(lo/pb) Die Brühler SPL1 zieht sich aus der European Handball League (EHL, ehemals Europacup) zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig, stehen aber alle in Zusammenhang mit der unsicheren Lage bezüglich des Coronavirus.

Eigentlich wäre die erste Brühler Mannschaft am Wochenende vom 17. und 18. Oktober 2020 nach Ungarn gereist und hätte dort das Hin- sowie Rückspiel im Europacup gegen das Team von Fehérvár KC bestritten. Nun haben die Brühler Mannschaftsverantwortlichen aus verschiedenen Gründen den Rückzug bei der EHF eingereicht. Einerseits gestaltete sich schon die Reise nach Ungarn als unsicher, zahlreiche Flüge wurden mehrmals verschoben oder fallen aus. Gleichzeitig steht Ungarn auf der Quarantänepflichtliste der Schweiz, weshalb die Brühler Spielerinnen dies beim jeweiligen Arbeitgeber melden mussten. Zudem schreiben die EHF-Regeln vor, dass bereits bei der Hinreise ein Coronatest durchgeführt werden muss. Bei einem positiven Testresultat bei der Hin- oder Rückreise wäre die ganze Equipe quarantänepflichtig. Der LC Brühl will und kann dieses Risiko aus finanzieller wie auch sicherheitstechnischer Sicht nicht tragen.

Der LC Brühl bedauert diesen Entscheid aus sportlicher Sicht sehr. Auf die Gesundheit und das Risiko eine Quarantänepflicht bezogen sehen die Verantwortlichen dies aber als die richtige Entscheidung, denn schliesslich trägt der LC Brühl grosse Verantwortung gegenüber den Spielerinnen und des Staff.

Titelbild: SHV