Mittwochabendspiel für die SPL1-Mannschaft

(MS) Mit sechs von sieben Kontrahenten aus der SPL1 hat sich der LC Brühl in der laufenden Saison bereits gemessen. Am Mittwochabend, 27. Oktober, kommt mit dem HV Herzogenbuchsee Gegner Nummer 7 hinzu. Anpfiff in der Kreuzbleiche ist um 19.30 Uhr.

Ausgangslage

Beim Duell Brühl gegen Herzogenbuchsee stehen sich tabellarisch der Zweite und der Siebte gegenüber. Die St. Gallerinnen wurden am vergangenen Wochenende von den Spono Eagles aufgrund der Tordifferenz von Rang 1 verdrängt. Die Oberaargauerinnen feierten ebenfalls am Wochenende ihren ersten Saisonsieg und distanzierten sich auf diese Weise von Schlusslicht GC Amicitia. Während Brühl bislang in fünf von sechs Spielen mindestens einen Punkt einfahren konnte, war der erste Saisonsieg von „Buchsi“ auch gleichzeitig der erste Punktgewinn der laufenden Saison. Ob am Mittwoch noch mehr Zählbares für die Gäste aus dem Kanton Bern hinzukommt, ist fraglich. Die Statistik spricht auf jeden Fall deutlich zu Gunsten der Brühlerinnen: Alle acht Duelle gewann bislang der LCB.

Die Gegnerinnen

Herzogenbuchsee kann traditionell auf eine breite Basis an vereinseigenen Nachwuchskräften zählen, die sie Jahr für Jahr ins Fanionteam einbauen. So figurieren auch in dieser Saison wieder neue, junge Spielerinnen im Kader von Cheftrainer Alex Milosevic, der seit einigen Monaten das Zepter bei den Oberaargauerinnen übernommen hat. Der erfahrene Handballtrainer und ehemalige Spitzenspieler soll dafür sorgen, dass „Buchsi“ den Anschluss nach oben schafft. Helfen soll dabei die frühere Liga-Topscorerin Laura Rotondo, die zuletzt für Thun spielte und für Durchschlagskraft aus dem Rückraum sorgen soll.

Die Brühlerinnen

Zurück aus Polen müssen sich die Brühlerinnen einer Pflichtaufgabe stellen. War das Team von Trainer Nicolaj Andersson im Europacup krasser Aussenseiter, so wechselt nun ihre Rolle hin zum klaren Favoriten. Zwei Punkte gegen die Bernerinnen sind fest eingeplant und das Ziel für den Mittwochabend dementsprechend klar: der vierte Sieg in Serie soll eingefahren werden. Ob die zuletzt angeschlagene Dimitra Hess auflaufen kann, ist noch offen. Da auch Stéphanie Lüscher am linken Flügel weiter fehlt, würden wohl Kinga Gutkowska und Patrizia Brunner Linksaussen einspringen. Weiter nicht mitwirken können Julia Forizs und Mathilde Schaefer.

Live dabei sein

Anpfiff zum vierten Brühler Saisonheimspiel ist am Mittwoch, 27. Oktober, um 19.30 Uhr in Sporthalle Kreuzbleiche in St. Gallen. Wer das Spiel vor Ort verfolgen will, muss am Eingang ein aktuell gültiges Covid-Zertifikat und ein amtliches Ausweisdokument vorweisen. Dadurch entfällt dann aber im Inneren der Halle die Maskenpflicht. Alternativ kann die Partie auch über den Livestream (Link siehe unten) angeschaut werden.

Zum Livestream

Elite-Juniorinnen: Vier Siege am Wochenende

(MS) Das vergangene Wochenende war erneut ein sportlich sehr erfolgreiches für die Brühler Elite-Mannschaften. Alle vier Partien konnten die St. Gallerinnen für sich entscheiden, davon dreimal gegen GC Amicitia Zürich und einmal gegen die HSG Nordwest.

U18: GC Amicitia – LCB 20:24 (9:14)

Zum sechsten Mal in Serie konnten die U18 Juniorinnen des LC Brühl GC Amicitia bezwingen. Am vergangenen Wochenende war es aber resultattechnisch weniger deutlich als noch beim 13-Tore-Erfolg zum Saisonstart. Das lag vorderhand an einer Torflaute der Brühlerinnen in der Schlussviertelstunde. Bis zur 45. Minute hatten die St. Gallerinnen alles im Griff und führten souverän mit 20:13. Am Ende wurde es nochmal ein bisschen spannend, hochverdient war der achte Saisonsieg im achten Spiel aber allemal. Der LCB lag nie in Rückstand, führte nach 16 Minuten bereits mit 8:2 und hatte zeitweise sogar bis zu acht Tore Vorsprung.

Erfolgreichste Torschützinnen: Claire Coker (7/1), Sofia Bechinger (5), Ursina Schnider (5/1).

U16: GC Amicitia – LCB 19:22 (9:11)

Die U16-Juniorinnen setzen ihren Steigerungslauf weiter fort und feierten erneut zwei Siege innert zwei Tagen. Einen echten „big point“ landeten sie beim Spitzenspiel in Zürich bei dem Team, das ihnen die bislang einzige Saisonniederlage zugefügt hatte. Das Rückspiel war eine enge Angelegenheit, mit Vorteilen für GC Amicitia zu Spielbeginn (3:1/10.). Nach Startschwierigkeiten im Angriff klappte das Zusammenspiel vorne aber schnell besser und in Kombination mit einer starken Deckung wendeten die Brühlerinnen bis zur Pause das Resultat zu ihren Gunsten. Nach dem Seitenwechsel duellierten sich die beiden Top-Teams der U16 Elite weiter auf Augenhöhe und beim 19:19 in der 55. Minute war der Ausgang völlig offen, ehe Brühls Torhüterin Larina Bühler mit zwei wichtigen Paraden den Weg zum Sieg ebnete.

Erfolgreichste Torschützinnen: Aurora Bitzi, Lenka Simova (beide 7), Lisa Hardegger (4/1).

U16: Nordwest – LCB 18:37 (9:20)

Bereits einen Tag vor dem Duell in Zürich wurde das seinerzeit abgebrochene Spiel bei der HSG Nordwest nachgeholt. Dank einem starken Auftakt führte Brühl schnell mit 5:1 (6.) und bis zur Pause war die Partie bereits vorentschieden. Obwohl die St. Gallerinnen mit ihrer Leistung nicht vollends zufrieden waren, dominierten sie das Spiel. Dies änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht. Der LCB war den Gastgeberinnen aus der Nordwestschweiz in allen Belangen überlegen und feierte den bislang höchsten Sieg der Saison.

Erfolgreichste Torschützinnen: Aurora Bitzi (12/1), Lenka Simova (9), Dilara Rütsche, Lynn Kohler (je 4).

U14: GC Amicitia – LCB 24:31 (14:17)

Brühl und Zürich lieferten sich in den ersten 18 Minuten ein Kopf-an-Kopf rennen (10:11), ehe es den St. Gallerinnen gelang sich leicht abzusetzen (15:11) und ein kleines Polster mit in die Pause zu nehmen. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel gelang es den jüngsten Brühler Elite-Juniorinnen dann den Grundstein für den Auswärtssieg zu legen. Mit einem 5:0-Lauf setzten sie sich auf 22:14 ab und gaben den komfortablen Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Zwar schafften sie es nicht die zeitweise mehr als zehn Tore betragende Führung zu konservieren, die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang war aber dennoch eindrücklich der Sieg dementsprechend hochverdient.

Erfolgreichste Torschützinnen: Chiara Baumann (8), Valeria Pfründer (6/4), Svenja Kobler (5/1).

LCB-Matchcenter auf handball.ch

European League Rückspiel: Aus gegen Lubin trotz Leistungssteigerung

(MS) Der LC Brühl ist aus der European League ausgeschieden. Die St. Gallerinnen mussten sich nach der Hinspiel-Niederlage am Freitag auch am Samstag MKS Zaglebie Lubin geschlagen geben. Gegen den polnischen Meister gab es im Rückspiel ein 24:33 (13:15).

Spielverlauf

Wie schon am Vortag startete Lubin mit hohem Tempo in die Partie. Da den Brühlerinnen zunächst einige Fehlwürfe unterliefen, lagen sie schnell mit 0:3 in Rückstand. Eine deutlich bessere Verteidigungsarbeit, Nicolaj Andersson setzte von Beginn an auf eine 6:0-Deckung, sorgte aber dafür, dass Brühl den Anschluss wahren konnte. Beim 4:5 nach zehn Minuten hielten die St. Gallerinnen ebenso mit, wie in der Folge beim 9:10 nach 20 Minuten und dem 11:13 nach 26 Spielminuten. Der LCB lag zwar nie in Führung, war beim Seitenwechsel mit einem 2-Tore-Rückstand jedoch voll im Spiel dabei.

Der Start in die zweite Halbzeit verlief dann aber nicht wie gewünscht. Die Brühlerinnen leisteten sich zehn schwache Minuten und wurden in dieser Zeit vom polnischen Meister gnadenlos mit schnellen Gegentoren bestraft. Beim Timeout von Nicolaj Andersson in der 42. Minute stand es 16:24 aus Sicht der Ostschweizerinnen. Angeführt von Kinga Gutkowska, die erneut die erfolgreichste Brühler Angreiferin war (7 Tore), gelang es Brühl aber den Lauf der Polinnen zu stoppen und gleichzeitig wieder Schwung aufzunehmen. Da Lubin bis zum Ende nicht nachliess, konnten die St. Gallerinnen zwischenzeitlich zwar nur bis auf sieben Tore verkürzen. Eine zweistellige Niederlage wie am Vortag konnte jedoch vermieden werden.

Aufgefallen

Der LCB zeigte sich im zweiten Duell mit dem polnischen Meister klar formverbessert und brachte sich nur ob der schwachen zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff um ein deutlich besseres Ergebnis. Die Fehler des Vortags wurden von der Mannschaft angegangen und wesentlich besser umgesetzt als im ersten Aufeinandertreffen. Dank besserem Rückzugsverhalten gegen die Tempogegenstösse und ruhigerem Aufbauspiel gegen die extrem auf Ballgewinn orientierte polnische Abwehr resultierte über 50 Minuten ein attraktives Spiel, obschon das Weiterkommen nach dem deutlichen Hinspielsieg von Lubin bereits klar war.

Personelles

Dimitra Hess ging angeschlagen aus dem ersten Spiel heraus und wurde sicherheitshalber im zweiten Duell nicht eingesetzt. Dafür kam Patrizia Brunner zu ihrem ersten Einsatz für die Brühler SPL1 in der laufenden Saison.

Fazit

In der Addition der beiden Partien zieht Lubin mit 68:43 deutlich in die nächste Runde ein. Das Weiterkommen der Polinnen ist verdient. Für die junge Brühler Mannschaft waren die beiden Auftritte in Polen lehrreiche Minuten, die sie für die Zukunft weiterbringen wird. Erfreulich ist, dass die Ostschweizerinnen die ersten Entwicklungsschritte bereits zwischen den beiden Partien gemacht haben und sich dadurch im Rückspiel teuer verkauften.

Telegramm

MKS Zaglebie Lubin – LC Brühl Handball 33:24 (15:13)
Cuprum Arena, Lubin: 900 Zuschauer
Schiedsrichter: Novikov/Roshkov (Ukraine)
Strafen: 6-Mal Zweiminuten gegen Brühl, 1-Mal Zweiminuten gegen Lubin
LC Brühl Handball: Dokovic (7 Paraden)/Schlachter (1 Parade); Kernatsch (3), Brunner, Pavic (3/1), Ackermann (2), Altherr (3/1), Wolff (2), Tomasini (2), Gutkowska (7), Hess, Cutura, Baric (1), Simova (1).
Bemerkungen: Brühl ohne Forizs, Lüscher und Schaefer (alle verletzt), Hess nicht eingesetzt.

So geht es weiter

Bereits am kommenden Mittwoch, 27. Oktober, steht das nächste Pflichtspiel auf der Agenda. In der Meisterschaft empfangen die Brühlerinnen um 19.30 Uhr in der Kreuzbleiche den HV Herzogenbuchsee.


European League Hinspiel: Lehrstunde für den LC Brühl

(MS) Der LC Brühl hat sein Hinspiel in der 2, Runde der European League verloren. Gegen MKS Zaglebie Lubin kassierten die St. Gallerinnen eine lehrreiche Niederlage. 19:35 (11:22) hiess es am Ende am Freitagabend beim ersten von zwei Duellen gegen den polnischen Meister. Das Rückspiel findet am Samstag um 14 Uhr statt.

Spielverlauf

Lubin begann stark und setzte Brühl von Beginn an mit hohem Tempo unter Druck. Aus der Sicht der Schweizerinnen bedeutete dies ein 0:3-Start sowie ein 3:6 nach acht Minuten, was Trainer Nicolaj Andersson zum frühen Timeout veranlasste. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten seine Spielerinnen keinen Zugriff in der Abwehr bekommen. Die Auszeit bewirkte, dass Brühl fortan defensiv im gebundenen Angriff der Polinnen etwas besser stand, folglich war man in der 13. Minute beim 6:8 auf Tuchfühlung. Technische Fehler in der Offensive, gepaart mit einer aufmüpfigen Deckung von Lubin mit einer herausragenden Torfrau sorgten aber für einen zunehmenden Rückstand. In der 22. Minute betrug die Hypothek bereits acht Tore (8:16) und Trainer Andersson nahm bereits vor dem Seitenwechsel seine zweite Auszeit – dieses Mal ohne Erfolg. Mit der Pausensirene kassierte Brühl das 22. Gegentor und war nach 30 Minuten schon nahezu geschlagen.

Mit Goalie Fabia Schlachter für die keinesfalls enttäuschende Sladana Dokovic gingen die St. Gallerinnen in den zweiten Durchgang. Schlachter drückte der Partie sofort ihren Stempel auf, parierte Würfe im 1-gegen-1 und wehrte auch aus dem Rückraum etliche Bälle erfolgreich ab. Sie lieferte damit ihren Teamkolleginnen eine Steilvorlage für eine Aufholjagd. Allein, gegen die starke polnische Defensive war in verschiedenen Formationen mit unterschiedlichem Personal kein Durchkommen. Am besten gelang dies noch Kinga Gutkowska, die in ihrer Heimat mit fünf Toren die erfolgreichste Werferin der Brühlerinnen war. Nicolaj Andersson setzte in der zweiten Halbzeit besonders viel auf den Youngster-Rückraum um die 18- und 19-jährigen Laurentia Wolff, Mia Kernatsch, Katarina Simova und Malin Altherr, die zahlreiche Erfahrungen sammeln konnten. Die Partie war bei stetig wachsendem Rückstand bereits zu Gunsten von Lubin entschieden.

Aufgefallen

Auf die Brühler Torfrauen war Verlass. Sladana Dokovic und vor allem Fabia Schlachter zeigten ein reifes und abgeklärtes Spiel und wurden ihrer Führungsrolle gerecht. Gemeinsam kamen sie auf die im internationalen Vergleich sehr solide Abwehrquote von 35 Prozent, wobei die in der zweiten Halbzeit eingesetzte Fabia Schlachter besonders über sich hinauswuchs (11 Paraden). Dass sie im Vergleich mit den polnischen Torfrauen dennoch noch weniger Paraden zeigen konnten, verdeutlicht die Überlegenheit der Polinnen. Lubin bestach neben einer wendigen und stark antizipierenden Deckung vor allem im Offensivspiel mit einem besonderen Tempo und einer ausgezeichneten Präzision. Mehrfach spielten die Gastgeberinnen nach einem Ballgewinn in der Abwehr punktgenaue lange Bälle zwischen die Neun- und Sechsmeterlinie der Brühlerinnen auf ihre pfeilschnellen Angreiferinnen, die dadurch ohne Gegenwehr zu einfachen Treffern kamen.

Fazit

Der LCB hat in Lubin seine Grenzen klar und deutlich aufgezeigt bekommen. Eine Überraschung im positiven Sinne wäre nur bei einer Glanzleistung im Rahmen des Möglichen gewesen. Diese Leistung brachten die jungen Brühlerinnen am Freitagabend in Polen nicht aufs Feld. Der erste Europacup-Auftritt, den etliche St. Gallerinnen in Lubin erlebten, wurde so zu einer Lehrstunde. Die Chancen aufs Weiterkommen sind damit auf ein absolutes Minimum gesunken. Oberstes Ziel der St. Gallerinnen ist im Rückspiel die eigene Fehlerzahl zu minimieren und offensiv wie defensiv das eigene Spielsystem besser zum Ausdruck zu bringen.

Stimmen zum Spiel

Nicolaj Andersson (Trainer): „Es war das erwartet schwere Spiel mit einem Gegner, der uns körperlich von Beginn an klar überlegen war. Hinzu kam, dass wir es nicht geschafft haben unser Offensivspiel zu zeigen. Im Angriff haben wir zu viel mit angezogener Handbremse gespielt, was zu vielen technischen Fehlern geführt hat. Uns hat heute das Selbstvertrauen, die Ruhe und die Übersicht gefehlt, um einen zweifelsohne stärkeren Gegner ärgern zu können. Das zweite Spiel muss anders werden. Die Fehler und die Unsicherheiten von Freitag müssen wir am Samstag im Hotel lassen und mit mehr Selbstvertrauen auftreten, um das wahre Gesicht des LC Brühl zu zeigen.“

Telegramm

LC Brühl Handball – MKS Zaglebie Lubin 19:35 (11:22)
Cuprum Arena, Lubin: 860 Zuschauer
Schiedsrichter: Novikov/Roshkov (Ukraine)
Strafen: 3-Mal Zweiminuten gegen Brühl, 2-Mal Zweiminuten gegen Lubin
LC Brühl Handball: Dokovic (5 Paraden)/Schlachter (11 Paraden); Kernatsch (1), Brunner, Pavic (2), Ackermann, Altherr (3/1), Wolff (3/2), Tomasini (2), Gutkowska (5), Hess (1), Cutura, Baric (1), Simova (1).
Bemerkungen: Brühl ohne Forizs, Lüscher und Schaefer (alle verletzt), Brunner nicht eingesetzt.

So geht es weiter

In weniger als 24 Stunden steht das Rückspiel am gleichen Ort auf der Agenda. Am Samstag um 14 Uhr stehen sich die beiden Teams ein zweites Mal gegenüber, ehe es für die Brühlerinnen im Anschluss direkt mit dem Car zurück nach St. Gallen geht.


Herbstcamp 2021: Gelungenes Trainingslager in Appenzell

(MS) Das Herbstcamp 2021 der Brühler Juniorinnen ist Geschichte. Wie in den Jahren zuvor war das gemeinsame Trainieren und gemütliche Beisammensein geprägt von viel Spass, Freude und guter Laune.

Von Samstag bis Mittwoch waren an die 60 Brühler Nachwuchsspielerinnen mit einem Dutzend Betreuerinnen und Trainerinnen und Trainern in der Jugendunterkunft Weissbad in Appenzell zum traditionellen Herbstcamp des LC Brühl. An fünf intensiven Tagen erlebten die Nachwuchshandballerinnen zwei Trainingseinheiten pro Tag und ein abwechslungsreiches Abendprogramm. Während die Trainingseinheiten zumeist in der Stammgruppe stattfanden, wurde beim Rahmenprogramm (unter Einhaltung von Corona-Schutzmassnahmen) zwischen Gross und Klein durchgemischt. Nebst spannenden Spielen mit coolen Preisen, freuten sich die Jugendlichen auch über neue Trikotsätze und das obligatorische Camp-Shirt. Das Wetter machte auch mit und bot den Trainingsgruppen die Möglichkeit viele Einheiten bei Sonnenschein im Freien durchführen zu können samt gemeinsamen Abschlussgrillieren zum Schluss des Camps.

Organisationschefin Andrina Held zog ein positives Fazit: „Die Spielerinnen hatten trotz der intensiven Zeit mit vielen Trainings jede Menge Spass und wir alle hatten eine richtig schöne Zeit in Appenzell. Es hat sich niemand verletzt und alle gehen zwar müde und erschöpft, aber mit einem breiten Grinsen nach Hause.“


Kinga Gutkowska: "Ich freue mich auf meine Freunde und Familie"

(MS) Am Freitag, 22. Oktober, tritt der LC Brühl um 17 Uhr zum ersten von zwei Duellen in der European League gegen MKS Zaglebie Lubin an. Vor dem Duell gegen die amtierenden polnischen Meisterinnen gibt Brühls Legionärin Kinga Gutkowska im Interview einen Einblick auf die kommenden Gegnerinnen aus ihrem Heimatland.

Die beiden Duelle mit Lubin sind die ersten Auftritte, die du im Europacup mit Brühl bestreitest und das dann gleich in deiner Heimat Polen. Wie sehr freust du dich darauf?
Kinga Gutkowska: „Ich freue mich sehr, dass wir eine polnische Mannschaft zugelost bekommen haben. Das gibt mir die Möglichkeit meine Familie zu treffen und gegen einige Freundinnen zu spielen, darauf bin ich sehr gespannt.“

Was kannst du uns über eure Gegnerinnen MKS Zaglebie Lubin sagen?
Kinga Gutkowska: „Sie haben eine sehr starke Mannschaft, wurden letzte Saison nach vielen Jahren wieder Meister und im Kader sind einige polnische Nationalspielerinnen mit Erfahrung auf dem höchsten Niveau. Lubin spielt einen schnellen Handball, bei dem wir sehr aufmerksam und konzentriert sein müssen. Sie sind auch diese Saison wieder die beste Mannschaft in Polen und wir werden einen grossen Kampf abliefern müssen, um gegen sie bestehen zu können.“

Wo steht deine Mannschaft leistungsmässig momentan und wie gross sind die Chancen gegen Lubin weiter zu kommen?
Kinga Gutkowska: „Nachdem wir zwischen der letzten und aktuellen Saison einige Veränderungen im Kader hatten, war es klar, dass wir Zeit brauchen würden, um spielerisch zusammen zu wachsen. Dass wir dann zum Saisonstart einige Verletzungsprobleme hatten, hat es zusätzlich schwer gemacht. Aber wir sind auf einem guten Weg unsere beste Form zu finden. Gegen Lubin wird es aber dennoch sehr schwer werden. Sie sind der klare Favorit. Aber wenn wir mit Herz und Leidenschaft auftreten, haben wir immer die Chance auf den Sieg.“

Lubin liegt im Westen Polens nicht allzu weit entfernt von der deutschen Grenze. Was kannst du uns noch über die Stadt sagen?
Kinga Gutkowska:Lubin ist keine grosse Stadt (71‘000 Einwohner, Anm. d. Red.), dafür aber mit schönem Zentrum und vor allem handballverrückt. Sie haben auf höchstem Level eine Männer- und eine Frauenmannschaft und spielen in einer grossen und modernen Arena. Ich kann mich noch an einige Spiele dort erinnern, bei denen eine sehr gute und emotionale Stimmung gab. Es macht Spass dort zu spielen und ich freue mich auf die Stadt, die Arena und die Leute.“


European League: Zu Gast beim polnischen Meister in Lubin

(MS) Für den LC Brühl Handball gilt es ernst auf europäischem Parkett. Die St. Gallerinnen treffen in der 2. Runde des European Cup auf MKS Zaglebie Lubin aus Polen. Beide Partien werden auswärts beim polnischen Meister ausgespielt. Duell Nummer eins findet am Freitag, 22. Oktober, statt (17 Uhr). Das Rückspiel steigt am Samstag, 23. Oktober, um 14 Uhr. Die Brühlerinnen gehen als Aussenseiterinnen in die zwei Spiele in Polen, wollen aber für eine positive Überraschung sorgen.

Die Ausgangslage

Die 2. Runde in der European League (die 1. Runde wurde nicht ausgespielt) wird nach dem letztjährigen Verzicht aufgrund der Corona-Pandemie der erste Brühler Auftritt im Europacup seit 2019. Gleichzeitig ist es auch der erste Brühler Einsatz in der seit 2020 neu existierenden European League, die den ehemaligen EHF-Cup als zweithöchsten Vereinswettbewerb abgelöst hat. Die 2. wie auch die nachfolgende 3. Runde des Wettbewerbs wird im K.O.-Modus gespielt, bei dem jedem Team ein Heimspiel zusteht und anschliessend die Mannschaft weiterzieht, die mehr Duelle gewonnen hat oder bei Gleichstand das bessere Torverhältnis aufweist. Das erste Duell am Freitag um 17 Uhr ist das offizielle „Heimspiel“ der Brühlerinnen, die ihr Heimrecht aber abgetreten haben und beide Spiele in Lubin absolvieren.

Die Brühlerinnen

14 LCB-Spielerinnen treten am Donnerstagmorgen die Reise nach Polen an. Überraschungen gibt es im Kader von Trainer Nicolaj Andersson nicht. Die Spielerinnen, die bislang in der Meisterschaft aufgelaufen sind, vertreten die Brühler Farben auch in Lubin. Von den verletzten und rekonvaleszenten Spielerinnen ist lediglich Patrizia Brunner mit dabei, die nach überstandener Verletzung und Erkrankung erstmals in dieser Saison einsatzfähig ist. Mathilde Schaefer, Stéphanie Lüscher und Julia Forizs bleiben hingegen in St. Gallen.

Die Gegnerinnen

Mit MKS Zaglebie Lubin treffen die Brühlerinnen auf die amtierenden Polnischen Meisterinnen. Lubin sicherte sich 2021 zum zweiten Mal (nach 2011) in der Vereinshistorie den Meistertitel. Zur nationalen Spitze zählt Lubin aber schon seit vielen Jahren. 13 Mal wurden sie Vizemeisterinnen, darunter durchgängig von 2017 bis 2020. Siebenmal konnten die Polinnen den Cup gewinnen und dies ebenfalls durchgängig seit 2019. In der laufenden Saison konnte Lubin bislang sechs von sieben Spielen gewinnen und liegt damit in der Tabelle auf Rang 1 vor Dauerkonkurrent Lublin (nicht Lubin).

Spielort

Mit dem Car reisen die St. Gallerinnen nach Lubin in den Westen Polens. Die Zielstadt liegt rund 120 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze und umfasst rund 71’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Gespielt wird in der RCS Sportarena, die zu den modernsten Sporthallen-Komplexen Polens zählt und neben dem Frauenhandball fix auch ein Männerhandballteam und einen Volleyballverein beherbergt. In ihrer Funktion als Multifunktionsarena ist sie zudem Austragungsort von Konzerten und weiteren Freizeitaktivitäten. Die Kapazität der Arena liegt bei Handballspielen bei rund 3’700 Plätzen.

Zielsetzung

Die Polinnen, die über einige Nationalspielerinnen verfügen, die in den vergangenen Jahren für ihr Land an der Endrunden gespielt haben, gehen als Favoritinnen in die beiden Spiele. Dies auch, nachdem erst vor wenigen Tagen die polnische Nationalmannschaft der Schweizer Nati die Grenzen aufgezeigt hat unter aktivem Mitwirken einiger Lubin-Spielerinnen. Nichtsdestotrotz wollen die Brühlerinnen eine gute Visitenkarte in Polen abgeben und bereit sein, wenn die Polinnen ihnen Chancen für eine Überraschung bieten.

Live dabei sein

Beide Partien können via Liveticker der EHF verfolgt werden (Link für Spiel 1 siehe unten). Zudem informiert der LCB auf seinem Instagram-Kanal regelmässig über alles Wichtige aus Polen.

Link zum EHF-Liveticker

U16 Elite: Sieg Nummer 4 und 5 in Folge

(MS) Die U16 Elite des LC Brühl kommt immer besser in Schwung. Am Wochenende feierten die Juniorinnen erneut zwei Siege und bauten ihre Erfolgsserie auf nun fünf Siege in Folge aus.

LK Zug – LCB 25:27 (11:13)

Der erste Durchgang war ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich die Brühlerinnen dank vier Toren in Folge zwischen der 23. und 25. Minute von 8:8 auf 12:8 absetzen konnten und anschliessend auch mit einem Vorsprung in die Pause gehen konnten. Technische Fehler im Angriff und die fehlende Präsenz in der Abwehr sorgten für einen kurzzeitigen Rückstand Mitte der zweiten Halbzeit, aber die Brühlerinnen kämpften sich zurück ins Spiel und hatten am Ende knapp aber verdient die Nase vorne. Es war der erste Sieg gegen Zug nach zuvor fünf Niederlagen auf der Stufe U16 Elite.

Erfolgreichste Torschützinnen: Lenka Simova (10/1), Aurora Bitzi (7), Lisa Hardegger (7).

LCB – HV Herzogenbuchsee 37:21 (19:13)

Auf den vierten Sieg am Samstag folgte einen Tag später direkt der nächste Erfolg. Speziell der zweite Durchgang zeigte die Stärken der Brühlerinnen. Über eine konsequente Deckung und ein laufintensives Angriffsspiel zwangen sie ihre Gegnerinnen in die Knie. In der ersten Halbzeit war das Spiel der St. Gallerinnen noch durchwachsen. Offensiv war man zwar zielstrebig und effektiv, die Abwehr liess aber zu Wünschen übrig. Beides wurde nach dem Seitenwechsel besser und so feierten die LCB-Juniorinnen den fünften Sieg in Serie.

Erfolgreichste Torschützinnen: Lisa Hardegger (9/1), Dilara Rütsche (8), Aurora Bitzi (7)


U18 Elite: Spitzenreiter Brühl besteht doppelten Härtetest

(MS) Die U18 des LC Brühl ist in der Elite-Liga weiter das Mass der Dinge. Gegen die Drittplatzierten Zugerinnen und das Viertplatierte Herzogenbuchsee gab es an einem Wochenende die Saisonsiege Nummer sechs und sieben für die verlustpunktfreien Tabellenführerinnen.

LK Zug – LCB 25:30 (13:14)

Nach einer ausgeglichenen Startphase mit wenigen Toren ging Brühl in der 13. Minute erstmals in Führung (5:4). Bis zur 17. Minute bauten die St. Gallerinnen den Vorsprung auf 9:5 aus., gerieten anschliessend aber nach fünf Minuten ohne eigenen Treffer wieder in Rückstand. Mit einem Endspurt bescherten sich die Brühlerinnen dann aber doch noch den knappen Vorsprung zur Pause. Auch nach dem Seitenwechsel schenkten sich beide Teams nicht viel und agierten weitestgehend auf Augenhöhe. Den entscheidenden Schritt zum Auswärtssieg machte Brühl zwischen Minute 48 und 51, als sie von 21:20 auf 25:21 davonziehen konnten. Das reichte, um erstmals seit 2017 auf der Stufe U18 Elite wieder zwei Punkte aus Zug mitzunehmen.

Erfolgreiches Torschützinnen: Leonie Arpagaus (9/2), Franca Bernet (6), Sofia Furrer (6).

LCB – HV Herzogenbuchsee 30:24 (15:11)

Einen Tag später gelang im Heimspiel gegen „Buchsi“ ein Start nach Mass – Brühl führte mit 4:1 nach neun Minuten. Dieses kleine Polster konservierten die Brühlerinnen bis zur Halbzeitpause. Direkt nach Wiederanpfiff vergrösserten sie ihren Vorsprung auf sechs Tore (35./18:12). Herzogenbuchsee blieb aber ein hartnäckiger Verfolger und kam beim 21:19 in der 46. Minute nochmals gefährlich nahe heran. Die St. Gallerinnen hatten aber eine Antwort parat und setzten sich in der Schlussviertelstunde wieder ab. Der siebte Sieg im siebten Saisonspiel war aufgrund des Spielverlaufs verdient, musste aber ebenso hart erarbeitet werden wie der Erfolg am Vortag in Zug. Das ältesten Elite-Juniorinnen des LCB haben die zwei Reifeprüfungen bestanden und beenden die Hinrunde der Hauptrunde makellos. Der Weg zum Titel wird aber zweifelsohne noch lang und steinig werden.

Erfolgreichste Torschützinnen: Claire Coker (11/1), Leonie Arpagaus (8/2), Noée Schaub (4).


U14 Elite: Auf die erste Saisonniederlage folgt ein denkwürdiger Kantersieg

(MS) Die U14 Elite des LC Brühl war am vergangenen Wochenende zweimal im Einsatz. Während die Juniorinnen am Samstag in Zug die erste Saisonniederlage einstecken mussten, zeigten sie sich am Sonntag zu Hause gegen Herzogenbuchsee von ihrer allerbesten Seite.

LK Zug – LCB 36:28 (18:13)

Im Spitzenspiel der beiden bis anhin stets siegreichen U14-Teams war Brühl von Beginn an im Hintertreffen. Auf das 5:10 nach 15 Minuten folgte ein bis zu 7-Tore-Rückstand kurz vor der Pause. Die St. Gallerinnen pirschten sich nach dem Seitenwechsel zwar wieder auf 15:19 heran, ein 1:6-Lauf zwischen der 39. und 45. Minute brachte jedoch die Vorentscheidung zu Gunsten der Zugerinnen. Brühl gab nicht auf und zeigte weiter guten Handball, die Hypothek, um erneut einen Sieg einzufahren, war aber zu gross.

Erfolgreichste Werferinnen: Cristina Hofstetter (7), Sina Buchegger (6), Chiara Baumann (6/1).

LCB – HV Herzogenbuchsee 36:4 (18:3)

Einen Tag später zeigten die Brühlerinnen gegen das noch sieglose Herzogenbuchsee die mehr als passende Antwort auf die erste Saisonniederlage. In einem denkwürdigen Spiel besiegten die St. Gallerinnen ihre Berner Gegnerinnen derart überlegen, dass am Ende 32 Tore zwischen den beiden Teams lagen. Nur viermal kassierte der LCB ein Gegentor, zwischen der 24. und 45. Minute liessen sie gar keinen Treffer zu, ebenso wenig in der kompletten Schlussviertelstunde. Die drei Torhüterinnen Jeanne Akermann, Johanna Schildknecht und Elina Lichtensteiger erlebten ein besonderes Spiel und freuten sich gemeinsam mit ihren Mitspielerinnen über den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel.

Erfolgreichste Torschützinnen: Chiara Baumann (8), Lauryn Mierzwa (5), Lena Stoll (5).