Schweizer Cup: Brühl 1 und Brühl 2 stehen im Achtelfinale

Die beiden Brühler Spitzenteams haben ihre Pflichtaufgaben im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups erfolgreich gemeistert. Während die SPL1-Equipe mit der SG ATV/KV Basel an ihrem Turnier in Muotathal beim 40:21 keine Mühe bekundete, siegte das SPL2-Team gegen die gastgebende SG Unterstrass/Rümlang aus Zürich nach Startschwierigkeiten ebenfalls diskussionslos. Schon am Sonntag, 7. November, steht für beide Mannschaften das Achtelfinale auf der Agenda.

SG ATV/KV Basel – LCB1 21:40 (13:23)

Mit 15-minütiger Verspätung startete das Brühler Fanionteam in sein Sechzehntelfinal (Basel stand im Stau). Die St. Gallerinnerinnen brauchten fünf Minuten um auf Betriebstemperatur zu kommen, danach setzten sie sich vom 5:5 auf 13:5 (14.) ab. Auch wenn der Vorsprung in der Folge erst kurz vor der Pause weiter anwuchs, bestand zu keiner Zeit ein Zweifel an der klaren Überlegenheit der SPL1-Equipe gegen die zwei Liga tiefer aktiven Baslerinnen. Trainer Nicolaj Andersson gab früh allen 14 Spielerinnen Einsatzzeit und verteilte dabei mit Blick auf das Achtelfinale am Sonntag die Belastung. Mit Ausnahme von Dimitra Hess trugen sich alle elf weiteren Feldspielerinnen in die Torschützinnenliste ein. Kinga Gutkowska war mit zehn Treffern die Erfolgreichste, gefolgt von den fünfmal erfolgreichen Patrizia Brunner und Fabienne Tomasini. In der zweiten Halbzeit klappte das Deckungsspiel noch besser als im ersten Durchgang, so dass die Ostschweizerinnen in den letzten 20 Minuten nur noch drei Treffer kassierten und den Abstand entsprechend ausbauen konnten.

Personelles

Julia Forizs feierte mehr als 400 Tage nach ihrer schweren Knieverletzung ihr Comeback im Dress der Brühlerinnen. Zweimal konnte auch sie sich in die Torschützinnenliste eintragen. Neben den Rekonvaleszenten Mathilde Schaefer und Stéphanie Lüscher fehlte gegen Basel auch kurzfristig Katarina Simova.

Telegramm

LC Brühl Handball: Dokovic (8 Paraden)/Schlachter (9 Paraden); Kernatsch (1), Brunner (5), Pavic (3), Ackermann (2), Altherr (3), Wolff (4/2), Tomasini (5), Gutkowska (10), Hess, Cutura (2), Forizs (2), Baric (3).
Bemerkungen: Brühl ohne Lüscher, Schaefer (beide verletzt) und Simova.

So geht es weiter

Eine weitaus schwierigere Aufgabe wartet auf das SPL1-Team nun im Achtelfinale. Gegen Liga-Konkurrent Kreuzlingen geht es weniger als 24 Stunden nach dem Sieg gegen Basel an gleicher Stelle in Muotathal um den Einzug in die Runde der letzten Acht. Anpfiff ist um 17 Uhr.

SG Unterstrass/Rümlang – LCB2 24:38 (13:19)

Die St. Gallerinnen bekundeten im ersten Drittel der Partie erhebliche Schwierigkeiten mit den zwei Ligen tiefer spielenden Zürcherinnen. Brühl fand nicht richtig ins Spiel und schaffte es zudem nicht, in der Abwehr mit der nötigen Aggressivität aufzutreten. Die Folge war nach zwischenzeitlichem Zwei-Tore-Rückstand ein 11:11 nach 22 Minuten. Dann jedoch kippte die Begegnung zu Gunsten der Brühlerinnen. Bis zur Pause schafften sie einen 8:2-Lauf, der auch nach dem Seitenwechsel fortgesetzt wurde. In der 41. Minute führte der LCB klar und deutlich mit 28:15. Möglich machte dies eine merklich bessere Verteidigung, aus der zahlreiche Gegenstösse gelaufen werden konnten. Am sicheren Sieg bestanden dann keine Zweifel mehr. Chantal Meyer zeigte 17 Paraden (41%-Quote), Yara Mosimann war elfmal erfolgreich, Tiziana Fuchs erzielte sieben, Olivia Neumayer sechs Treffer.

Personelles

Mit einem extrem schmalen Kader von acht Spielerinnen trat die SPL2-Equipe der Brühlerinnen in Zürich an. Damit hatte das Trainergespann Simova/Kulscar exakt eine Reservespielerin auf der Bank zur Einwechslung bereit. Aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen und dem parallelen Einsatz der U18-Elite standen der Brühler Reserve nicht mehr Spielerinnen zur Verfügung. Entsprechend intensiv war es trotz des deutlichen Sieges für die eingesetzten Spielerinnen.

So geht es weiter

Am Sonntag geht es erneut nach Zürich in die Blumenfeld Sporthalle. Dann lautet der Gegner der Brühlerinnen HSG Leimental. Das Duell mit den Ligakonkurrentinnen aus dem Baselbiet wird um 16 Uhr angepfiffen.

Text: Matthias Schlageter, Bild: FOTO Wagner