(ss) Am Samstag stand das letzte Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Leider mussten die Brühlerinnen dabei eine Niederlage gegen den Tabellenführer aus Zug hinnehmen.

Die Gastmannschaft aus St.Gallen war motiviert zum Abschluss der Saison nochmals ihr wahres Potenzial zu zeigen und die Saison, welche für die Mannschaft schon frühzeitig an Spannung verloren hat, versöhnlich abzuschliessen.

Zu Beginn des Spiels konnten die Gäste noch gut mit den Zugerinnen mithalten. Die vielen technischen Fehler im Angriff wurden durch eine gut funktionierende Deckung kompensiert. Ab Mitte der ersten Halbzeit aber gelang es dem Heimteam, sich mit einigen Toren abzusetzen. Die Brühlerinnen taten sich in der Folge mit den Schiedsrichterentscheidungen schwer und verloren den Fokus auf ihr eigenes Spiel. Schliesslich fasste sich eine der jüngsten Spielerinnen ein Herz und erzielte vier Tore innert kürzester Zeit. Durch ein erfolgreiches Siebenmetertor und zwei schnellen direkten Gegenstössen konnten die jungen St.Gallerinnen das Spiel nochmals ausgleichen und sogar kurzzeitig die Führung übernehmen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gastspielerinnen mit der aggressiven Deckung der Zugerinnen aber wieder merklich überfordert. Die Innerschweizerinnen zogen ihr Spiel durch und konnten mit 7 Tore vorlegen. Im Teamtimeout wies der Brühler Trainer, Martin Gerstenecker, seine Spielerinnen an, nun durch eine offensive Deckung möglichst viele Ballgewinne zu erreichen. Dies klappte leider nicht wie gewünscht und das Spiel endete bei einem Spielstand von 28:20.

Die Zugerinnen gewannen das Spiel verdient in dieser Höhe, da fast keine Spielerin der Gastmannschaft tatsächlich ihr wahres Potenzial zeigen konnte. Ganz im Gegensatz zu den vergangenen Spielen, die allesamt hoch gewonnen werden konnten, leisteten sich die Brühlerinnen ungewohnt viele technische Fehler und zu viele Fehlwürfe.

Trotz der schwierigen Umstände dieser Saison, einige Spielerinnen verliessen die Mannschaft während der Saison, sei es aufgrund von Mannschaftswechseln oder eines Auslandaufenthaltes, kann ein positives Fazit gezogen werden. Gerade am Schluss der Saison konnte man mangels Spielerinnen nie das 6:6 Spiel trainieren. Nichts desto Trotz haben die jungen Spielerinnen in vielen Situationen eine ansprechende Leistung gezeigt. In der Meisterschaft wurde schon früh der Ligaerhalt gesichert und im Schweizer Cup wurde mit dem HV Herzogenbuchsee eine Mannschaft besiegt, die souverän den Ligaerhalt in der höchsten Schweizer Liga erreicht hat. Zudem haben die Brühlerinnen viele schöne Spielkombinationen gezeigt, in der allerletzten Minute der Saison wurde auch endlich noch ein erfolgreicher Flieger gespielt und die Spielerinnen haben allesamt einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Weiter konnten drei Spielerinnen regelmässig Erfahrungen in der SPL 1 sammeln und wiederum drei Spielerinnen sind in der Top 10 der jungen Torschützinnen (U21) der gesamten Liga zu finden. Dazu hat auch der Österreicher Martin Gerstenecker, welcher in der nächsten Saison die erste Mannschaft der Brühlerinnen trainieren wird, viel beigetragen. Nun geniessen die Spielerinnen eine wohlverdiente zweiwöchige Saisonpause bevor sie am 22. Mai wieder in die Vorbereitung für die nächste Saison starten.

Der Kader für die nächste Saison steht bereits und die Mannschaft ist jünger denn je. Nicht mehr mit dabei sind zwei erfahrene Spielerinnen, die der Mannschaft sicherlich fehlen werden. Kathrin Hohl einerseits verlässt den LC Brühl in Richtung Yellow Winterthur, bei welchem sie noch SPL1 Erfahrung sammeln kann und Katja Roth andererseits hängt ihre Handballschuhe an den Nagel. Schliesslich kehrt auch Julia Marksteiner nach einer Saison wieder zu ihrem Heimatverein SSV Dornbirn Schoren zurück. Zudem haben mit Fabienne Albrecht, Stefanie Albrecht und Andrina Schnyder drei Spielerinnen den Schritt in die vereinseigene SPL1 Mannschaft geschafft.

Die Brühlerinnen danken für die Unterstützung der Zuschauer über die ganze Saison hinweg und freuen sich auf weiteren Support in der kommenden Spielzeit.

LK Zug II – LC Brühl II 28:20 (13:11)
Zug Sporthalle – Bieri Beat / Glanzmann René
Strafen: keine 2 Minuten gegen LK Zug II, 2 mal 2 Minuten gegen LC Brühl II

LK Zug II: Ennen (0 Paraden), Hotz (2 Paraden), Mützenberg (4 Paraden); Baumann (3), Betschart (3), Fleischli, Inderbitzin (1), Isenring (1), Javet (1), Schlatter (4), Schlegel, Stutz (10/4), Tschamper, Wegmüller (5)

LC Brühl II: Fässler (3 Paraden) Giger (9 Paraden); M. Altherr, F. Albrecht (2), Gambino (1), Hohl, Inauen, Kaiser (5), Marksteiner, Müller (3), Schnider, Stacher (9/2), Steiner