf, kamen doch die Teams von RK Lokomotiva Zagreb, Budaprint Szegedi (Ungarn), Sportowj Cracovia (Polen), ES Besançon, VFL Sindelfingen, TSV Dachau und Pallamano Femminile Italiana Macchi nach St. Gallen. Das Turnier was in jeglicher Hinsicht ein voller Erfolg, so dass schnell einmal klar war, dass es nicht das letzte gewesen war. In den folgenden Jahren gelang es dem LC Brühl immer wieder, hoch karätige Mannschaften für den LCB-Cup zu gewinnen.

Stadtwerkcup

So schrieben sich z.B. Hypobank Niederösterreich, Podravka Koprivnica, Lokomotiva Zagreb und Debrecen in die Siegerlisten ein. Das Turnier wurde zur Traditon und fand seinen festen Platz in der Brühler Jahresplanung. Auch nach 16 Durchführungen hat es nichts von seiner Attraktivität verloren. Das einzige, was sich verändert hat, ist der Name. Seit 1999 heisst es nicht mehr LCB-Cup, sondern Pax-Cup. Diese Namensänderung war ein Zugeständnis an den Hauptsponsor, da es ohne dessen Engagement in der heutigen Zeit nicht mehr möglich wäre, ein Turnier dieser Grössenordnung durchzuführen.

1998 bekam dann das «grosse Turnier» eine «kleine Schwester». Nach den Sommerferien wurde erstmals das internationale Juniorinnenturnier, der Celltec-Cup ausgetragen. In den beiden ältesten Juniorinnenkategorien konnten sich die Brühlerinnen an der internationalen Konkurrenz messen und sich ideal vorbereiten auf die im September beginnende Meisterschaft. Zudem wollte man auch im Juniorinnenbereich die internationalen Kontakte pflegen und den Mädchen die Gelegenheit bieten, sich vor heimischen Publikum gegen starke Gegnerinnen zu messen. Auch dieses Turnier ist mittlerweilen schon fast zur Tradition geworden, wird es doch im Jubiläumsjahr bereits zum fünften Mal durchgeführt.