Am vergangenen Samstag empfing das Brühler SPL1 Team im zweitletzten Spiel der Finalrunde den LK Zug. Trotz guter Leistung fehlte den St. Gallerinnen in den Schlussminuten das nötige Quäntchen Glück und sie mussten sich knapp mit 29:30 geschlagen geben.

Die Aufgabe für den Samstag war der Brühler Mannschaft klar: Mit einem Sieg wollte man sich eine komfortable Ausgangslage für das letzte Finalrundenspiel gegen Spono und die darauffolgenden Halbfinalplayoffs verschaffen. Dementsprechend starteten die Brühlerinnen konzentriert, stellen eine kompakte Abwehr und erspielten sich gute Torchancen im Angriff. Daraus resultierte ein 10:6-Vorsprung in der 15. Spielminute. Allerdings patze die Brühler Equipe im Anschluss etwas und leistete sich einige technische Fehler. Dies ermöglichte Zug, bis zur Halbzeitpause auf 15:13 heranzukommen.

Der Beginn der zweiten Spielhälfte war auf beiden Seiten von technischen Fehlern geprägt, trotzdem gelang den Zugerinnen in der 34. Minute der Anschlusstreffer zum 17:16. Im Anschluss verbesserten die St. Gallerinnen aber ihr Spiel und konnten sich in der Abwehr auf ihr Torhüterinnengespann Dokovic/Schlachter verlassen. Gleichzeitig waren es im Angriff Martina Pavic (10 Tore) und Kinga Gutkowska (7 Tore, davon 2 Siebenmeter), die ihre Farben im Spiel hielten. Ab der 43. Minute packten die St. Gallerinnen nach Ansicht der beiden Unparteiischen in der Abwehr etwas zu hart zu und sahen sich just in doppelter Unterzahl. Diese nutzten die Zuger Gäste, um weiter aufzuschliessen und so war die spannende Schlussphase eröffnet. Es schien als könnte die Mannschaft um Headcoach Nico Andersson den Sieg über die Zeit retten, allerdings fehlte den Brühlerinnen kurz vor Spielende die nötige Aggressivität und so glich Zug in der 58. Minute aus (29:29). Celia Heinzer war es, die 30 Sekunden vor Endpfiff zum 29:30 traf und ihr Team jubeln liess. Den St. Gallerinnen ergab sich zwar noch ein letzter Angriff, diesen konnte die Heimequipe aber nicht nutzen und musste sich trotz starkem Auftritt auf sehr ärgerliche Weise mit 29:30 geschlagen geben.

Aufgrund dieser Niederlage rutschen die Brühlerinnen vom ersten auf den zweiten Tabellenrang ab. Trotzdem ist aber noch nichts verloren: Kommenden Samstag bietet sich der Brühler SPL1 die Möglichkeit, mit einem Sieg gegen Spono als Leader in die Halbfinalplayoffs zu gehen. Diese werden im Best-of-3-Modus ausgetragen, wobei jeweils der Tabellenerste gegen den Viertplatzierten sowie das Zweit- und Drittplatzierte Team aufeinandertreffen. Hopp Brühl!

LC Brühl Handball – LK Zug 29:30 (15:13)
St. Gallen Kreuzbleiche – keine Zuschauer – Keiser Daniel / Rottmeier Michael

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Brühl, 2 mal 2 Minuten gegen Zug.

LC Brühl: Dokovic (12 Paraden) / F. Schlachter (1 Parade); Ackermann, Altherr (4), Brunner, Fudge (4), Gutkowska (7/2), Lüscher (1), Pavic (10), M. Schlachter, Schmid (2), Schnyder (1), Simova, Stacher.

LK Zug: Abt (9 Paraden) / Booijink (2 Paraden); Baumann, Cavallari (5), Eugster (4), Heinzer (5/2), S. Hess, D. Hess, Jónsdóttir (2), Kähr (5), Spieler (3), Steinmann (1), Stutz (1/1), Tschamper (4).

(pb) Am kommenden Samstag empfangen die Brühlerinnen im zweitletzten Spiel der Finalrunde das Team des LK Zug. Anpfiff ist um 17:30 Uhr in der St. Galler Kreuzbleiche.

Nach der Nationalmannschaftspause steht für die St. Galler SPL1 die nächste Partie in der Finalrunde an. Die Ausgangslage sieht für den Samstag folgend aus: Brühl steht zurzeit punktegleich (30 Punkte aus 18 Spielen) mit Spono, weist aber ein besseres Torverhältnis als die Luzernerinnen auf und ist deshalb auf dem Leaderplatz positioniert. Der LK Zug nimmt mit 23 Punkten den dritten Rang ein.
Trotz dieses Platzierungsunterschiedes erwarten die Ostschweizerinnen am Samstag kein einfaches Spiel. Zu Beginn der Finalrunde musste sich die Brühler SPL1 gegen Zug mit 35:30 geschlagen geben. Diesen Fehltritt wollen die St. Gallerinnen am Samstag korrigieren. Gleichzeitig will sich die Equipe um Headcoach Nicolaj Andersson mit einem Sieg eine gute Ausgangslage für den weiteren Verlauf der Finalrunde bzw. Halbfinalplayoffs verschaffen und könnte sich mit einem Punktegewinn weiter an der Tabellenspitze etablieren.

Dazu benötigt die Brühler Equipe aber einen konzentrierten und geschlossenen Teamauftritt. Wie immer erwartet das Brühler Trainerduo von der Equipe eine kompakte und aggressive Verteidigung sowie ein konzentriertes Angriffsspiel mit möglichst wenigen technischen Fehlern. Hopp Brühl!

(handball.ch/Marco Ellenberger) Ein osteuropäisches Trio als Gegner für die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft in der kommenden EM-Qualifikation: Die SHV-Auswahl von Nationaltrainer Martin Albertsen trifft nächste Saison auf Russland, Polen und Litauen.

Die Auslosung der EM-Qualifikations-Gruppen für die Saison 2021/22 fand am Donnerstag am Hauptsitz der Europäischen Handball Föderation (EHF) in Wien statt. Die Schweizerinnen waren aufgrund ihrer guten Resultate in den vergangenen Saisons – unter anderem mit der erstmaligen Qualifikation für die Playoffs in der WM-Qualifikation im Jahr 2019 – erstmals im dritten Lostopf gesetzt.

Die sechs Qualifikationsspiele gegen Russland, Polen und Litauen finden zwischen Oktober 2021 und April 2022 statt. Die besten beiden Mannschaften der Gruppe qualifizieren sich für die EHF EURO im November 2022 in Slowenien, Nordmazedonien und Montenegro. Die Schweizer Frauen haben bisher noch nie an einer EM-Endrunde teilgenommen.

(handball.ch/me) Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat sich am WM-Qualifikationsturnier in Minsk den Gruppensieg gesichert. Die Equipe von Trainer Martin Albertsen erkämpfte sich am Sonntag gegen Belarus ein verdientes 25:25 (14:15)-Remis, das in der Endabrechnung aufgrund der höherer Anzahl geschossener Tore zum ersten Platz reicht.

Spielverlauf

Belarus und die Schweiz lieferten sich ein attraktives und umkämpftes Spiel auf gutem Niveau. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und führten früh mit 6:3, doch die Gäste glichen innert fünf Minuten wieder aus. Ab diesen Zeitpunkt setzte sich keine Mannschaft mit mehr als zwei Toren ab, und die Führung sollte in der Folge nicht weniger als achtmal wechseln.

Die 15:14-Pausenführung von Belarus korrigierte die Schweiz direkt nach dem Seitenwechsel mit zwei Toren, ehe das Heimteam bis zur 46. Minute auf 21:19 vorlegte. Dann war wieder die SHV-Auswahl an der Reihe: Mit drei Treffern innert 100 Sekunden gingen die Schweizerinnen mit 22:21 in Führung; nach 55 Minuten lagen sie gar mit 24:22 vorne und schnupperten am Sieg. Belarus schaffte aber tatsächlich noch einmal die Wende zum 25:24. Ein letzter Treffer von Charlotte Kähr und eine letzte Parade von Lea Schüpbach sicherten den Punktgewinn.

Schlüsselspielerinnen
Die agile Schweizer Deckung hielt – in verschiedenen Systemen – als Kollektiv der Physis der Osteuropäerinnen stand. Die Schweiz zeigte denn auch vorab eine starke Mannschaftsleistung, aus der über das ganze Spiel immer wieder einzelne Spielerinnen herausragten. Xenia Hodel war mit neun Treffern beste Torschützin, Malin Altherr (4) zeigte im rechten Rückraum ebenfalls stark auf.

Die nach der Pause eingewechselte Torhüterin Lea Schüpbach fand je länger je besser in die Partie – in der Schlussphase parierte sie gleich mehrfach sehenswert. Mit acht Paraden kam sie auf eine Abwehrquote von 44 Prozent. Zusammen mit den vier Paraden von Manuela Brütsch aus der ersten Halbzeit gewann die Schweiz das Torhüterinnen-Duell.

Der besondere Moment
Die 16-jährige Emma Bächtiger kam in ihrem zweiten Länderspiel erstmals zum Einsatz: Nationaltrainer Martin Albertsen schenkte ihr in der Schlussphase das Vertrauen mit dem klaren Auftrag, auf das Tor zu werfen. Die Spielerin aus der CONCORDIA Handball-Akademie lieferte prompt: Ihr dritter Versuch landete zum 23:22 für die Schweiz im Netz. Davor hatten sich auch die gestrigen Debütantinnen Alessia Riner und Tabea Schmid schon je einen Treffer gutschreiben lassen.

Drumherum
Rund 500 Zuschauer sorgten im weiten Rund der Tschischowka-Arena für eine zurzeit ungewohnte Länderspiel-Atmosphäre. Die Ambiance in der Halle machte das Remis und den Gruppensieg aus Schweizer Sicht noch wertvoller – und natürlich auch ein Stück emotionaler.

Reaktionen

Martin Albertsen (Nationaltrainer): «Wir haben ein Unentschieden gegen ein starkes Heimteam erkämpft. Ich bin überglücklich, dass wir es geschafft haben auch, mit vielen jungen Spielerinnen die Nerven im Griff zu behalten. Klar haben wir Fehler gemacht, aber das ist auf diesem Niveau ganz normal.

Wir haben heute taktisch alles probiert, offensiv und auch in der Deckung. Wir haben viel gewechselt, wir haben unseren jungen Talenten die Spielzeit gegeben, und alle haben super mitgezogen. Am Schluss haben uns etwas die Hände gezittert, als wir realisiert haben, dass wir das Spiel tatsächlich gewinnen können. Das sind aber wichtige Erfahrungen, das gehört zu unserem Prozess.»

So geht es weiter
Die Schweizerinnen haben sich nach 2019 zum zweiten Mal in Folge für die WM-Playoffs qualifiziert. Sie treffen zwischen dem 16. und dem 21. April mit Hin- und Rückspiel auf einen Teilnehmer der EHF EURO im vergangenen Dezember in Dänemark. Die Auslosung der WM-Playoffs findet am Montag am Hauptsitz der Europäischen Handball Föderation (EHF) in Wien statt.

Belarus – Schweiz 25:25 (15:14)
Tschischowka-Arena, Minsk – 478 Zuschauer – Sr. Duplii/Pobedrina (UKR).
Torfolge: 2:0, 3:1, 4:2, 4:3, 6:3 (7.), 7:4, 7:7 (12.), 8:7, 8:9 (15.), 9:10, 11:10, 11:12, 13:12, 15:14; 15:16, 17:16, 18:17, 18:18, 20:18, 21:19 (46.), 21:22 (48.), 22:22, 22:24 (55.), 25:24 (59.), 25:25.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Belarus; keine gegen die Schweiz.
Belarus: Waitulewitsch (6 Paraden)/Hratskewitsch (19. bis 41./3 Paraden)/Kuntsewitsch (ab 55./1 Parade); Schinkaruk (2), Kulak (8), Wasilewskaja (1), Dzijana (2), Kotsina (4/3), Sotnikawa, Kanaval, Hutava (1), Samsonava (2), Achramenka (3), Sivucha, Jelisejewa, Mokat (2).
Schweiz: Brütsch (4 Paraden)/Dokovic (für 1 Penalty)/Schüpbach (ab 31./8 Paraden); Wick (2), Kündig (2), Lisa Frey, Schmid (1), Cavallari, Gautschi (2), Hodel (9/3), Kähr (3), Riner (1), Altherr (4), Noëlle Frey, Eugster, Bächtiger (1).
Bemerkungen: Schweiz ohne Murer, Wyder, Hess (alle verletzt), Heinzer und Amrein (beide überzählig).

(me/handball.ch) Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat sich nach 2019 zum zweiten Mal in Folge für die WM-Playoffs qualifiziert. Sie gewann in Minsk gegen die Färöer Inseln mit 26:18 (14:11). Am Sonntag geht es gegen Belarus um den Gruppensieg; srf.ch/sport überträgt um 14 Uhr live.

Spielverlauf

Es war die erwartet physische und umkämpfte Angelegenheit. Im ersten Länderspiel seit 16 Monaten taten sich die Schweizerinnen etwas schwer, den Tritt zu finden. Nach einer ausgeglichenen Startphase zog die SHV-Auswahl zwar mit vier Treffern in Folge von 6:5 (14.) auf 10:5 (21.) davon, doch die Färingerinnen kämpften sich noch vor der Pause wieder auf zwei Tore heran.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief harzig. Den Schweizerinnen gelangen in zehn Minuten nur zwei weitere Tore. Weil sie sich jedoch defensiv markant steigerten, schafften die Handballerinnen von den Färöer Inseln den Anschluss trotzdem nicht mehr. Mit einem 7:1-Lauf zwischen der 41. und der 52. Minute machte die Schweiz schliesslich den Deckel drauf.

Schlüsselspielerinnen
Kerstin Kündig war mit elf Treffern die beste Torschützin und ging auch kämpferisch als Vorbild voran. Die Verteidigung mit Noëlle Frey und Chantal Wick im Innenblock wurde mit fortlaufender Spieldauer immer stabiler und machte im zweiten Durchgang den Unterschied. Torhüterin Lea Schüpbach gelangen acht Paraden; sie und Manuela Brütsch blieben aber mehrheitlich ohne Glück.

Debütantinnen
Mit Alessia Riner, Tabea Schmid und Emma Bächtiger trugen drei Spielerinnen am Samstag erstmals das Trikot der Nationalmannschaft. Riner gelangen in der ersten Halbzeit zwei sehenswerte Tore, Schmid sammelte erste Länderspiel-Erfahrung; Emma Bächtiger verfolgte ihr Debüt von der Bank.

Drumherum
Die beeindruckende Tschischowka-Arena in Minsk mit ihren knapp 10’000 Sitzplätzen war im Jahr 2014 schon Schauplatz einer Eishockey-Weltmeisterschaft. Für das Spiel zwischen der Schweiz und den Färöer Inseln waren Zuschauer zugelassen; es verloren sich jedoch nicht allzu viele Leute ins weite Rund. Die Atmosphäre kam jener eines Geisterspiels gleich.

Reaktionen
Martin Albertsen (Nationaltrainer): «Man hat heute beiden Mannschaften angemerkt, dass die letzten Ernstkämpfe lange her sind. Die Färöer Inseln haben sich im Vergleich zu gestern gesteigert; das heutige Ergebnis ist für uns darum in Ordnung. Wir sind mit vielen Sachen sehr zufrieden; wir haben uns sehr viele Chancen erarbeitet – allerdings haben wir auch viele Möglichkeiten liegen lassen. Den grössten Teil des Spiels haben wir gefühlt mit verteidigen verbracht. Da mussten wir die Coolness und die Ausdauer jederzeit behalten, und das ist uns mit nur 18 Gegentoren gelungen.

Belarus ist morgen auf dem Papier der Favorit, erst recht weil wir in Minsk spielen. Die Mannschaft ist auf allen Positionen gut besetzt. Wir haben die Rolle des Aussenseiters, und das ist im Vergleich zu heute, wo wir unbedingt gewinnen mussten, eine ganz andere Situation. Wir können die Partie befreit angehen und wollen richtig gut mitspielen.»

So geht es weiter
Die Qualifikation für die WM-Playoffs haben die Schweizerinnen auf sicher. Sie spielen nun am Sonntag um 14 Uhr gegen Belarus um den Gruppensieg; das Spiel ist auf srf.ch/sport sowie in der SRF Sport App live zu sehen. Die Auslosung der Playoffs, die zwischen dem 16. und dem 21. April ausgetragen werden, erfolgt am Montag in Wien. Die SHV-Auswahl von Trainer Martin Albertsen wird auf einen Teilnehmer der EHF EURO im vergangenen Dezember treffen.

Schweiz – Färöer Inseln 26:18 (14:11)
Tschischowka-Arena, Minsk – 67 Zuschauer – Sr. Duplii/Pobedrina (UKR).
Torfolge: 1:0, 2:1, 3:1, 6:4, 6:5 (14.), 10:5 (21.), 10:7, 11:7, 11:9, 13:11, 14:11; 14:12, 16:14 (40.), 20:14 (46.), 20:15, 23:15 (52.), 23:17, 24:18, 26:18.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz; 5mal 2 Minuten gegen die Färöer.
Schweiz: Schüpbach (8 Paraden)/Brütsch (23. bis 40.); Wick (1), Kündig (11/1), Lisa Frey, Schmid, Cavallari (1), Gautschi, Hodel (6/2), Kähr (1), Riner (2), Altherr (1), Noëlle Frey (2), Amrein (1), Heinzer, Bächtiger.
Färöer: Petersen (10 Paraden)/Frimundsdottir (ab 52./3 Paraden); Mortensen (2), Johansen (1), Joensen (1), Brimnes (4/4), Höj, Olsen, Eliasen (2), Weyhe (4), Brandenborg (2), Persson, Poulsen, Sunadottir (2).
Bemerkungen: Schweiz ohne Murer, Wyder, Hess (alle verletzt), Eugster und Dokovic (beide überzählig). Brimnes schiesst Penalty an den Pfosten (1./0:0). Schüpbach hält Penalties von Weyhe (2./0:0) und Brimnes (51./22:15). Hodel schiesst Penalty an die Latte (10./5:4). Kündig schiesst Penalty an den Pfosten (35./14:12). Länderspiel-Debüts von Tabea Schmid, Alessia Riner und Emma Bächtiger.

(pb) Am vergangenen Samstag gastierten die Brühlerinnen im vierten Spiel der Finalrunde beim HSC Kreuzlingen. Dank harter Teamarbeit und dem nötigen Quäntchen Glück siegten die St. Gallerinnen knapp mit 20:21.

Nach der Niederlage von vergangener Woche gegen die Spono Eagles wollte die Brühler Equipe in Kreuzlingen unbedingt punkten. So war den St. Gallerinnen die Nervosität zu Beginn der Partie etwas anzumerken, weshalb sich die Startphase ausgeglichen gestaltete. Brühl stellte zwar eine solide Deckung, agierte im Abschluss aber zu ungenau und scheiterte zu oft an Kreuzlingens Torfrau Nathalie Wörner. Allerdings bekundeten auch die Gastgeberinnen im Abschluss Mühe oder leisteten sich technische Fehler im Angriff. Dies führte dazu, dass die Anzeigetafel zur Halbzeitpause lediglich 7:11 anzeigte.

In der Pausenbesprechung forderte Headcoach Nicolaj Andersson von seiner Equipe vor allem zwei Dinge: Im Abschluss mehr Präzision zu zeigen und sich mit Kampfgeist die zwei Punkte zu holen. Dies gelang der St. Galler Mannschaft zu Beginn der zweiten Spielhälfte nur bedingt. So scheiterten die Brühler Spielerinnen erneut zu oft an der Gegnerischen Torfrau oder machten sich mit technischen Fehlern das Spiel selbst schwer. Beim Stand von 15:16 sah sich die Brühler Trainerbank zu einem Team Time-Out gezwungen. Dieses zeigte aber keine Wirkung und so gelang den Kreuzlingerinnen kurz darauf der Ausgleichstreffer (17:17). Nun setzte die St. Galler Mannschaft aber gekonnt den von Andersson in der Pause geforderten zweiten Punkt um und zeigte im Folgenden eine kämpferische Leistung. Die Abwehr arbeitete nun wieder kompakter und auch das Angriffsspiel schien besser zusammenzustimmen. So erarbeitete sich die Brühler Mannschaft dank viel Wille und Kampfgeist sowie dem nötigen Quäntchen Glück einen 20:21-Sieg. Zur besten Spielerin auf Seiten von Brühl wurde Marina Schlachter ausgezeichnet, die vier Treffer für ihre Farben beisteuerte.

Aufgrund dieses Punktegewinns erobert sich die Brühler Equipe dank einem besseren Torverhältnis als die Spono Eagles den ersten Tabellenplatz zurück. Nun heisst es, während der Nationalmannschaftspause weiter zu arbeiten und sich auf die kommenden letzten zwei Finalrundenspiele vorzubereiten.

HSC Kreuzlingen – LC Brühl Handball 20:21 (7:11)
Kreuzlingen Egelsee – keine Zuschauer – Abalo Sergio/Maurer Philippe

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, eine 2 Minuten gegen Brühl.

Kreuzlingen:
Wörner (15 Paraden)/ Federau; Gulyas (2), Klein, Lischka, Marku (2), Mayer, Novotna (3), Olsovska (1), Rothacker, Singer-Duhanaj, Skoricova (8/4)), Tissekker (3), Weidmann (1).

LC Brühl: Dokovic (10 Paraden) / F. Schlachter; Ackermann, Altherr (5), Brunner, Fudge (1), Gutkowska (3/1), Lüscher, Pavic (3/2), M. Schlachter (4), Schmid (2), Schnyder (1), Simova (2), Stacher.

Am kommenden Samstag trifft die Brühler SPL1 auswärts auf den HSC Kreuzlingen. Anpfiff ist um 16:00 Uhr in Kreuzlingen Egelsee.

Die beiden Teams treffen bereits zum zweiten Mal im Rahmen der Finalrunde aufeinander. Das erste Finalrundenspiel gegen Kreuzlingen konnten die Brühlerinnen Ende Februar nach ausgeglichener erster Spielhälfte mit 30:22 für sich entscheiden. Seither mussten beide Equipen je eine Niederlage einstecken und Punkte lassen.

Für die St. Gallerinnen ist am Samstag, nach der Niederlage von vergangener Woche gegen die Spono Eagles, ein Sieg im Derbyspiel Pflicht. Dies deshalb, da die St. Galler Equipe den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren möchte. Dabei ist die Equipe um Headcoach Nico Andersson vor allem vor Kreuzlingens Rückraumshooterinnen gewarnt und will deren Wurfstärke frühzeitig unterbinden. Um zu punkten, müssen die St. Gallerinnen ihre Abwehrarbeit verbessern und im Angriff ihre Fehlerquote verringern. Weiter wollen die Ostschweizerinnen mit viel Tempo, Teamgeist und Härte aufspielen, um gegen die Kreuzlingerinnen einen Sieg einzufahren. Hopp Brühl!

(handball.ch) Die Schweizer Frauen spielen am 20. und 21. März in Minsk um die Teilnahme an den WM-Playoffs. In der Dreiergruppe mit Gastgeber Belarus und den Färöer Inseln ist mindestens der zweite Platz gefordert. Martin Albertsen hat 18 Spielerinnen nominiert, darunter sieben Legionärinnen.

Der Nationaltrainer muss mit Jennifer Murer und Dimitra Hess verletzungsbedingt auf beide linken Flügelspielerinnen verzichten. Als Ersatz rücken Sabrina Amrein von den Spono Eagles und die 17-jährige Alessia Riner von GC Amicitia Zürich in die Mannschaft. Letztere absolviert ihre Ausbildung in der CONCORDIA Handball-Akademie Frauen im OYM. Mit Kreisläuferin Tabea Schmid vom LC Brühl Handball – sie ist ebenfalls erst 17 Jahre alt – steht eine zweite hoffnungsvolle Spielerin im Aufgebot und damit vor einem möglichen Länderspiel-Debüt.

Der Lehrgang der Frauen-Nationalmannschaft beginnt am Sonntag, 14. März, in Siggenthal mit einem Coronatest. Ab dann befindet sich die Mannschaft in einer Blase ohne Kontakt zur Aussenwelt. Die ganze Woche steht unter den Schutzkonzepten des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV) sowie der Europäischen Handball Föderation (EHF). Die Reise nach Minsk absolvieren die Schweizerinnen mit einem Charterflug.

Am WM-Qualifikationsturnier in Belarus bestreiten die Schweizer Frauen ihre ersten Länderspiele seit November 2019. Die SHV-Auswahl von Trainer Martin Albertsen will sich für die WM-Playoffs qualifizieren; dort würde zwischen dem 16. und dem 21. April ein Teilnehmer der EHF EURO im letzten Dezember als Gegner warten. Die WM-Endrunde findet im Dezember 2021 in Spanien statt.

Kaderliste:
Malin Altherr (LC Brühl Handball, 8 Länderspiele/11 Tore)
Sabrina Amrein (Spono Eagles, 6/6)
Manuela Brütsch (Bad Wildungen/GER, 141/0)
Simona Cavallari (LK Zug, 16/21)
Sladana Dokovic (LC Brühl Handball, 21/0)
Stefanie Eugster (LK Zug, 14/3)
Lisa Frey (Göppingen/GER, 61/131)
Noëlle Frey (Rotweiss Thun, 73/117)
Daphne Gautschi (Metz/FRA, 26/92)
Celia Heinzer (LK Zug, 6/3)
Xenia Hodel (Spono Eagles, 40/130)
Charlotte Kähr (LK Zug, 15/18)
Kerstin Kündig (Thüringer HC/GER, 59/133)
Alessia Riner (GC Amicitia Zürich, 0/0)
Tabea Schmid (LC Brühl Handball, 0/0)
Lea Schüpbach (Bad Wildungen/GER, 20/0)
Chantal Wick (Neckarsulm/GER, 23/21)
Pascale Wyder (Göppingen/GER, 42/39)

Spielplan:

WM-Qualifikation (Phase 1), Gruppe 5

Färöer Inseln – Belarus
Freitag, 19. März 2021, 16.00 Uhr (MEZ)

Schweiz – Färöer Inseln
Samstag, 20. März 2021, 14.00 Uhr (MEZ)

Belarus – Schweiz

Sonntag, 21. März 2021, 14.00 Uhr (MEZ)

Modus: Die beiden besten Mannschaften qualifizieren sich für die Playoffs (Hin- und Rückspiel vom 16. bis 21. April 2021). Die WM-Endrunde findet im Dezember 2021 in Spanien statt.

(pb) Die Brühler SPL1 gastierte am vergangenen Samstag zum Spitzenspiel bei den Spono Egales. Trotz einer ausgeglichenen ersten Halbzeit unterlagen die St. Gallerinnen mit 34:29.

Das Zeil am Samstag war für die Brühler Equipe klar: Mit einem konzentrierten Auftritt wollten sich die St. Gallerinnen die nächsten Punkte in der Finalrunde sichern. So startete die Ostschweizer Equipe gut in die Partie, verteidigte hart und erspielte sich in der Offensive durch geduldiges Angriffsspiel schöne Tore. Allerdings agierte auch das Team der Nottwilerinnen sehr kompakt und temporeich im Angriff, weshalb sich die Mannschaft um Headcoach Nicolaj Andersson ab der 17. Spielminute in doppelter Unterzahl sah. Dies schien den Spielfluss der St. Gallerinnen aber nicht zu stören und die Gäste konnten während dieser Phase einen 8:6-Rückstand auf ein Unentschieden korrigieren. Im Anschluss waren es erneut die Nottwilerinnen, die eine Stärkephase einzogen, wodurch die Brühlerinnen erneut mit 15:12 in Rückstand gerieten. Die Brühler Mannschaft blieb konzentriert, arbeitete gut in der Verteidigung und belohnte sich selbst mit schnellen Kontertreffern. Bis zur Halbzeitpause korrigierten die St. Gallerinnen ihren Rückstand auf 15:14.

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie im gewohnt knappen Stil weiterzugehen. Die Nottwiler Angriffspielerinnen wussten die Brühler Abwehr gekonnt zu umspielen und so rannte das Brühler Team im Folgenden einem 3-Tore-Rückstand hinterher. Die Brühler Verteidigung funktionierte in dieser Phase zu wenig aggressiv und erlaubte den Nottwilerinnen zu viel Freiräume, welches Sponos Rückraumwerferinnen auszunutzen wussten. Auch harzte es im Brühler Angriffsspiel und so wuchs der Nottwiler Vorsprung bis zur 54. Minute auf 30:25 heran. Die St. Gallerinnen kämpften zwar beherzt, in der Defensive musste die Brühler Equipe aber vermehrt Tore hinnehmen und unterlag deshalb mit 34:29. Beste Werferin auf Seiten der St. Gallerinnen war Kathryn Fudge, die mit acht Toren zur besten Brühler Spielerin ausgezeichnet wurde.

Mit diesem Punkteverlust ziehen die Nottwilerinnen punktemässig an den Brühlerinnen vorbei und stossen die St. Gallerinnen vom ersten Tabellenrang. Allerdings weisen die Eagles ein Spiel mehr auf dem Konto auf. Für Brühl bedeutet dies, an der guten Leistung der ersten Halbzeit anzuknüpfen, weiterhin konzentriert zu arbeiten, um sich in der Abwehr wie im Angriff zu verbessern sowie im kommenden Finalrundenspiel gegen Kreuzlingen mit neuem Mut, Kampf und Teamgeist anzutreten. Hopp Brühl!

Spono Eagles – LC Brühl Handball 34:29 (15:14)
Nottwil Kirchmatte – keine Zuschauer – Brunner Arthur/ Salah Morad

Strafen: Vier mal 2 Minuten gegen Spono, drei mal 2 Minuten gegen Brühl.

Spono: Troxler (1 Parade) / Schaller / Ukaj (12 Paraden); Amrein (3), Csebits (4), Decurtins, Emmengegger, Hodel (8/2), Irman (6), Jund, Kashani (1), Ljubas (10), Matter (1), Rakaric, Schardt, Stähelin (1).

LC Brühl: Dokovic (9 Paraden)/ Schlachter; Ackermann, Altherr (2), Betschart (4), Brunner, Fudge (8), Gutkowska (7/6), Lüscher (1), Pavic (4), M. Schlachter, Schmid (1), Schnyder, Simova, Stacher (2).

Am kommenden Sonntag trifft die Brühler SPL1 auf die zweitplatzierten Spono Eagles. Anpfiff ist um 18:00 Uhr in der Nottwiler Kirchmatte.

Das Aufeinandertreffen am Samstag verspricht einiges an Spannung. Im direkten Vergleich zwischen den beiden Teams während der Meisterschaft steht es 1:1, denn zu Beginn der Hauptrunde unterlag Brühl noch gegen die Eagles, revanchierte sich dann aber im Rückspiel in Nottwil mit einer geschlossenen Teamleistung und einem Sieg. Die Nottwilerinnen, die zu Beginn der Finalrunde eine überraschende 35:31-Niederlage gegen den HSC Kreuzlingen einstecken mussten, haben sich mittlerweile mit zwei knappen Siegen gegen Zug (30:29 und 24:25) auf dem zweiten Tabellenrang festgebissen. Das Spiel am Samstag wird deshalb für die St. Gallerinnen umso wichtiger: Mit einem Punktegewinn können die Ostschweizerinnen das Team der Spono Eagles distanzieren, bei einer Niederlage würde Spono punktegleich mit den Brühlerinnen aufziehen.

Für das Team um die Coaches Nico Andersson und Lubomir Svajlen bedeutet dies, eine konzentrierte Mannschaftsleistung mit niedriger Fehlerquote zu zeigen. Auch wollen die St. Gallerinnen eine kompakte Deckung stellen und im Angriff ihre erspielten Chancen konsequent nutzen. Hopp Brühl!