(MS) In der Zentrale der Europäischen Handball Föderation (EHF) in Wien wurden am Dienstag, 20. Juli, die Paarungen der EHF European League ausgelost. Das Fanionteam des LC Brühl bekommt es im Europacup mit MKS Zaglebie Lubin aus Polen zu tun.

Für die Brühlerinnen geht es sechs Jahre nach dem Duell gegen Stettin nun erneut gegen eine polnische Mannschaft. Lubin ist Dauergast im europäischen Vereinshandball, seit 2005 verpassten sie nur einmal – 2016/17 – den Europacup. Bei den letzten drei Teilnahmen war für die Frauen aus dem Südwesten Polens jeweils in der zweiten Qualifikationsrunde Endstation. 2017 bezwang Lubin in der ersten Runde den LK Zug zweimal deutlich.

Die offiziellen Spieltermine sind der 16./17. und 23./24. Oktober. Wann genau und vor allem wo die Partien ausgetragen werden, wird in Abstimmung zwischen den beiden Vereinen in den nächsten Wochen bestimmt.

Per Upgrade in die European League

Gemäss EHF-Ranking ist zunächst nur der Schweizer Meister zur Teilnahme an der EHF European League (EL) berechtigt. Die EHF erlaubt es aber, dass man Gesuche zum Up- oder Downgrade einreicht. Ein solches Aufstockungsgesuch haben die Verantwortlichen des LCB via Schweizerischem Handball-Verband (SHV) getätigt und seitens EHF eine positive Rückmeldung erhalten. Deshalb starten die Brühlerinnen auch in der Saison 2021/22 im zweithöchsten Vereinswettbewerb des europäischen Handballs. Übrigens: Der SPL-Meister LK Zug wählte den umgekehrten Weg und liess sich in den dritthöchsten Wettbewerb, den European Cup (EC) herabstufen. Damit ist Brühl die einzige Schweizer Frauenmannschaft in der EL.

Noch mehr Schweizerinnen im Europacup

Auch zwei ehemalige Brühler Spielerinnen treten mit ihren Teams in der EHF European League (EL) an. Kerstin Kündig trifft mit dem Thüringer HC auf Molde aus Norwegen, Jenny Murer und Blomberg-Lippe spielen gegen Metzingen.

Neben der Auslosung der EL wurden auch die ersten Paarungen im EHF European Cup (EC) ausgelost. Dort sind mit dem LK Zug, den Spono Eagles und dem HSC Kreuzlingen gleich drei Schweizer Frauenhandballclubs vertreten. Zweimal bekommen es die SPL-Teams dabei mit österreichischen Gegner zu tun. Zug trifft auf die BT Füchse Powersports, Kreuzlingen auf UHC Stockerau. Spono misst sich mit den Kosovaren von Vushtrria.