(MS) Der LC Brühl Handball hat sein Meisterschaftsspiel in der SPAR Premium League 1 (SPL1) gegen den HSC Kreuzlingen gewonnen und sich in der Tabelle auf Rang 4 verbessert. Im Ostschweizer Derby liessen die St. Gallerinnen den Gästen aus dem Thurgau beim 30:18 (15:7) keine Chance. Neuzugang Nikolina Cutura feierte ihr Debüt für den LCB.

Spielverlauf

Die ersten Minuten gehörten den Gästen aus dem Thurgau, die zunächst mit 2:0 in Front gehen konnten und in der Startviertelstunde gut mitspielten. Kreuzlingen zeigte im Ansatz, dass mit ihnen auch für die Top 4-Plätze auch in dieser Saison gerechnet werden kann. Noch stärker war aber der Auftritt des LCB am Samstagabend. Ab der 14. Minute drehten die Brühlerinnen regelrecht auf und setzten sich von 6:6 auf 11:6 ab. Da auch die vier letzten Treffer des ersten Durchgangs aufs Konto der St. Gallerinnen gingen, resultierte ein deutlicher 8-Tore-Vorsprung zum Pausenpfiff.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Brühl agierte aus einer starken Deckung heraus, drückte im Angriff erfolgreich aufs Tempo und wusste die Räume, die die Thurgauerinnen ihnen boten, zumeist eiskalt auszunutzen. Auf das 22:12 in der 43. Minute folgte ein 13-Tore-Vorsprung (51.) mit deutlichem Schlussresultat. Mühe bekundete das Heimteam nur mit den torgefährlichen Flügelspielerinnen Pashke Marku und Katerina Novotna, die sich für zehn der 18 Kreuzlinger Treffer verantwortlich zeichneten. Auf Seiten des LCB spielten sich neben der starken Fabia Schlachter im Tor (50%-Quote) Laurentia Wolff mit makelloser Quote (sechs von sechs) sowie Dimitra Hess und Mirjam Ackermann mit souveränem Auftritt in Abwehr und Angriff in den Vordergrund.

Aufgefallen

Bringt Brühl seine aggressive und unangenehme Deckung aufs Feld, dann beissen sich die Gegnerinnen daran die Zähne aus. So geschehen beim Supercupsieg Ende August und so gesehen zwischen der 14. und 30. Minute im Derby gegen Kreuzlingen, in denen Goalie Sladana Dokovic nur ein einziges Mal hinter sich greifen muss. Gleichzeitig konnten die St. Gallerinnen mehrere Tempogegenstösse erfolgreich abschliessen und so mit einfachen Toren den Vorsprung Tor um Tor ausbauen.

Personelles

Nikolina Cutura feierte ihr Debüt im Brühler Dress und kam sowohl im Deckungszentrum wie auch von der linken Rückraumposition zu ihren ersten Spielminuten in der Schweizer Liga. Einen Treffer und mehrere gute Verteidigungsaktionen rundeten ihren Premierenauftritt ab.

Fazit

Der Heimsieg der Brühlerinnen war mehr als verdient. Nach der ausgeglichenen Startviertelstunde waren die St. Gallerinnen in allen Belangen stärker und setzten sich mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr ab, ohne dass die Kreuzlingerinnen dem etwas entgegen zu setzen hatten. Die Spielerinnen von Trainer Nicolaj Andersson präsentierten sich auf den Punkt bereit und zeigten den Einsatz, den es braucht um erfolgreich zu sein. Mit dem zweiten Saisonsieg verbessert sich Brühl auf Rang 4 in der Tabelle.

Stimmen zum Spiel

Nicolaj Andersson (Trainer): „Das war heute ein gutes Spiel von meiner Mannschaft. Wir wollten über 60 Minuten eine gute Leistung zeigen, was uns fast komplett gelungen ist. Darüber freue ich mich am Meisten. Wir waren von Beginn an im Kopf bereit, beweglich in der Verteidigung, und diszipliniert mit dem Ball.
Es ist schön, dass Nikolina Cutura endlich mitspielen durfte. Sie ist jetzt seit drei Wochen bei uns und hilft uns auf dem Feld weiter. Was sie stark macht, hat sie schon zeigen können. Sie hat eine gute Übersicht, strahlt Ruhe aus und ist eine individuell starke Spielerin im 1-gegen-1.“

Fabia Schlachter (Goalie): „Wir haben heute eine Super-Teamleistung gezeigt. In der Abwehr waren wir von der ersten bis zur letzten Minute bereit die Lücken zu schliessen und miteinander zu verteidigen. Das gelang uns schon im letzten Spiel gegen Spono in der Anfangsphase, damals konnten wir es aber nicht durchhalten. Heute hat es schon viel besser funktioniert. Dass der Saisonstart nach den vielen Wechseln im Kader schwierig werden würde, war uns allen klar. Aber wir sind auf einem guten Weg und werden noch weitere Fortschritte machen in den nächsten Wochen.“

Telegramm

LC Brühl Handball – HSC Kreuzlingen 30:18 (15:7)
Kreuzbleiche, St. Gallen: 150 Zuschauer
Schiedsrichter: Hennig/Meier
Strafen: 5-Mal Zweiminuten gegen Brühl inklusive Disqualifikation Simova (58./3. Zeitstrafe), 3-Mal Zweiminuten gegen Kreuzlingen.
LC Brühl Handball: Dokovic (5 Paraden)/Schlachter (8 Paraden); Kernatsch, Pavic (1), Ackermann (3), Altherr (4/1), Wolff (6/3), Tomasini (3), Gutkowska (4), Hess (6), Cutura (1), Baric, Simova (2).
Bemerkungen: Brühl ohne Forizs, Brunner, Lüscher und Schaefer (alle verletzt).

So geht es weiter

Am kommenden Samstag, 2. Oktober, kommt es zur Neuauflage des Playoff-Finals gegen den amtierenden Meister LK Zug. Die Brühlerinnen gastieren um 14 Uhr in der Sporthalle in Zug und messen sich dann bereits zum zweiten Mal innert weniger Wochen mit den Zugerinnen, die Brühl Ende August im Supercup bezwingen konnte. Gegen eine Wiederholung hat man in der Reihen der St. Gallerinnen ganz sicher nichts.