Am vergangenen Samstag gastierte mit GC Amicitia Zürich das Tabellenschlusslicht der SPL1 in der St. Galler Kreuzbleiche. Trotz zu fehlerhaftem Spiel siegten die Brühlerinnen mit 34:23.

Die Brühlerinnen starteten sogleich mit druckvollem Angriffsspiel in die Partie, fanden Mittel gegen Zürichs 6:0-Defense und legten kurzerhand mit 3:1 vor. Allerdings leisteten sich die St. Gallerinnen vermehrt Unkonzentriertheiten in der Verteidigung und so fand der Ball trotz eher langsamem Angriffsspiel von GC den Weg etwas zu oft ins Brühler Tor. Gleichzeitig leistete sich die St. Galler Equipe während dieser Zeit zu viele technische Fehler oder überhastete Abschlüsse. Die Zürcher Gäste nutzen dies, um in der 21. Minute zum 10:10 auszugleichen. Brühl sah sich nun unter Zugzwang, wurde doch eigentlich ein klarer Sieg der Zweitplatzierten St. Gallerinnen gegen den Tabellenletzten erwartet. Bis zum Seitenwechsel gelang es der Mannschaft um Nicolaj Andersson, Resultatkorrektur zu betreiben: Im Angriff liess man den Ball besser laufen und in der Deckung stellte man sich besser auf die Gegnerinnen ein, wodurch beim Stand von 17:14 die Seiten gewechselt wurden.

Auch in der zweiten Halbzeit harzte es zu oft im St. Galler Spiel und die Brühlerinnen leisteten sich Fehler oder Fehlwürfe. Allerdings verzeichnete auch GC immer mehr Fehler, was die Ostschweizer Equipe für schneller Kontertreffer zu nutzen wusste. Gleichzeitig konnte sich das Heimteam auf Torfrau Fabia Schlachter verlassen, die mit einer Abwehrquote von 45% aufwartete. Amicitias Abwehr fand in der zweiten Spielhälfte kaum Mittel gegen den Brühler Angriff, weshalb die Partie spätestens zehn Minuten vor Spielende beim Stand von 28:19 vorentschieden war. Bis zum Abpfiff konnten die St. Gallerinnen weiter davonziehen und siegten mit 34:23.

Trotz einer durchzogenen Leistung und insgesamt zu vielen Fehlern sichern sich die Brühlerinnen die nächsten zwei Punkte und klettern damit vorübergehend auf den ersten Tabellenrang der SPL1-Tabellen. Allerdings weisen die St. Gallerinnen ein bzw. zwei Spiele weniger auf als die Verfolgerteams des LK Zug und der Spono Eagles. Nun gilt es weiter zu arbeiten und mögliche Schwachpunkte zu verbessern, um dann in zwei Wochen gegen das Team aus Thun bereit zu sein. Hopp Brühl!

LC Brühl Handball – GC Amicitia Zürich 34:23 (17:14)
St. Gallen Kreuzbleiche – 300 Zuschauer – Feld Sandra / Müller Andrea

Strafen: Ein mal 2 Minuten gegen Brühl, 2 mal 2 Minuten gegen GC.

LC Brühl: Dokovic/ F. Schlachter (18 Paraden); Altherr (6/2), Betschart (4), Brunner (4), Fudge (7), Gutkowska (1), Lüscher (1), Pavic (5), M. Schlachter, Schmid (4), Schnyder, Stacher (1), Tomasini (1).

GC Amicitia Zürich: Leuenberger (9 Paraden) / Ennen (4 Paraden); Abegg (4), Aellen (3), Dolci, Flückiger (1), Hartmann (1), Holenstein, Riner (4), Rordorf (1), Schönenberger, Thomas (1), Wehle (2), Wolff (6/2).