(pb) Die Brühlerinnen unterliegen auch im dritten Spiel der Best-of-3-Serie und müssen den diesjährigen Schweizer Meistertitel dem LK Zug überlassen.

Das dritte Playoffspiel am Montag startete temporeich und Brühl konnte wie in den vergangen zwei Partien bis zur zehnten Spielminute mit 7:5 vorlegen. Im Anschluss schien sich der bisherige Spielverlauf zu wiederholen: Zug startete die Aufholjagd, glich aus und konnte kurz darauf in Führung gehen. Die Brühlerinnen kämpften zwar beherzt, leisteten sich aber Fehler, die Zug hartnäckig ausnutze und scheiterten im Abschluss vermehrt an Zugs Torfrau Jennifer Abt. So führte der LK Zug zur Halbzeitpause mit 13:16.

Auch nach dem Seitenwechsel war das Spiel auf Brühler Seiten von zu vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen geprägt. Gleichzeitig harzte es in der St. Galler Deckung und so erzielten die beiden Zuger Rückraumwerferinnen Charlotte Kähr und Celia Heinzer gemeinsam nicht weniger als 16 Tore. Die St. Gallerinnen kamen nicht mehr als auf ein 21:24 heran, für eine weitere Aufholjagd reichte es den Ostschweizerinnen nicht mehr, zumal die St. Galler Equipe ihre Fehlerquote nicht in den Griff bekam. Schlussendlich mussten sich die Brühlerinnen mit 29:33 geschlagen geben und den Meistertitel dem LK Zug überlassen. Zur besten Brühlerin wurde Tabea Schmid ausgezeichnet, die sechs Treffer aus sechs Versuchen erzielte. Rückblickend lässt sich sagen, dass Zug über die drei Partien mehr Konstanz auf dem Parkett gezeigt hatte und sich verdient zum Meister kürte. In diesem Sinne Gratulation an das Team des LK Zug!

Die Brühlerinnen verabschieden sich nach dieser intensiven Playoff-Zeit in die Saisonpause. Saisonrückblickend dürfen die St. Gallerinnen aber ein positives Fazit ziehen. Mit einer jungen, neu formierten Mannschaft und einem neuen Headcoach war man in die Saison 2020/21 gestartet, hatte nicht nur die Haupt- sondern auch die Finalrunde als Leader abgeschlossen und sich gegen den HSC Kreuzlingen in nur zwei Spielen für die Playoff-Finals qualifiziert. Dass es in diesen nicht mit dem Siegen geklappt hat, schmerzt natürlich. Trotzdem darf die Equipe auf ihre Saisonleistung stolz sein und wird in der kommenden Saison wieder angreifen. Hopp Brühl!

LC Brühl Handball – LK Zug 29:33 (13:16)
AXA Arena Winterthur – 50 Zuschauer – Brunner Arthur / Salah Morad

Strafen: Ein mal 2 Minuten gegen Brühl, vier mal 2 Minuten gegen Zug.

LC Brühl: Dokovic (2 Paraden) / F. Schlachter (6 Paraden); Ackermann, Altherr (3), Betschart (7), Brunner (1), Gutkowska (2), Lüscher (3), Pavic (6/2), M. Schlachter, Schmid (6), Schnyder, Simova (1), Stacher.

LK Zug: Abt (11 Paraden) / Booijink / Ligue (3 Paraden); Baumann (2), Cavallari, Estermann (7), Eugster, Gwerder (2), Heinzer (7/1), Hess (4), Jónsdóttir, Kähr (9/2), Spieler (2), Steinmann, Stutz, Tschamper.

Bemerkungen: Brühl ohne Fudge, Forizs und Tomasini (alle verletzt).

Fotos: Felix Walker