(ns) Am vergangenen Samstagabend wurde das letzte Meisterschaftsspiel vor der Winterpause gegen die Aufsteigerinnen aus dem Kanton Solothurn ausgetragen. Der LC Brühl siegte gegen die SG HV Olten mit 40:36.

Das Endresultat von 40:36 sieht aus wie ein Schlagabtausch ohne Verteidigung, lässt sich aber als ein taktisch hochstehendes und interessantes Duell auf Augenhöhe zwischen der SG HV Olten und dem LC Brühl 2 beschreiben. Beide Mannschaften starteten mit einer harten Verteidigung, die beidseitig sehr rasch mit Verwarnungen gebüsst wurde. Die St. Gallerinnen erlaubten sich keine Fehlschüsse und wenige technische Fehler, wodurch sie vor der 15. Spielminute mit drei Toren führten (11:8). Als Reaktion setzten die Oltener Trainer bereits das erste Teamtimeout, worauf die Solothurnerinnen reagierten und bis zur 20. Minute auf ein Tor zum 15:14 aufholten. Die Gegenantwort des Brühler Trainerteams kam schnell: Teamtimeout. Die Ratschläge von Moni Simova und Bea Kulcsar wurden nur bedingt umgesetzt, da die Energiereserven der Ostschweizerinnen, mit nur zwei Auswechselspielerinnen auf der Bank, schon etwas aufgebraucht waren. Zur Pause stand es Unentschieden (21:21).

Mit gefüllten Flaschen und neuer Energie ging es wieder zurück aufs Spielfeld. Mit dem taktischen Zug, der besten Spielerin der Solothurnerinnen eine Sonderbewachung zu schenken, reagierten diese mit einer siebten Feldspielerin. Daraus resultierte ein leeres Tor, auf das die Brühlerinnen einige Tore Vorsprung herauswerfen konnten.

Das Spiel war ohne Zweifel sehr schnell, doch der Hauptgrund für so viele Tore waren vor allem die effizient ausgenutzten Torchancen beider Equipen. Auch nach der Pause blieb das Aufeinandertreffen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch den Sieg liessen sich die Ostschweizerinnen spätestens zehn Minuten vor Abpfiff definitiv nicht mehr nehmen. Die zweite Equipe des LC Brühl entschied das Spiel gegen die SG HV Olten mit 40:36 erstmals für sich. Brühls Kreisläuferin Tabea Schmid war mit 16 Treffern und einer brillanten 100 Prozent Wurfquote (!) die beste Torschützin ihres Teams. Die 16-jährige Kreisläuferin traf nicht nur von ihrer angestammten Position, sondern konnte vermehrt mittels schnellem Anspiel einfache Tore direkt von der Mittellinie aus ins leere gegnerische Tor werfen.

Die offene Rechnung vom Hinspiel anfangs Saison mit der SG HV Olten wurde somit beglichen und der dritte Tabellenplatz vor der Winterpause gesichert.

LC Brühl – SG HV Olten 40:36 (21:21)
St. Gallen Kreuzbleiche – 50 Zuschauer – Pramstaller Elmar / Willi Dietmar

Strafen: drei mal 2 Minuten gegen LC Brühl, sechs mal 2 Minuten gegen SG HV Olten.

SG HV Olten: Morell / Knörr (7 Paraden): Abdiraham, Bopp (7), Jaha (3), Müller-Ravlic (11/4), Schlegel (2), Shabanaj, Wyss (8), Zanitti (5).

LC Brühl II: Schildknecht (5 Paraden): Ackermann, Burandt, Brunner (10), Bürgi (2), Gambino (1), Kaiser (4), Schmid (16/1), Schnider (1), Stacher (6).