(MS) Der LC Brühl hat sein Meisterschaftsspiel gegen den HV Herzogenbuchsee gewonnen. Die St. Gallerinnen siegten nach mühevollen 60 Minuten am Mittwochabend mit 33:30 (15:11) gegen die Bernerinnen und rückten mit dem vierten Sieg in Serie wieder auf Platz 1 in der Tabelle.

Spielverlauf

Die Gäste begannen forsch und setzten die Brühlerinnen von Beginn an unter Druck. Nach einem 1:3 zum Start gelang es den Gastgeberinnen aber in der neunten Minute erstmals die Führung zu übernehmen (5:4). Bis kurz vor der Pause schafften es die St. Gallerinnen aber nicht sich abzusetzen. Erst in den Schlussminuten des ersten Durchgangs gelang es Brühl mit drei Toren in Folge den Spielstand von 12:11 auf 15:11 zu schrauben.

Wer hoffte, dass der LCB den Schwung der Endphase mit den zweiten Durchgang nehmen würde, wurde enttäuscht. Zwar hielten die Ostschweizerinnen bis zur 42. Minute einen 3-Tore-Vorsprung (19:16), Herzogenbuchsee erwies sich am Mittwochabend als äusserst unangenehmer Gegner für das Team von Trainer Nicolaj Andersson. Die Oberaargauerinnen kämpften sich heran und glichen in der 47. Minute zum 21:21 aus. In der 52. Minute lag „Buchsi“ sogar mit 26:25 in Front. Erst ganz spät, quasi auf den letzten Drücker, drehte Brühl dann doch noch auf und holte sich dank einem 8:4-Lauf in den letzten acht Spielminuten mit letzter Kraft den 33:30-Heimsieg.

Aufgefallen

Europacup-Blues bei den Brühlerinnen. Nach zwei intensiven Partien gegen den polnischen Meister Lubin inklusive langer Carfahrt von und nach Polen hatten die St. Gallerinnen grosse Mühe in den Rhythmus zu kommen. Während es in der Offensive noch halbwegs gelang – herauszuheben sind dabei Martina Pavic, Malin Altherr, Fabienne Tomasini und Laurentia Wolff – fehlte es in der Abwehrarbeit an Timing und Laufbereitschaft. Dadurch offerierte Brühl den Gegnerinnen Räume, die die wurfstarken Anina Steiner und Laura Rotondo sowie Kreisläuferin Nora Rohde zu Nutzen wussten.

Fazit

Trotz des wenig überzeugenden Auftritts standen am Ende zwei Punkte für den LCB zu Buche. Die Hauptaufgabe und die damit verbundene Rückkehr an die Tabellenspitze haben die Brühlerinnen erfolgreich gemeistert. Für mehr waren am Mittwochabend zu wenig Fokus und Energie vorhanden. Beides gilt es bis zum nächsten Spiel wieder zu finden.

Stimmen zum Spiel

Nicolaj Andersson (Trainer): „Drei Tage nach der langen Reise ist es schwierig direkt wieder in den Spielrhythmus zu finden, entsprechend angespannt waren wir vor der Partie. Man hat heute gesehen, dass uns hinten die Stabilität gefehlt hat. Wenig bis nichts hat in der Abwehr geklappt, das ist das Ärgerlichste heute. Andererseits freuen wir uns natürlich, dass wir es dennoch geschafft haben zwei Punkte einzufahren. So wie das Spiel lief, hätten wir auch ein oder sogar beide Punkte verlieren können.“

Telegramm

LC Brühl Handball – HV Herzogenbuchsee 33:30 (15:11)
Kreuzbleiche, St. Gallen: 250 Zuschauer
Schiedsrichter: Hennig/Meier
Strafen: 7-Mal Zweiminuten inklusive Disqualifikation Cutura (42./3. Zeitstrafe) gegen Brühl, 4-Mal Zweiminuten gegen Thun
LC Brühl Handball: Dokovic (6 Paraden)/Schlachter; Kernatsch (1), Brunner, Pavic (7), Ackermann (1), Altherr (6), Wolff (6/4), Tomasini (6), Gutkowska (3), Hess (3), Cutura, Baric, Simova.
Bemerkungen: Brühl ohne Forizs, Lüscher und Schaefer (alle verletzt); Brunner und Simova nicht eingesetzt.

So geht es weiter

Der nächste Fixpunkt für die Brühlerinnen ist das Cup-Wochenende am 6./7. November. Dort trifft der LCB am Samstag in Muotathal auf die SG ATV/KV Basel. Bei einem Sieg geht es an gleicher Stelle am Sonntag gegen den Sieger der Partie Muotathal gegen Kreuzlingen um den Einzug ins Viertelfinale.