(Lunia & Samira) Dieses Jahr war anders als jedes andere. Trotz Corona haben wir fleissig trainiert und als Mannschaft zusammengehalten. Da wir mit der Zeit nicht so viel Spielerinnen waren, war es auch schwierig für uns als Mannschaft. Wir hatten aber sehr viel Unterstützung von Spielerinnen aus anderen Mannschaften. Trotz Niederlagen haben wir nie aufgegeben und weiter gekämpft. Es war keine gewöhnliche Meisterschaft wie jedes Jahr. Wir sind froh darüber, so viele positive und schöne Erfahrungen als Mannschaft gemacht zu haben. Durch diese Spiele, die wir hatten, auch wenn es nicht so viele waren, haben wir sehr viel daraus gelernt. Wie beispielsweise mit Niederlagen klarzukommen, mit verschiedenen Spielerinnen gemeinsam zu spielen und an unsere Grenzen zu kommen. Wir hoffen, nächstes Jahr stärker zu sein und gemeinsam an das Ziel zu kommen, von dem jede Mannschaft träumt: Meisterschaftssieger zu sein.

Die Saison 2020/2021 begann für das U18-Inter bereits sehr turbulent mit einem Trainerwechsel. Hinzu kamen durch die Covid-Pandemie einige handballerische Einschränkungen. Diese führten dazu, dass der Handballalltag für die Mädels nicht wie gewohnt stattfinden konnte. So waren banale Dinge wie das gegenseitige Abklatschen nicht mehr möglich. Die Mädels liessen sich lobenswerterweise nicht davon beirren und nahmen diese Situation sehr sportlich und machten das Beste draus. Auch den Trainerwechsel nahmen sie gut hin und ermöglichten mir – als Trainerneuling – von Beginn an eine super Zusammenarbeit. So wurde ab September trotz der sich veränderten Umstände ein routinierter Trainingsablauf aufgenommen.

Nach kurzer Zeit konnte die Mannschaft bereits ihr erstes Meisterschaftsspiel in Angriff nehmen. Die Mannschaft war guten Mutes und motiviert, endlich wieder auf einen Gegner antreffen zu können. Das U18-Inter stiess auswärts auf den TV Appenzell. Trotz klarer Niederlage zeigte sich das Team kämpferisch und zeigte ihren Willen. Was uns einige Schwierigkeiten bereitete, war das schnelle Umschalten der Appenzellerinnen. Es gelang uns nicht unser Rückzugsverhalten dementsprechend anzupassen und die Gegenstosstore der Gegnerinnen zu unterbinden. Das erste Spiel war gemeistert und wir blickten weiter nach vorn. Die Mannschaft wusste nun, woran es die nächsten Wochen zu arbeiten gibt. Die Mädels waren motiviert an ihren Fähigkeiten zu arbeiten und weiterhin an den individuellen Stärken und Schwächen sowie an einem starken Mannschaftsgefüge zu arbeiten. Danach folgten zwei Spiele gegen den HC Arbon. Auch hier mussten zwei Niederlagen eingesteckt werden.

Darauf folgte leider wieder pandemiebedingt ein Rückschlag, welcher uns diesmal etwas härter traf. Die Mädels konnten zwischen November und März nicht mehr in der Halle trainieren. Wir mussten nach alternativen Möglichkeiten Ausschau halten. Sollten die Mädels nun versuchen selbständig fit zu bleiben? Das war für uns keine passende Lösung. Wir versuchten also gemeinsam über Zoom – ganz virtuell, und doch irgendwie beisammen – durch HIIT, Kraft- und Stabilisationstraining unsere Fitness auf einem konstanten Level aufrechtzuerhalten. Diese Lösung ermöglichte es uns, in dieser doch sehr schwierigen Zeit das Mannschaftsgefühl nicht komplett zu verlieren, fit zu bleiben und den Anschluss nicht zu verpassen. Es ist aber klar hervorzuheben, dass es für alle Beteiligten nicht sehr einfach war. Umso erfreuter waren wir, als wir Anfangs März wieder in die Halle durften. Es war nun erforderlich, schnell wieder ein Ballgefühl zurückzuerlangen und handballerische Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Es machte sich schnell bemerkbar, dass die Mädels während der vergangenen Zeit körperlich aktiv waren, weshalb wir das Augenmerk schnell auf unsere handballerischen Schwierigkeiten legen konnten. So wurde beispielsweise intensiv am Rückzugsverhalten und dem schnellen Umschalten gearbeitet. Die Mannschaft zeigte sich wieder einmal von ihrer spontanen und anpassungsfähigen Seite.

So standen schon bald wieder die letzten Meisterschaftsspiele an. Die Stimmung war super und wir waren gespannt darauf, wie sich die letzten Spiele ergeben werden. Im Vordergrund stand immer, die Freude am Handball zu erhalten. Die Resultate der letzten Spiele mussten auch mit Niederlagen hingenommen werden. Trotz allem bin ich enorm stolz auf die Mannschaft, da die letzten Spiele zeigten, dass die Mädels grosse Fortschritte gemacht haben. Ihr Spielverständnis und auch das «Miteinander» während dem Spiel hat sich seit Beginn der Saison enorm verbessert – und das trotz der Schwierigkeiten, welchen die Mannschaft gegenüberstand. Zusammenfassend lässt sich die Saison doch als sehr gelungen betiteln, da trotz vieler störender Faktoren die Freude am Handball immer im Vordergrund stand und sich die Mannschaft als sehr positiv, willensstark und anpassungsfähig bewies. Ein Dank geht an die Mädels, welche das doch zum Teil sehr begrenzte Kader der U18-Inter unterstützten. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Marina Glanzmann und Esther Emery für die rege Zusammenarbeit und die Unterstützung!

Die Mannschaft wird sich in der kommenden Saison in der Promotion Liga etablieren und beweisen können. HOPP Brühl!

Die U18 Promo spielt unter folgendem Nachwuchspatronat: