(MS) Der LC Brühl Handball hat zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte den Supercup gewonnen. Im Duell mit Doublesieger LK Zug setzten sich die Brühlerinnen vor fast 1’000 Zuschauenden in der AXA Arena in Winterthur mit 30:24 (14:12) durch. Auf Seiten der St. Gallerinnen glänzten allen voran Sladana Dokovic und Katarina Simova.

Spielverlauf
Der erste Durchgang verlief weitestgehend ausgeglichen, mehrfach wechselte die Führung. In der 20. Minute lag Brühl mit 8:10 im Hintertreffen, konnte anschliessend aber vier Tore in Serie erzielen und schaffte es, einen kleinen Vorsprung in die Pause mitzunehmen. Massgeblichen Anteil daran hatten Torhüterin Sladana Dokovic und Katarina Simova. Während Nationalgoalie Dokovic sich mehrfach mit sehenswerten Paraden auszeichnen konnte, traf Simova aus dem linken Rückraum beinahe nach Belieben.

Den Grundstein für den dritten Sieg im Supercup legte die Equipe von Nicolaj Andersson dann in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel. Katarina Simova und die immer stärker werdende Laurentia Wolff stellten den Score von 16:14 auf 20:14. Anders als in der Playoff-Finalserie gelang es den St. Gallerinnen dieses Mal den Vorsprung zu konservieren. Bis zum Schlusspfiff pendelte die Differenz stets zwischen fünf und sieben Treffern und so gewann Brühl letztlich überraschend deutlich den ersten Ernstkampf der Saison 2020/21.

Fazit
Im Duell zweier junger Equipen, die beide einen Umbruch im Kader hinter sich haben, war der LCB im ersten Saisonspiel auf dem Entwicklungsweg einen Schritt weiter. Der Sieg der St. Gallerinnen überraschte nicht grundsätzlich, war aber in der Deutlichkeit des zweiten Durchgangs nach den bisherigen Eindrücken der Vorbereitung nicht zu erwarten. Brühl entzog Zug mit der ungewöhnlichen und knifflig zu überwindenden 3-2-1 Deckung jegliches Tempo im Angriffsspiel und hatte am Samstagnachmittag die erfolgreicheren Einzelspielerinnen in den eigenen Reihen.

Aufgefallen
Obschon die Brühlerinnen dank der besseren Mannschaftsleistung den Titel einfahren konnten, stachen die neunfache Torschützin Katarina Simova, Sladana Dokovic mit 14 Paraden und in deren Schatten auch die achtmal erfolgreiche Dimitra Hess aus einem starken Kollektiv heraus. Ein ansprechendes Debüt für den LCB zeigte auch Laurentia Wolff.

Personelles
Mit Fabienne Tomasini kehrte die erste Spielerin aus dem grossen Lazarett des LCB aufs Feld zurück. Die Österreicherin feierte nach monatelanger Verletzungspause ein mehrminütiges Comeback. Sorgen müssen sich die Brühlerinnen aber leider um Mia Kernatsch machen, die bei einem unglücklichen Aufprall den Rücken überstreckte und unter Schmerzen ausgewechselt werden musste.

LK Zug – LC Brühl Handball 24:30 (12:14)
AXA Arena, Winterthur – 933 Zuschauer – Sr. Abalo/Maurer.
Strafen: Je 3mal 2 Minuten.
Zug: Booijink (4 Paraden)/Abt (6 Paraden); Tschamper, Scherer, Stutz (7/6), Heinzer (4), Goldmann, Steinmann, Eugster (4), Litscher (1), Riner (4), Taivan (3), Gwerder, Spieler (1), Bächtiger, Jonsdottir.
Brühl: Dokovic (14 Paraden)/Schlachter (für 4 Penalties); Mosimann, Kernatsch (3), Brunner, Pavic (2), Ackermann (1), Altherr, Wolff (3/2), Tomasini (1), Lüscher, Gutkowska (3), Hess (8/1), Forizs, Baric, Simova (9).
Bemerkungen: Booijink hält Penalty von Hess, die im Nachschuss zum 10:9 trifft (21.). Abt hält Penalty von Hess (33./12:15).

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