(pb) Am vergangenen Dienstag duellierten sich die Brühlerinnen im ersten Playoff-Finalspiel in der Winterthurer AXA Arena mit dem LK Zug. Nach einer ausgewogenen Partie, in der sich die beiden Equipen auf Augenhöhe begegnetenh, unterlagen die St. Gallerinnen äusserts knapp mit 29:30.

Endlich ging es am vergangenen Dienstag los mit dem ersten Finalspiel der Best-of-5-Serie! Die Brühlerinnen hatten sich in den vergangenen Wochen konzentriert auf die Partien gegen Zug vorbereitet und waren heiss auf die Playoff-Serie. Die Equipe startete überzeugend in die Partie, stellte eine kompakte und aggressive Deckung und konnte sich auf Torfrau Sladana Dokovic verlassen. Diese spielte in den Startminuten stark auf, entschärfte zahlreiche Zuger Abschlüsse und stand in der siebten Spielminute nach sieben parierten Würfen immer noch bei einer 100%-Abwehrquote. Im Angriff erspielten sich die Brühlerinnen geduldig ihre Torchancen und führten deshalb in der achten Minute mit 3:1. Zug fand im Anschluss aber besser ins Spiel, schloss zu den Ostschweizerinnen auf und konnte sogar in Führung gehen. Die St. Gallerinnen haderten in diesen Minuten mit technischen Fehlern oder zu ungenauen Abschlüssen. Trotzdem liess sich die Equipe um Trainergespann Andersson/Svajlen nicht beirren, fing sich kurze Zeit darauf und kämpfte sich bis zur Halbzeitpause mit druckvollem Angriffsspiel und erneut starker Abwehr auf 14:15 zurück.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die beiden Teams, weshalb sie verdient in den Playoffs standen. Den 50 Zuschauenden wurde in der Winterthurer AXA Arena ein ausgeglichenes Kopf-an-Kopf-Rennen geboten, in welchem sich kein Team mit mehr als einem Tor absetzen konnte. Die Brühlerinnen nutzten eine Zuger Schwächephase aus, um bis zehn Minuten vor Spielende ihren Vorsprung auf 23:20 zu erhöhen. Zug liess sich davon aber nicht beeindrucken und vor allem Rückraumspielerin Charlotte Kähr (11 Tore) stellte die Brühler Defense vermehrt vor Probleme. Im Angriff schienen die St. Gallerinnen nun nervös zu werden und verzettelten sich in ungenauen Kreisanspielen. Svenja Spieler glich kurz vor Spielende zum 25:25 aus und zwang die Partie in die Verlängerung.

Den Start in die Verlängerung gelang der Brühler Equipe nicht wunschgemäss und Zug konnte mit zwei Toren in Führung gehen. Brühl antwortet bis zum Ablaufen der ersten fünf Minuten mit dem Anschlusstreffer. In den zweiten fünf Minuten der Verlängerung merkte man den Equipen an, dass sie bereits 65 Minuten Spielzeit in den Beinen hatten und so schlichen sich technische Fehler und Fehlwürfe auf beiden Seiten ein. Zwar gelang den St. Gallerinnen noch der Ausgleichstreffer, am Ende fehlte der Equipe um Headcoach Nicolaj Andersson aber das nötige Quäntchen Glück und so mussten sich die St. Gallerinnen äusserts knapp mit 29:30 geschlagen geben. Damit legt der LK Zug in der Best-of-5-Serie 1:0 vor. Zur besten Spielerin auf Brühler Seiten wurde Kinga Gutkowska (8 Treffer) ausgezeichnet. Sie erzielte neben Martina Pavic (9 Treffer) die meisten Tore.

Diese Niederlage schmerzt und ärgert, zumal die Brühler Equipe über 70. Minuten eine überzeugende Leistung abrufen konnte. Verloren ist aber noch nichts, denn nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel. Bereits am kommenden Freitag steht das zweite Playoff-Spiel auf dem Programm. Dann können die Brühlerinnen wieder angreifen. Hopp Brühl!

LC Brühl Handball – LK Zug 29:30 n.V. (14:15, 25:25)
AXA Arena Winterthur – 50 Zuschauer – Brunner Arthur / Salah Morad

Strafen: 2 mal 2 Minuten gegen Brühl, 4 mal 2 Minuten gegen Zug.

LC Brühl: Dokovic (13 Paraden) / F. Schlachter (für 1 Penalty); Ackermann, Altherr (6/2), Betschart, Brunner (3), Gutkowska (8/1), Lüscher (1), Pavic (9/1), M. Schlachter, Schmid, Schnyder (1), Simova (1), Stacher.

LK Zug: Abt (3 Paraden) / Booijink (4 Paraden); Baumann, Cavallari (2), Estermann (5), Eugster (1), Gwerder, Heinzer, Hess (3), Jónsdóttir, Kähr (11), Spieler (4), Steinmann, Stutz (3), Tschamper (1), Zuzankova.

Bemerkungen: Brühl ohne Fudge, Forizs und Tomasini (alle verletzt).

Fotos: Felix Walker