(MS) Der LC Brühl Handball hat die ersten zwei Punkte der Spielzeit 2021/22 in der Tasche. Zum Saisonauftakt besiegten die St. Gallerinnen in der heimischen Kreuzbleiche GC Amicitia Zürich mit 34:24 (16:9). Martina Pavic, Dimitra Hess und Katarina Simova erzielten dabei jeweils sechs Tore.

Spielverlauf

Der LCB startete schwungvoll in die Partie und führte nach vier Minuten mit 3:0 sowie anschliessend mit 5:2. Richtig zufrieden war Trainer Nicolaj Andersson aber nicht, bereits nach neun Minuten nahm er beim Stand von 5:3 seine erste Auszeit. Den gewünschten Effekt, nämlich schnelles und diszipliniertes Offensivspiel und eine laufintensive Deckung, sah der Däne aber erst in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs, als es Brühl gelang sich von 10:8 auf 16:9 abzusetzen.

Die Gegnerinnen aus Zürich präsentierten sich beim ersten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Kent Ballegaard auch nach dem Seitenwechsel als engagierte Einheit mit Stärken vom Kreis und im Zusammenspiel mit der neuen Rückraumspielerin Hovgaard-Hansen. Brühl zeigte seinerseits auch im zweiten Durchgang ein variables Offensivspiel – alle Feldspielerinnen bis auf Mirjam Ackermann trugen sich in die Torschützinnenliste ein. Am erfolgreichsten waren Martina Pavic, Dimitra Hess und Katarina Simova mit je sechs Treffern. Gleichzeitig klaffte in der Deckung aber die ein oder andere Lücke. So pendelte die Differenz stets zwischen sechs und acht Toren, ehe die Brühlerinnen in den Schlussminuten dank einiger Gegenstösse noch das „Stängeli“ perfekt machten.

Aufgefallen

Sobald die Brühlerinnen aufs Tempo drückten, waren sie den Zürcherinnen deutlich überlegen. Der Sieg hätte weitaus höher ausfallen können, denn der LCB verbuchte an die zehn Pfosten- oder Lattentreffer. Auf der anderen Seite zeigte sich auch, dass das hohe Tempo, das Trainer Nicolaj Andersson fordert, speziell in der Deckung unumgänglich ist. Liessen die Ostschweizerinnen nur ein bisschen nach, eröffneten sich für GC Amicitia Räume am Kreis und aus dem Rückraum für die dänische Neuverpflichtung Frederikke Hovgaard-Hansen, die mit acht Treffern Topscorerin der Partie war.

Personelles

Nach dem Comeback von Fabienne Tomasini vergangenes Wochenende beim Supercup in Winterthur, kehrte nun auch Malin Altherr aufs Feld zurück. Die letztjährige Mobiliar Topscorerin des LCB zeigte sich nach ihrer kurzen Zwangspause (OP der gebrochenen Nase) bestens aufgelegt und steuerte vier Treffer zum ungefährdeten Heimsieg bei.

Stimmen zum Spiel

Nicolaj Andersson (Trainer): „Mit dem Resultat bin ich zufrieden. Wir wollten im ersten Spiel den ersten Sieg, das ist uns gelungen. Wir konnten allen Spielerinnen, die einsatzfähig waren, Spielzeit geben, das ist auch gut und wichtig. Für ein Auftaktspiel gegen einen neuformierten Gegner war schon sehr viel Gutes dabei. Aber klar, waren das noch nicht 60 gute Minuten. Vorne wie hinten haben wir noch Verbesserungspotenzial.“

Martina Pavic (Kreisläuferin): „Zu Hause das erste Spiel zu gewinnen war wichtig. Egal wer der Gegner ist, das erste Heimspiel will man immer erfolgreich gestalten. Ich froh, dass wir die zwei Punkte gewonnen haben. Genauso froh bin ich, dass wir mit Malin Altherr eine weitere Spielerin zurück haben. Das gibt uns mehr Möglichkeiten und hilft uns das Spieltempo hoch halten zu können.“

Telegramm

LC Brühl Handball – GC Amicitia Zürich 34:24 (16:9)
Sporthalle Kreuzbleiche, St. Gallen: 180 Zuschauer
Schiedsrichter: Boshkoski/Stalder
LC Brühl Handball: Dokovic (1 Parade)/Schlachter (5 Paraden); Kernatsch (1), Pavic (6), Ackermann, Altherr (4), Wolff (4/2), Tomasini (2), Gutkowska (3), Hess (6/1), Baric (2), Simova (6).
Bemerkungen: Brühl ohne Forizs, Brunner, Lüscher und Schaefer (alle verletzt).

So geht es weiter

Am Sonntag, 12. September, tritt der LC Brühl auswärts bei Yellow Winterthur an. Anpfiff in der Eulachhalle ist um 16 Uhr. Die Partie wird live auf handballTV.ch übertragen.