(Patrizia Brunner) Am vergangenen Samstag gastierten die Brühlerinnen beim Ligakonkurrenten DHB Rotweiss Thun. Dank einer starken zweiten Spielhälfte siegten die Ostschweizerinnen mit 19:26.

Nachdem den Brühlerinnen in den vergangenen Meisterschaftspartien trotz Siegen keine Glanzleistung gelungen war, wollten die St. Gallerinnen im Spiel gegen Thun zeigen, dass sie es besser konnten. Allerdings war es auch dem DHB Rotweiss Thun nach misslungenen Meisterschaftsspielen und ärgerlichen Niederlagen nach einem Punktegewinn. Deshalb verwunderte es nicht, dass sich die Startphase ausgeglichen gestaltete. Beide Teams bekundeten in der Deckung Mühe, das druckvolle Spiel der Gegnermannschaft zu unterbinden. Dabei hatte das Heimteam immer etwas die Nase vorne und führte in der 19. Spielminute gar mit 9:8. Die Brühlerinnen taten sich in der Deckung schwer, die wurfstarke Nora Gerber in den Griff zu bekommen, gleichzeitig bekundeten die Ostschweizerinnen zu viele technische Fehler oder patzten im Abschluss. Auch eine doppelte Überzahl nutze die Equipe um Headcoach Nico Andersson nicht genügend, schaffte es aber, bis zur Pause nicht zurückzufallen. So wurde beim Stand von 12:12 die Seiten gewechselt.

In der zweiten Spielhälfte kam eine völlig andere Brühler Mannschaft aus der Kabine. Die Deckung stand nun kompakt und konnte sich zusätzlich auf Torfrau Sladana Dokovic verlassen. Daraus resultierten technische Fehler für das Heimteam und die St. Galler Mannschaft konnte innert fünf Minuten auf 13:16 davonziehen. Dies zwang Thuns Trainerbank zu einem Team Time-Out. Dieses brachte aber keine Wende, die Brühlerinnen spielten konzentriert und kämpferisch weiter, arbeiteten kompakt in der Deckung und diktierten das Spielgeschehen. Im Angriff war auf Kreisläuferin Martina Pavic Verlass, die mit neun Toren als beste Brühler Werferin agierte. Die St. Gallerinnen gaben ihren Vorsprung bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand und konnten sich sogar noch weiter absetzten. Mit diesem 19:26-Sieg sichern sich die Brühlerinnen die nächsten zwei Punkte auf ihrem Zählerkonto.

DHB Rotweiss Thun – LC Brühl Handball 19:26 (12:12)
Thun Gotthelf – Keine Zuschauer zugelassen – Jergen Fabian / Zaugg Matthias

Strafen: 4 mal 2 Minuten gegen Thun, 3 mal 2 Minuten gegen Brühl.

LC Brühl: Dokovic (12 Paraden) / F. Schlachter (2 Paraden); Altherr (2), Betschart (1), Brunner, Fudge (5), Gutkowska (2), Lüscher (2), Pavic (9/2), M. Schlachter, Schmid (2), Schnyder, Stacher, Tomasini (2).

DHB Rotweiss Thun: Peronino (1 Parade) / Korenic (9 Paraden); Eberhardt, Frey (2), Gajiki (2), Gerber Ni., Gerber No. (7), Knecht (1), Murgovska (1), Strupler, Wyer, Zumstein (3).